Was ist Digitalisierung? Eine Definition.

Obwohl sie in nahezu allen unseren Lebens- und Arbeitsbereichen eine große Rolle spielt, ist die Digitalisierung für viele noch immer die große Unbekannte. Das liegt unter anderem daran, dass die Digitalisierung viele Gesichter hat und von unterschiedlichen Standpunkten aus jeweils anders aussieht.

Für die einen ist sie ein Jobwunder, das viele neue Arbeitsplätze schafft, während andere in ihr eine potenzielle Gefahr und einen Jobkiller sehen. Für IT-Experten bedeutet Digitalisierung die Implementierung und Wartung neuer Systeme, während sie für Anwender und Kunden eine Vereinfachung der Arbeitsprozesse beziehungsweise ein Plus an Serviceleistungen bedeutet. Da die Digitalisierung grundsätzlich also das Potenzial zur Weltherrschaft und zum kompletten Wandel unserer Art zu leben hat, lohnt es sich, einen Blick darauf zu werfen, was genau sie ist und wie sie funktioniert. Das werden wir im Folgenden tun.

Digitalisierung bedeutet Umwandlung

Die einfachste
Definition von Digitalisierung
besagt, dass analoge Inhalte oder Prozesse in eine digitale Form oder Arbeitsweise umgewandelt werden.

Wer seine alten Schallplatten und VHS-Kassetten umwandelt, um sie zu sichern oder unterwegs dabeihaben zu können, nimmt an der Digitalisierung teil. Das Problem ist jedoch, dass viele Nutzer bei dieser einfachsten Form der „digitalen Transformation“ stehenbleiben. Dabei hat die schöne, neue, digitale Welt viel mehr Möglichkeiten zu bieten. Das Zauberwort heißt hier unter anderem: Vernetzung. So können sich beispielsweise die Geräte von Familienmitgliedern miteinander verbinden, sodass die entstandenen Video- und Musikdateien allen gleichermaßen zur Verfügung stehen und jederzeit, zum Beispiel aus einem Cloud-Server, abgerufen werden können.

Vernetzung von Geräten

Das Thema Vernetzung spielt vor allem in Bereichen wie Smart Homes eine wichtige Rolle. Wenn der Kühlschrank mit dem Speiseplan auf dem Smartphone vernetzt ist, kann dieser immer mitteilen, wenn für ein bestimmtes Gericht noch Lebensmittel eingekauft werden müssen. In einigen Fällen ist der Kühlschrank sogar in der Lage, diese selbst zu bestellen. Wenn die Heizung zu Hause mit dem Smartphone verbunden ist, stellt Sie sich immer dann ein, wenn Sie sich Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus nähern. So haben Sie es im Winter immer schön warm, wenn Sie nachhause kommen, und sparen Energiekosten.

Digitalisierung von Unternehmensprozessen

In der Arbeitswelt bedeutet Umwandlung zudem eine Neuausrichtung der Unternehmensprozesse sowie eine Veränderung der klassischen Arbeitsplatzes. Das bedeutet zum einen, dass neue Technologien angeschafft werden müssen, und zum anderen, dass sich die Arbeitsweise drastisch verändert. Deswegen fürchten sich viele Menschen vor der Digitalisierung, weil sie traditionelle Arbeitsplätze obsolet macht und nicht abzusehen ist, welche und wie viele neue entstehen werden. Doch ebenso wie die industrielle Revolution die menschliche Arbeit nicht abgeschafft hat, so wird es auch die digitale Revolution nicht tun.

Diese Lebens- und Arbeitsbereiche betrifft die Digitalisierung besonders

Erwachsene mit Smartphone
JESHOOTS / Pixabay

Digitalisierung im privaten Bereich

Im privaten Bereich ist es vor allem die Kommunikation, in der die Digitalisierung um sich greift. Vorbei die Zeiten, in denen Urlaubsfotos herumgezeigt und Diaabende veranstaltet wurden. Heute werden die Fotos mit Digitalkamera und Smartphones digital aufgenommen und Sekunden nach der Erstellung in sozialen Netzwerken hochgeladen. Freunde und Bekannte nehmen somit unmittelbar am Urlaub teil, als wären sie mit auf Reisen. Instant Messaging ist der Nachfolger von Telefonaten und Postkarten und der digitale Einkaufszettel ersetzt die handgeschriebenen Notizzettel im Supermarkt. Smart Homes und Smart Cars vernetzen unsere Lebenswelt immer weiter, sodass das Auto von selbst fährt und sich die Heizung oder der Herd zu Hause immer kurz bevor wir zu Hause sind, einstellen.

