Zum Inhalt springen
Die digitale Welt verstehen
Consumer & Digital Life

Android ohne Abos: Sechs Open-Source-Apps ersetzen bezahlte Dienste

Parth Shah ersetzt laut Android Police sechs bezahlte Apps durch Open-Source-Alternativen wie Nextcloud, Cashew und Anytype. Eine Gesamtsumme der Ersparnis nennt der Beitrag nicht, und Einrichtung und Eingewöhnung bleiben Aufwand.

Android-Smartphone auf einem Holzschreibtisch, auf dessen Startbildschirm Symbole mehrerer Open-Source-Apps wie Nextcloud, Fossify, Cashew, Anytype und Thunderbird zu sehen sind.Dieses Bild wurde mit KI generiertProviderhiggsfieldModellgpt_image_2_5 flare high 1k 16:9PromptPhotorealistic editorial photo of a modern Android smartphone lying on a light wooden desk, seen from slightly above at an angle. The home screen shows six colorful app icons in a tidy grid with short labels underneath: "Nextcloud", "Fossify", "Cashew", "Anytype", "Thunderbird". Beside the phone sit a closed notebook and a small green plant, softly blurred. Clean composition with the phone in the center-right and empty space on the left. Cool blue and green accents, soft natural window light, shallow depth of field, sharp focus on the screen. No people, no hands. No watermark, no signature.
Laut Android Police lassen sich nicht alle Abos ersetzen: Für Google Drive und Gmail bleibt Parth Shah bei Google, und eine Gesamtsumme der Ersparnis nennt der Beitrag nicht.

Ja, es geht: Parth Shah ersetzt sechs bezahlte Android-Apps durch Open-Source-Alternativen, also Apps mit offen einsehbarem Quellcode, wie Android Police am 3. November 2026 berichtet. Eine Gesamtsumme der gesparten Kosten nennt der Beitrag nicht. Google Drive bleibt bei ihm für WhatsApp-Backups und Gmail im Einsatz, schreibt der Autor.

Welche sechs Android-Apps ersetzen die Abos?

Android Police stellt sechs Open-Source-Apps vor, die bezahlte Dienste auf dem Handy ablösen. Der Autor nutzt sie auf einem Google Pixel. Seine Auswahl nennt er persönlich, denn im Play Store gebe es Dutzende weitere Open-Source-Apps.

Die Tabelle zeigt, welche App bei Shah welchen bezahlten Dienst ersetzt und wofür er sie einsetzt.

AppErsetztEinsatz
NextcloudGoogle Drive (teilweise)Fotos, Dateien
Fossify File ManagerPro-DateimanagerDownloads, Suche
CashewFinanz-App mit GebührBudgets, Ausgaben
Super ProductivityTodoist, TickTick, TogglAufgaben, Zeiten
AnytypeNotion, ObsidianNotizen, Entwürfe
ThunderbirdAndere Mail-AppsMail-Konten

Moment, ganz sauber ist die Gleichung nicht. Bei Anytype nennt Shah Notion und Obsidian nur als frühere Apps. Bei Thunderbird spricht er allgemein von mehreren Mail-Apps. Einen Preis nennt er für keine der sechs. Die einzige Zahl: Manche Finanz-Apps verlangen laut Beitrag 10 US-Dollar im Monat für ein Tortendiagramm.

Nextcloud und Fossify: Cloud und Dateien in eigener Hand

Nextcloud ersetzt bei Parth Shah den Speicherplatz von Google Drive, schreibt Android Police. Seine Dateien liegen auf einem NAS, einem Netzwerkspeicher im eigenen Haushalt. Der ständige Hinweis, mehr Speicher zu buchen, habe ihn genervt.

Die App unterstützt Material You, Googles Designsystem für Android. Dadurch wirke sie wie ein Teil des Pixel. Fotos laufen automatisch aufs NAS. Dazu kommen Offline-Zugriff, Favoriten und gemeinsames Arbeiten in Echtzeit.

Ein eigener Medien-Tab nimmt es laut Shah mit Google Fotos auf. Die Animationen nennt er flüssig.

Wie das NAS eingerichtet wird, beschreibt der Beitrag nicht. Diesen Teil müssen Sie selbst klären.

Der Fossify File Manager löst die Pro-Dateimanager aus dem Play Store ab. Die verlangten laut Shah schon für einfache Netzwerkfunktionen ein Abo. Fossify fragt dagegen nur nach Dateizugriff, nicht nach Standort oder Kontakten.

Die GitHub-Seite des Projekts nennt zusätzlich Sperren per Passwort, Muster oder Fingerabdruck. Die App braucht dort keinen Internetzugriff. Sie steht unter der GPL-3.0-Lizenz, einer Open-Source-Lizenz.

Außerdem komprimiert die App Dateien und analysiert den Speicher. Sie erreicht Root-Dateien, SD-Karten und USB-Geräte. Ein schlanker Editor zeigt Dokumente an, auch mit Zoom-Gesten. Das Projekt zählt 1.900 Sterne und 137 Forks, also Abzweigungen des Codes für eigene Weiterentwicklungen.

Tipp: Beginnen Sie mit dem Dateimanager, denn er verlangt laut Android Police nur Zugriff auf Dateien.

Cashew und Super Productivity: Budget und Aufgaben ohne Monatsgebühr

Cashew führt ein Haushaltsbuch ohne Monatsgebühr, schreibt Android Police. Shah wollte ein Werkzeug, das er selbst kontrolliert. Er nennt die App schnell, privat und vollgepackt mit Funktionen.

