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SmartThings-API wird kostenpflichtig: Was für Home-Assistant-Nutzende ab dem 4. November gilt

Ab 4. November 2026 verlangt SmartThings einen Bezahlplan für direkte Cloud-API-Zugriffe, was auch Home-Assistant-Setups betrifft. Ohne Plan drohen ab dem 15. Dezember Einschränkungen, App und Routinen bleiben kostenlos.

Smartphone mit SmartThings-App auf weißem Hintergrund, daneben eine smarte Steckdose, ein kleiner Hub und ein USB-Funkadapter im Studio-Produktfoto.Dieses Bild wurde mit KI generiertProviderhiggsfieldModellgpt_image_2_5 flare high 1k 16:9PromptClean studio product shot of a modern smartphone standing upright on a seamless white surface, its screen showing a simple smart home app with the text "SmartThings" and a few generic device tiles. Beside it a white smart plug, a small round smart home hub and a compact USB radio stick adapter, arranged neatly in a loose diagonal. Soft diffused light from above, gentle soft shadows, cool neutral palette with subtle blue accents, crisp focus, shallow depth of field, minimal and high-end look, no people, no hands. No watermark, no signature.
Ab dem 4. November 2026 braucht der direkte Cloud-Zugriff der SmartThings-API einen Bezahlplan, während die SmartThings-App und ihre Routinen kostenlos bleiben.

SmartThings verlangt ab dem 4. November 2026 für direkte Cloud-API-Zugriffe einen Bezahlplan (die API ist die Schnittstelle, über die Dashboards und Automationen Geräte steuern), und das trifft auch Home-Assistant-Setups mit Samsung-Geräten. Kostenlos bleiben laut Samsungs Blogeintrag vom 30. Oktober die SmartThings-App, ihre Routinen und lokale Edge-Treiber. Wer keinen Plan wählt, verliert ab dem 15. Dezember 2026 womöglich den Zugriff. Die 4,99 US-Dollar im Monat stammen aus Samsungs Ankündigung vom 23. Juni 2026; einen bestätigten deutschen Tarif konnte SmarthomeAssistent noch nicht prüfen.

SmartThings öffnet die Kasse nur an einer Tür

Die Umstellung betrifft laut Samsungs Blogeintrag vom 30. Oktober 2026 den direkten Cloud-Zugriff per OAuth, ein Anmeldeverfahren, mit dem externe Programme im Namen eines Kontos auf Geräte zugreifen. Die Tabelle zeigt, was Samsung kostenlos lässt und wofür künftig Geld fällig wird.

BereichStatus
SmartThings-App (Android/iOS)kostenlos
Routinen, Automationen, Szenen in der Appkostenlos
Lokale Edge-Treiber, Profile, Hub-Integrationenkostenlos
Matter-Geräte, WWST-Zertifizierungkostenlos
Direkte OAuth-Cloud-Aufrufe (Einzelentwickelnde)kostenpflichtig
Business-API-Nutzungkostenpflichtig

Zahlen sollen Einzelentwickelnde, die per OAuth eigene Dashboards, externe Automationsplattformen oder Skripte anbinden. Die Business-Preise staffeln sich nach Nutzungsvolumen. Edge-Treiber (kleine Programme, die Geräte direkt auf dem Hub einbinden) bleiben frei. Mehr zur lokalen Steuerung mit Hub steht in unserem Bericht zu SmartThings Now.

Samsung begründet den Schritt in der Ankündigung vom 23. Juni 2026 mit Stabilität und Skalierung bei mehr als 460 Millionen registrierten Nutzenden. Im SmartThings-Forum hielt ein Nutzer am 24. Juni dagegen, dass auch die App täglich Cloud-Ressourcen verbraucht und trotzdem kostenlos bleibt.

Andere fragten dort am 23. Juni 2026 nach Drittwerkzeugen wie Sharptools und ConstantGraph, die auf der API aufbauen. Ein weiterer Nutzer wollte wissen, ob schon ein Makro bezahlpflichtig wird, das nur ein paarmal am Tag etwas abruft.

Hackaday sieht den wahrscheinlichsten Grund woanders: Kostenlose Dienste nach dem Verkauf eines IoT-Geräts würden nie profitabel, schrieb das Magazin am 28. Juli 2026. SmartThings startete 2012 als Kickstarter-Kampagne, Samsung kaufte die Firma 2014. Schon 2021 mussten Nutzende improvisieren, als die ersten Hubs eingestellt wurden.

Fristen: Erst gesperrte Baustelle, dann der Stecker am 15. Dezember

Die Umstellung läuft in drei Phasen, die Samsung im SmartThings-Blog vom 30. Oktober 2026 mit festen Daten nennt. Die Tabelle zeigt, was in welcher Phase für API-Apps ohne gebuchten Plan gilt.