Digitalisierung in der Geschäftswelt
Umdenken und neue Wege gehen.

Digitalisierung in der Arbeitswelt

In der Arbeitswelt bedeutet Digitalisierung vor allem Vernetzung von einzelnen Prozessen. Alle Unternehmensdaten sind jetzt nicht nur in der Firmenzentrale abrufbar, sondern stehen allen Mitarbeitern immer und überall zur Verfügung. So können Materialien direkt vom Außendienstmitarbeiter bestellt und die Warenwirtschaft optimiert werden. Auch hier spielt das Thema Kommunikation eine große Rolle. Die einzelnen Filialen eines Betriebes stehen miteinander in Verbindung, sodass Ressourcen optimal genutzt und Engpässe vermieden werden können. Die Wartung und Reparatur von Maschinen ist dank der Digitalisierung meist über das Netz möglich und erfordert keine Mitarbeiter vor Ort. Nicht zuletzt bedeutet Digitalisierung immer auch die Sammlung von Daten in einem großen Pool, auf den bei Bedarf jederzeit zurückgegriffen werden kann.

Evolution oder Revolution? Zwei Gesichter der Digitalisierung

Immer wieder ist von der digitalen Revolution die Rede. Hierdurch soll die Bedeutung der Digitalisierung hervorgehoben werden, die einen ebenso großen Einfluss auf unsere Lebens- und Arbeitswelt hat, wie einst die industrielle Revolution. Sie wird somit in einen geschichtlichen Zusammenhang gestellt und kann besser verstanden und nutzbar gemacht werden. Und tatsächlich erscheint es uns häufig, als würde in der digitalen Welt alles mit einer riesigen Geschwindigkeit ablaufen. So hat das Smartphone gerade einmal 10 Jahre nach seiner Erfindung gebraucht, um von der Hälfte der Menschheit genutzt zu werden. Amazon kündigt von der Drohne über eigene Filialen bis hin zum Fire-TV immer neue Patente und Services an und Facebook vernetzt mittlerweile knapp ein Drittel der Menschheit.

Digitalisierung durch Facebook
Quelle: facebook.com / allfacebook.de

In Wahrheit läuft die Digitalisierung eher als evolutionärer Prozess denn als Revolution ab. Das zeigt sich besonders an kleinen und mittelständischen Betrieben. Diese schaffen sich in der Regel nicht von heute auf morgen neue Techniken an, erstellen keinen gigantischen Webauftritt, setzen nicht einen eigenen Mitarbeiter ein, der sich um die digitale Präsenz des Unternehmens und die Kommunikation mit Followern und Fans in den sozialen Netzwerken kümmert, und fördern ihren Mitarbeitern auch keine regelmäßigen Schulungen, um in Sachen Digitalisierung auf dem neuesten Stand zu bleiben. Viele verfolgen kein digitales Konzept, sondern probieren zunächst einmal Einzelmaßnahmen aus, um zu testen, ob die Digitalisierung für das eigene Unternehmen von Vorteil ist.

Zudem setzen sich neue Möglichkeiten und Services in der digitalen Welt teilweise nur sehr langsam durch. So wird das bargeldlose Bezahlen via Smartphone noch nicht in der Breite genutzt, wie das möglich wäre. Die Menschen hängen noch zu sehr am Bargeld und altbewährten Zahlungsoptionen. Es ist möglich, dass sich das mit der Zeit ändern wird, aber eben schrittweise und nicht in Form einer Revolution. Unsere Lebens- und Arbeitswelt verändert sich ebenfalls kontinuierlich und nicht spontan. So schaffen sich immer mehr Menschen einen Smart TV an, doch von einer Welt der Smart Homes, in der jeder in einem vernetzten Haushalt lebt, sind wir noch weit entfernt. Ebenso stehen nicht allen Mitarbeitern in Unternehmen Tablets und Smartphones zur Verfügung, mit denen sie auch unterwegs arbeiten könnten.

Um die Digitalisierung für sich nutzbar zu machen, braucht man also einen langen Atem. Zwar werden in regelmäßigen Abständen neue Apps und Techniken von immer neuen Anbietern zur Verfügung gestellt, ob diese sich aber langfristig durchsetzen, ist längst nicht gesagt. Deswegen entscheiden sich viele Betriebe dafür, ein digitales Konzept zu verfolgen, mit dem sie ihre Aktivitäten um Rahmen der Digitalisierung koordinieren und Ziele für die kommenden Jahre definieren.