Android-Smartphone mit Open-Source-Apps für Budget und AufgabenDieses Bild wurde mit KI generiertProviderhiggsfieldModellgpt_image_2_5 flare high 1k 16:9PromptCinematic photo with dramatic lighting: close-up of a smartphone propped upright against a dark ceramic mug on a dark desk, shot at low angle from the side. The screen shows a budget app with the label "Cashew", schematic horizontal category bars and a list of upcoming payments, without any numbers. Next to it a second, slightly blurred tablet screen shows a task list with a running timer and the label "Super Productivity". A warm side light from the left creates strong highlights and deep shadows, teal and amber color contrast, a faint haze in the background, shallow depth of field. No people, no hands. No watermark, no signature.
Cashew trennt Abos, wiederkehrende und anstehende Buchungen. Super Productivity braucht laut GitHub-Seite weder Konto noch Registrierung.

Laut GitHub-Seite lassen sich Budgets für beliebige Zeiträume anlegen, etwa für eine einzelne Reise. Pro Kategorie sind Limits möglich. Daten kommen per CSV-Datei oder aus Google-Tabellen in die App.

Cashew verwaltet außerdem mehrere Währungen und Konten, die Wechselkurse bleiben laut GitHub-Seite aktuell. Eine biometrische Sperre schützt die Daten. Die Startseite lässt sich umbauen, sodass Ziele, Budgets und Gesamtvermögen vorn stehen, wie Shah beschreibt. Google Play nahm die App im November 2023 in die Redaktionsliste „New Apps We Love“ auf.

Cashew baut auf Firebase, Googles Dienst für App-Datenbanken, und bietet Google-Login sowie Backup über Google Drive. Das steht ebenfalls auf der GitHub-Seite. Open Source heißt eben nicht automatisch Google-frei (ja, wirklich).

Der Entwickler nimmt derzeit keine Beiträge von außen an. Die App erwirtschafte Gewinne, er wolle Streit um Vergütung vermeiden. Die Entwicklung begann im September 2021. Die Seite zählt 4.800 Sterne, also Lesezeichen von Nutzenden.

Super Productivity ist eine Aufgabenliste mit Zeiterfassung. Sie arbeitet laut Projektseite privat, offline-first, also zuerst ohne Netz, und quelloffen. Es braucht kein Konto und sammelt keine Daten. Sie bestimmen selbst, wo Ihre Daten liegen.

Shah startet den Timer, sobald er einen Blogartikel beginnt. Abends sieht er, was er geschafft hat. Dazu kommen Unteraufgaben und Anhänge.

Aufgaben ordnen Sie auf Kanban-Boards oder in der Eisenhower-Matrix. Der Fokusmodus bietet Pomodoro-Sitzungen, also Arbeitsblöcke mit festen Pausen. Eine Pausenerinnerung meldet sich, wenn es Zeit zum Aufstehen ist. Anbindungen gibt es unter anderem zu Jira, GitHub und GitLab. Die App läuft laut Projektseite auch auf Linux, macOS, Windows, iOS und im Browser. Sie steht unter MIT-Lizenz.

Für den Abgleich zwischen Geräten nennt die Projektseite SuperSync, Dropbox und WebDAV. SuperSync ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt und lässt sich selbst hosten. Mit 23.400 Sternen und 22.839 Commits, also gespeicherten Codeänderungen, wirkt das Projekt ziemlich lebendig.

Anytype und Thunderbird… Notizen und Mails im neuen Gewand

Anytype ist eine Notiz-App, die laut Android Police vor allem durch Tempo auffällt. Sie folgt dem Local-first-Prinzip und speichert Daten also zuerst auf dem Gerät. Auf Shahs Pixel 8 läuft sie entsprechend flott.

Statt Seiten gibt es Objekte. Icons, Typografie und Dunkelmodus lobt Shah ausdrücklich. Das Urteil ist ziemlich eindeutig.

Eine Warnung gehört dazu. Workspaces, Objekte und der Editor mit Slash-Befehlen verlangen Eingewöhnung. Slash-Befehle sind Eingaben mit /, die Elemente einfügen.

Thunderbird für Android bündelt Mails in einem gemeinsamen Posteingang, schreibt Shah. Er deinstallierte danach seine anderen Mail-Apps. Die App unterstützt Material Design und kommt ohne KI-Zusätze aus.

Wer das Desktop-Programm kennt, soll sich laut Beitrag sofort zurechtfinden. Die Android-Version bringt dessen Linie aufs Handy.

Was Sie vor dem Wechsel wissen sollten…

Open-Source-Apps schützen laut Android Police vor Preiserhöhungen und abgeschalteten Diensten. Der Autor nennt das für Anytype und Thunderbird. Für alle sechs Apps behauptet er es nicht.

Aufwand bleibt trotzdem. Nextcloud braucht einen eigenen Speicherort, Anytype Lernzeit und Cashew Aufmerksamkeit bei den Google-Funktionen. Das ist okay, wenn Sie es vorher wissen.

Wer Google Drive und Gmail nur teilweise ablöst, sollte nachlesen, was Googles Datenschutzerklärung zur Werbung sagt. Warum Behörden Tracking ohne Einwilligung ahnden, erklärt ein weiterer Bericht. Wie offene Projekte mit Sicherheitsmeldungen umgehen, zeigt curl mit seinen öffentlichen Lücken auf GitHub.

Android Police rät, diese Woche eine bezahlte App durch ein Open-Source-Pendant zu ersetzen. Notieren Sie vorher Ihre Abos mit den Monatspreisen. Offen bleibt, wie viel Sie damit tatsächlich sparen, denn der Beitrag nennt keine Summe.

Was halten Sie von dem Thema? Hier können Sie mit anderen Leserinnen und Lesern ins Gespräch gehen.