ZeitraumFolge ohne Plan
bis 3. November 2026freier API-Zugriff
4. November bis 15. Dezember 2026keine neuen Apps, keine Bearbeitung; Installiertes läuft weiter
ab 15. Dezember 2026Zugriff eingeschränkt, pausiert oder beendet

Der 15. Dezember ist die eigentliche Kante. Dann deaktiviert Samsung laut Blog aktive API-Schlüssel, also die Zugangscodes der Apps. Automatische Aufrufe werden am Gateway pausiert, dem Eingangstor für API-Anfragen. Das trifft auch nachgelagerte Nutzende einer Anwendung. Wurde eine App mit anderen Standorten geteilt, können auch diese Personen die Folgen spüren. Laut SmarthomeAssistent kann es sogar Nutzende erwischen, die eine Anbindung lediglich mitverwenden.

Der Developer Plan startet zunächst nur in ausgewählten Ländern. Die Fristen gelten laut Blog trotzdem für alle API-Apps, auch in Ländern ohne Plan. Dort bedeutet das eine Frist ohne buchbaren Tarif (ein Hindernislauf ohne Ziellinie). Der Business Plan ist laut Blog nicht auf bestimmte Länder beschränkt; Interessierte melden sich bei partners@smartthings.com. Samsung behält sich zudem vor, Details, Preise und Verfügbarkeit zu ändern.

Im Juni nannte Samsung noch den Oktober als Zielmonat. Der laufende Betrieb sollte laut Ankündigung vom 23. Juni zunächst nicht unterbrochen werden, freier Zugriff war bis Ende des dritten Quartals zugesagt. Neue Limits wollte Samsung erst ab Oktober 2026 anwenden. Gestartet wird nun am 4. November.

Der Developer Plan: 100.000 Aufrufe und ein paar Fußnoten

Der Developer Plan ist laut Samsung ein Pauschalbetrag pro Entwicklerkonto für selbst registrierte OAuth-Apps. Das Kontingent liegt bei bis zu 100.000 Cloud-API-Aufrufen im Monat und bis zu zehn aktiven App-Installationen.

SmartThings Developer Plan: Kontingent für mehrere Standorte unter einem EntwicklerkontoDieses Bild wurde mit KI generiertProviderhiggsfieldModellgpt_image_2_5 flare high 1k 16:9PromptCinematic photo with dramatic lighting: a dark desk at night, low angle view. In the foreground three small white smart home hubs placed apart from each other, each with a thin glowing cyan line running across the wooden desk to a single open laptop in the background. The laptop screen shows an abstract dashboard with a schematic horizontal gauge bar and the text "Developer Plan", no numbers. Strong rim light in teal and warm amber, deep shadows, light haze, shallow depth of field, moody atmosphere, no people, no hands. No watermark, no signature.
Ein Developer-Konto deckt laut Samsung mehrere Standorte und Hubs ab, solange der gesamte Cloud-Verkehr unter dem Monatslimit bleibt.

Zum Plan gehört mehr als ein Limit. Server-Sent Events (SSE) halten eine Verbindung offen, über die Samsung Änderungen aktiv meldet, statt dass ein System ständig nachfragt. Diese Schnittstelle öffnet Samsung für Developer- und Business-Abonnierende. Webhooks, also Benachrichtigungen per Web-Aufruf, gibt es weiterhin wie bisher. Das neue Developer Center bringt außerdem ein API-Dashboard mit.

Tipp: Das API-Dashboard im SmartThings Developer Center zeigt ab dem 4. November 2026 Ihren Verbrauch je App gegen die Kontingente.

Rules (Automationsregeln der Plattform) bleiben per Personal Access Token (PAT, ein persönlicher Zugangsschlüssel), in der Advanced Web App, in der Smartphone-App und über die CLI verfügbar. Über OAuth brauchen sie einen bezahlten Plan. Die CLI, ein Kommandozeilenwerkzeug für Entwickelnde, bleibt für alle nutzbar. Nur Befehle zum Anlegen und Verwalten von Cloud-API-Apps verlangen einen Plan. Geräteprofile, Edge-Treiber-Pakete und die WWST-Zertifizierung (Works with SmartThings) bleiben frei.

PATs sind laut Samsung für temporäre Tests und leichte Skripte gedacht. Dauerbetrieb ist damit nicht vorgesehen. Änderungen an der Token-Verwaltung will Samsung später mitteilen.

Home Assistant läuft lokal, der SmartThings-Weg oft nicht

Die SmartThings-Integration von Home Assistant, der quelloffenen Smart-Home-Zentrale für das eigene Netz, ist laut Dokumentation als „Cloud Push“ eingestuft, die Daten kommen also aus der Cloud. Sie läuft laut derselben Seite auf 10,4 Prozent der aktiven Installationen.