Deutschland als digitales Entwicklungsland

Gerade Deutschland hat in Sachen Digitalisierung noch eine Menge Arbeit vor sich, insbesondere, was den Breitbandausbau betrifft. So haben die Menschen in den großen Metropolen zwar in der Regel zuverlässige und schnelle Internetzugänge zur Verfügung, doch gerade auf dem Land sieht die Versorgung mit schnellem Internet noch sehr dürftig aus. Die Ausstattung der Schulen mit Smart Boards und modernen Technologien lässt stark zu wünschen übrig. Das liegt nicht unbedingt am Geld, davon ist aktuell genug da. Es fehlt jedoch am politischen Willen, die Digitalisierung voranzutreiben, und auch klare Konzepte, wie das aussehen könnte, sind Mangelware.

Aktuell ist im Bereich der Digitalisierung jeder seines eigenen Glückes Schmied. In der Regel sind es die Unternehmen selbst, die eigene Digitalisierungskonzepte verfolgen und ihre Mitarbeiter schrittweise auf die neuen Arbeitsweisen und Möglichkeiten vorbereiten. Wenn aber staatliche Unterstützung fehlt, ist es schwierig, langfristig zu planen und die bereits vorhandenen Möglichkeiten optimal auszunutzen. Dasselbe gilt für den Schulbetrieb. Wenn die Lehrer nicht ausgebildet und darauf vorbereitet werden, ihren Schülern die digitale Welt zu erläutern, dann sind sie schlichtweg nicht in der Lage, fundierte und sachgerechte Informationen zu vermitteln und ihre Schüler auf die neue digitale Arbeitswelt vorzubereiten. Selbst dann nicht, wenn ihnen – wie in Zukunft – ausschließlich „Digital Natives“ gegenübersitzen.

Digitale Kompetenz spielt eine entscheidende Rolle

In diesem Zusammenhang spielt die digitale Kompetenz eine entscheidende Rolle. Hierzu gehören einerseits technische Fähigkeiten, die den Umgang mit bestimmten Geräten, Medien und Tools umfassen. Andererseits beschreibt die digitale Kompetenz die Qualifikation, die eigenen Fähigkeiten in der digitalen Welt gewinnbringend für das Unternehmen einsetzen zu können – beides fehlt jedoch in den meisten Unternehmen. Ein Beispiel: Kommunikation ist in nahezu allen Betrieben und Unternehmensbereichen von entscheidender Bedeutung. Die Kommunikation mit einem Gegenüber unterscheidet sich jedoch maßgeblich von der digitalen Kommunikation. Es ist einfach nicht dasselbe, ob ich mit einem Kollegen telefoniere oder Informationen per Instant Messaging austausche. Ebenso unterscheidet sich die Kommunikation in den sozialen Netzwerken massiv von der Kommunikation in der analogen Welt.

Dass jemand gut kommunizieren kann, ist somit eine Grundvoraussetzung für viele Berufe. Doch die digitale Kompetenz besteht darin, diese Fähigkeiten in der digitalen Welt anwenden zu können. Wer gut mit Menschen kann ist noch lange kein Experte in den sozialen Netzwerken. Und wer ein hohes Fachwissen hat, ist deswegen noch nicht zwingend in der Lage, ein professionelles und zielführendes Unternehmens-Wiki zu erstellen, das den Mitarbeitern weiterhilft und das Unternehmen voranbringt. Deswegen sind der Erwerb und die Vermittlung von digitaler Kompetenz von so großer Bedeutung. Hinzu kommt, dass Mitarbeiter lernen müssen, die digitalen Möglichkeiten optimal zu nutzen, ohne sich selbst zu überfordern. Denn nicht umsonst greifen neue Krankheitsbilder wie der digitale Burnout um sich.

Der uneindeutige Begriff der Realität

E-Commerce in 10 Jahren
Umfrageteilnehmer sind überzeugt, dass Einkaufen in 10 Jahren mit einer VR-Brille von zu Hause aus möglich sein wird. (Bild: VR-Easy.com)

Eine weitere Eigenschaft der Digitalisierung besteht darin, dass sie die Grenzen zwischen Realität und Virtualität auflöst. Bestes Beispiel hierfür ist die VR-Brille. Für viele Unternehmen ist ein solches Tool durchaus interessant. Potenzielle Kunden werden hierdurch in die Lage versetzt, eine virtuelle Rundreise durch den Shop oder das Warenlager zu machen, ohne dass sie hierfür ihr Zuhause verlassen müssten. Sie setzen einfach die VR-Brille auf und befinden sich in der schönen neuen Einkaufswelt. Aber ist ein solcher virtueller Onlineshop ebenso real wie die Ladenfiliale um die Ecke? Immerhin ist das Ergebnis dasselbe: Die gewünschten Produkte gelangen nach dem Kauf zu uns nachhause.