Die Dokumentation warnt bereits vor einem Pflicht-Abo: Der Zugriff brauche einen Personal Plan für 4,99 US-Dollar im Monat. Sie nennt allerdings noch den Oktober als Beginn. Für die Fristen ist laut SmarthomeAssistent Samsungs jüngere Mitteilung maßgeblich. Hackaday schrieb am 28. Juli 2026, wer SmartThings in Home Assistant eingebunden habe, sei wahrscheinlich betroffen, sobald die API ins Spiel kommt.

Im Ernst: Ein lokal laufendes Dashboard schützt Sie allein nicht. Laut SmarthomeAssistent macht eine Zentrale im eigenen Netz die Anbindung nicht automatisch lokal. Laufen Befehle weiter über Samsungs Cloud, bleibt diese Schnittstelle Teil der Verbindung. Ein Bastelprojekt im Heimnetz ist eben nur so lokal wie sein Weg zum Gerät.

Ein Forumsnutzer ohne SmartThings-Hub schilderte am 23. Juni 2026, er schiebe die Daten seiner Samsung-Geräte per App nach Home Assistant. Ein anderer hielt am 25. Juni dagegen, die Grenze zwischen Entwickelnden und Endnutzenden verschwimme. Samsung nennt als Zielgruppe des Plans nämlich auch Einzelne, die ihr persönliches Smart Home optimieren.

Ein Nutzer im Home-Assistant-Forum rechnete am 24. Juni 2026 vor, er schalte seine Heizung mit weniger als 1500 API-Aufrufen im Jahr und solle dafür 60 Dollar im Jahr zahlen. (Eine Flatrate fürs Heizungsskript fühlt sich an wie ein Jahresabo für den Lichtschalter.) Wer Home Assistant gerade erst aufsetzt, findet die Grundlagen im Einsteiger-Guide zu Home Assistant 2026.

Ein anderer Forumsnutzer schätzte am 24. Juni anhand der Installationszahlen, dass rund 196.000 Personen die SmartThings-Integration nutzen, bei etwa zwei Millionen Home-Assistant-Installationen. Eine offizielle Zahl ist das nicht.

Drei Wege durch den Dezember: zahlen, Matter oder Funkadapter

Betroffene Setups haben drei Wege: den Developer Plan buchen, Geräte per Matter lokal anbinden oder Zigbee- und Z-Wave-Geräte an einen Home-Assistant-Funkadapter umziehen. Die beiden Alternativen nennen SmarthomeAssistent und die Home-Assistant-Dokumentation.

Matter, der herstellerübergreifende Smart-Home-Standard, lässt Geräte gleichzeitig mit mehreren Steuerzentralen sprechen. Home Assistant steuert sie dann lokal, ohne dass sie aus SmartThings verschwinden müssen. Das klingt einfach, ist es aber nicht ganz: Der Funktionsumfang kann laut SmarthomeAssistent kleiner ausfallen als bei der herstellerspezifischen Anbindung. Laut Home-Assistant-Dokumentation sind manche Gerätefunktionen ohnehin nur in der SmartThings-App vorhanden und werden nicht über die API bereitgestellt. Mehr zum Standard steht in unserem Überblick Matter 2026.

Zigbee und Z-Wave sind Funkstandards für Sensoren und Schalter. Der Umzug auf einen Funkadapter kostet Einrichtungsaufwand. Beim Entfernen des Eintrags löscht Home Assistant laut Dokumentation auch dessen Geräte und Entitäten, also die zugehörigen Bedienelemente und Messwerte. Zusätzlich sollen Sie in der SmartThings-App die Home-Assistant-Anwendung löschen. Ihre Automationen müssen Sie danach anpassen.

Diese vier Schritte sortieren die Entscheidung:

  1. Öffnen Sie in Home Assistant unter Einstellungen > Geräte & Dienste die SmartThings-Integration und notieren Sie die darüber eingebundenen Geräte.
  2. Prüfen Sie je Gerät, ob eine Matter-Anbindung oder ein Funkadapter infrage kommt.
  3. Vergleichen Sie, ob die benötigten Funktionen über den neuen Weg verfügbar sind.
  4. Entscheiden Sie, ob Sie den Developer Plan buchen oder umziehen.

Das Developer Center mit Anmeldung zum Developer Plan ist laut Samsung seit dem 4. November 2026 erreichbar. Offen ist die Länderliste, die Samsung erst mit Verfügbarkeit des Plans nennen will. Entscheiden Sie bis zum 15. Dezember 2026, welchen der drei Wege Ihre Integration nimmt.

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