Ebenso verändert die digitale Realität unsere Art zu arbeiten. So führt die Gestensteuerung dazu, dass wir im Büro und an der Werkbank gar nicht mehr in direkten Kontakt mit einzelnen Gegenständen treten, sondern die Planung und Durchführung von Projekten einzig über unsere Gesten regeln. Die Sprachsteuerung ermöglicht es, mit der digitalen Welt zu kommunizieren, als hätten wir ein menschliches Gegenüber, das uns versteht und uns antwortet. Sprachassistenten wie Alexa, Siri und Cortana werden quasi zu Kollegen und Mitarbeitern, auf deren Rat und deren Fähigkeiten nicht mehr verzichtet werden kann. Uns selbst der E-Commerce hat schon einen Begriff für das Shoppen per Sprachassistenten gefunden: „Conversational Commerce„.

Conversational Commerce wächst immens
Conversational Commerce wächst immens

Überhaupt wissen Algorithmen und digitale Informationen oft mehr über uns, als wir meinen. Das gilt nicht nur für Datingplattformen, die anhand von persönlichen Informationen mittels eines Algorithmus potenziell geeignete Partner für uns finden. Auch Suchmaschinen und Onlineshops wissen aufgrund unserer Suchanfragen und bestellten Produkte jede Menge über unsere Vorlieben und unsere Art zu leben. Zudem geben wir in den sozialen Netzwerken sehr viel von uns preis. Das ist geradezu das Geschäftsmodell solcher Plattformen. Ohne selbst etwas herzustellen erwirtschaften soziale Netzwerke Milliarden, einfach nur, indem sie die Nutzerdaten gewinnbringend einsetzen.

Wer sagt uns also, dass das „Ich“, von dem wir meinen, dass wir es sind, tatsächlich realer ist, als das „Ich“, das in der digitalen Welt aufgrund der von uns eingegebenen Daten entsteht? Vielleicht ist es inzwischen schon soweit, dass uns die Algorithmen der digitalen Welt besser kennen, als wir uns selbst. Dass wir das nicht mit Gewissheit sagen können, ist ein sicheres Anzeichen dafür, dass wir noch keinen festen Begriff von der Digitalisierung haben und diese nicht beherrschen. Vielmehr nutzen wir einzelne Facetten und Ausprägungen der Digitalisierung, ohne ein festes Konzept zu haben und unsere Daten komplett im Griff zu behalten.

Digitale Ethik

Die Digitalisierung ist eng mit dem Internet der Dinge (Internet of Things → IoT) verknüpft. Denn in Smart Homes, Smart Cars und virtuellen Realitäten sind viele Gegenstände zu finden, die das analoge Leben mit der digitalen Welt verknüpfen. Das IoT stellt uns vor ganz neue Fragen und Probleme. Wer hat zum Beispiel nach unserem Tod das Verfügungsrecht über unsere Daten? Sind wir wirklich haftbar, wenn unser Nachwuchs ungehemmt auf den Smart Button drückt und zwei Tonnen Katzenfutter bestellt? Wie bindend sind digital geschlossene Kaufverträge und welche Rückrufrechte haben Verbraucher? Solche rechtlichen Fragen müssen geklärt sein, weswegen sich ganze Berufszweige mit dem Internetrecht beschäftigen.

Die digitale Ethik umfasst aber noch viele weitere Bereiche als bloß das digitale Recht. So spielen hier Wirtschaftsethik, Informationsethik und Technikethik eine große Rolle. Welche Rechte und Pflichten hat ein Unternehmen beispielsweise seinen Mitarbeitern und Kunden gegenüber? Wie darf zum Beispiel ein Unternehmen wie Facebook mit den Daten verfahren, die von den Nutzern aktiv und wissentlich auf die Plattform gestellt werden? Und gelten für einen Betrieb, bei dessen Arbeiten Mitarbeiterdaten anfallen und gesammelt werden, dieselben Rechte und Pflichten? Wie dürfen und müssen Fertigungsprozesse in der digitalen Welt aussehen, um Unternehmen, Mitarbeitern und Kunden gleichermaßen gerecht zu werden?

Ebenso stellen sich Fragen nach der Verantwortung der Konsumenten. Wie stark müssen sie auf ihre persönlichen Daten aufpassen und welche Rechte und Pflichten haben sie im Falle eines Missbrauchs? Wie können Menschen, die an der virtuellen Welt teilnehmen, geschützt werden und welche Verhaltensweisen sind im Netz angeraten? Zu diesem Themenfeld gehört nicht zuletzt der digitale Umgang miteinander. Es gibt Netiquetten und Regeln für das Miteinander im Internet. Diese nicht auszunutzen und Unternehmen beispielsweise nicht mit schlechten Bewertungen zu drohen, um bestimmte Ziele zu erreichen, sind einige der Themen, mit denen sich die digitale Ethik beschäftigt.

Big Data und die Gefahr des Kontrollverlusts der Daten

Eine Haupteigenschaft der Digitalisierung besteht in der Sammlung von Daten. Big Data sorgt dafür, dass niemals wieder etwas vergessen wird. Das Sprichwort „Das Internet vergisst nicht“ setzt sich immer mehr durch und sollte von allen Menschen beherzigt werden. Aktuell gibt es nämlich keine einheitliche Kontrolle der Informationen im Internet. Wir sind nur bedingt Herr über unsere Daten und können nicht immer mit Gewissheit sagen, wie diese von Unternehmen genutzt werden und in wessen Hände sie gelangen. Deswegen ist es sinnvoll, immer so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich über sich preiszugeben.

Big Data und Internet of Things
„Das Internet vergisst nicht“ – dank Big Data und Internet of Things wird das immer mehr allgegenwärtig

Auf der anderen Seite ist Big Data ein riesiger Vorteil. Das Internet ist der beste Beweis dafür, wie sinnvoll und angenehm es ist, wenn die gesamte Menschheit alle verfügbaren Informationen zur Hand hat. Es entsteht eine enorme Autonomie, weil niemand abhängig von einzelnen Informationsquellen ist, sondern sich unabhängig und vielseitig informieren kann. In Unternehmen ist es für die alltägliche Arbeit ein enormer Vorteil, dass alle Unternehmensdaten gesammelt und abrufbar sind. Informationen lassen sich dank Algorithmen viel besser speichern und durchsuchen als analoge Akten und Papierberge. Zudem bleiben die Grundinformationen immer erhalten, ganz egal wie viele Abwandlungen und Veränderungen an bestimmten Daten vorgenommen werden.

Entscheidend ist, die Digitalisierung nicht blauäugig vorzunehmen. Daten sind ein kostbares Gut, das von vielen gewünscht und ausgenutzt wird. Deswegen ist es entscheidend, im Internet und auch in privaten Netzwerken sorgsam damit umzugehen und alle Maßnahmen zu ergreifen, um die eigenen Daten zu schützen.

Warum wir die Digitalisierung umarmen sollten

Zunächst einmal aus ganz praktischen Gründen: Die Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten. Deswegen ist es besser, sich frühzeitig mit ihr auseinanderzusetzen und sie für sich nutzbar zu machen, als die Zeichen der Zeit zu verschlafen und irgendwann der Konkurrenz hinterherzurennen. Außerdem verändert die Digitalisierung unsere Lebenswelt zum Positiven. So wie die Fließbandarbeit für Menschen vor 120 Jahren zum Alltag gehörte und bei uns nur noch ein ungläubiges Kopfschütteln auslöst, so werden auch in weiteren 100 Jahren die Menschen den Kopf schütteln, wenn sie sich vorstellen, wie wir bisher gearbeitet haben. Mit der Digitalisierung hält eine neue Art des Arbeitens Einzug, die alles anders und das meiste sogar besser machen wird.

Aber auch im privaten Umfeld eröffnet die Digitalisierung großartige neue Möglichkeiten. Unsere Art zu wohnen, Auto zu fahren und zu kommunizieren wird sich immer weiter verändern und unser Leben wird deutlich angenehmer werden. Wichtig ist, dass wir diese Entwicklungen beherrschen und uns nicht von ihnen überrollen lassen. Das bedeutet zum Beispiel auch, digitale Kompetenz zu erlangen und einschätzen zu können, wie viel Digitalisierung uns guttut. Die Fähigkeit, abschalten zu können und sich an der analogen Welt zu erfreuen, ist von großer Wichtigkeit. Solange uns das gelingt, bringen uns Big Data, das Internet der Dinge, Instant Messaging, die Cloud und all die anderen Merkmale der Digitalisierung zahllose Vorteile, die es wert sind, sie zu umarmen.

Digitalisierung: Was ist das?
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