Der HomePod Mini 2 antwortet laut Verge-Test vom 1. November 2026 häufig in unter drei Sekunden, der erste Mini brauchte oft bis zu zehn. Siri AI, die KI-Erweiterung des Sprachassistenten und größte Neuerung, fehlt zum Verkaufsstart am 30. Oktober noch, und der Mac-Lautsprecher-Modus lief im Test nicht. Quelle ist der Zwei-Tage-Test von Jennifer Pattison Tuohy, ein vollständiger Test folgt erst mit Siri AI.
HomePod Mini 2 und Siri: Drei Sekunden statt Dauerwarteschleife, dazu weniger Geplapper
Das Tempo des HomePod Mini 2 stammt laut Verge-Test vom 1. November 2026 vom neuen Chip und vom schnelleren WLAN. Die genauen Werte stehen in der Tabelle weiter unten. Ein Taylor-Swift-Song startete nach wenigen Sekunden. Den Sieger der diesjährigen World Series nannte Siri in unter zwei Sekunden. Licht aus und Rollos auf dauerten jeweils unter drei Sekunden.
Wer seinen Lautsprecher bisher anstarrte, bis er reagierte, bekommt laut Testerin allein dafür einen Grund zum Umstieg. (Ein Lautsprecher, der länger nachdenkt als ich vor dem Lichtschalter, hat sein Existenzrecht verspielt.) Im Ernst: Bei Sprachbefehlen entscheidet das Tempo über die Akzeptanz.
Die zweite Neuerung ist Schweigen. Beim ersten Mini bestätigte Siri Smarthome-Befehle oft mit „Okay, Jen“ oder „One sec“ und einer langen Rückmeldung. Der Mini 2 führt den Befehl häufig einfach aus. Er kommentiert ihn nicht. Ganz stumm bleibt er nicht bei jeder Aktion. Die Testerin nennt den Unterschied trotzdem deutlich spürbar.
Schwere Fragen bleiben schwer. Auf die Frage, wer die US-Zwischenwahlen gewinnt, bot Siri wie gewohnt Webergebnisse auf dem iPhone an. Siri AI ist eben noch nicht da. Alle Zeiten stammen aus dem Praxistest der Verge.
Was ist neu im HomePod Mini 2? Chip, Funk und ein Mikrofon weniger
Der HomePod Mini 2 tauscht laut Verge und MacRumors vor allem die Technik im Inneren aus. Am Lautsprecher selbst änderte Apple offenbar nichts.
Die folgende Tabelle stellt die Eckdaten beider Generationen nach MacRumors vom 30. Oktober 2026 gegenüber.
| Merkmal | HomePod mini (1. Gen.) | HomePod Mini 2 |
|---|---|---|
| Chip | S5 | S10 |
| WLAN | Wi-Fi 4 | Wi-Fi 6E |
| Bluetooth | Bluetooth 5 | Bluetooth 6 |
| Mikrofone für Siri | 4 | 3 |
| US-Preis | 99 Dollar zum Start, später 129 Dollar | 149 Dollar |
Der S10 stammt laut Verge aus der Apple Watch Series 10 von 2024. Das fehlende Mikrofon ist die Fußnote der Tabelle. MacRumors hält offen, ob Nutzende den Unterschied überhaupt bemerken. Beim Preis hängt der Aufschlag vom Vergleichswert ab. TechSpot nennt 50 Dollar zum Startpreis des ersten Mini. Die Verge nennt 20 Dollar zur Vorgängerin, die auslaufen soll und zuletzt schon teurer war.
Beim Klang bleibt Apple vage. Apple verweist auf „Computational Audio“, also Klangberechnung per Software in Echtzeit. MacRumors schreibt, Apple habe eine bessere Klangqualität gegenüber dem Original nicht ausdrücklich bestätigt. Die Verge-Testerin findet den Mini 2 für seine Größe trotzdem einen sehr guten Lautsprecher. Sie lobt klare Mitten und Stimmen sowie einen ordentlichen Bass bei Bad Bunny. Zwei Stück als Stereopaar füllten ihr Büro mit Klang. Zusammen kosten sie rund 300 Dollar, für Computerlautsprecher findet sie das viel.
Als Smarthome-Zentrale ist der Mini 2 laut Verge der günstigste Weg zu einem Apple-Home-Hub mit Thread und Matter. Thread ist ein Funkprotokoll für Smarthome-Geräte, Matter ein herstellerübergreifender Standard dafür. Wie der Standard im Alltag arbeitet, steht im Beitrag So funktioniert der Matter-Standard wirklich.
Sperre für den Finger, Glow für die Oberseite, Grün fürs Auge
Die Touch-Sperre in der Home-App verhindert versehentliche Taps auf die Oberseite des HomePod. Laut Apples Support-Seite zu HomePod Software 27.2 deaktiviert sie die Touch-Steuerung, damit kein Tap Musik pausiert, Titel überspringt oder die Lautstärke ändert. Die Verge betont, dass die Sperre für alle HomePods gilt, alte wie neue. Die Testerin berichtet, sie habe nachts um drei beim Griff zum Handy die Oberseite getroffen und das Schlafzimmer beschallt. Ihr Mann war nicht begeistert.
Dieses Bild wurde mit KI generiertProviderhiggsfieldModellgpt_image_2_5 flare high 1k 16:9PromptSoft clay 3D render of a small green smart speaker with a woven fabric look, seen from a high angle looking down at its round top surface, which glows in soft multicolor light of pink, orange and blue like an album cover palette. Beside it floats a small cute clay padlock icon, symbolizing a touch lock. The speaker sits on a minimal desk with a light beige surface and a pastel mint background. Rounded, smooth, playful clay shapes, soft shadows, warm diffused lighting, gentle depth of field. No people, no text. No watermark, no signature.Tipp: Aktivieren Sie die Sperre in der Home-App, wenn der Lautsprecher neben dem Bett steht.
Sound Glow lässt die Oberseite im Takt der Musik leuchten. Die LEDs übernehmen laut Verge die Farben des Albumcovers, bei Umgebungsklängen wie Regen, Wald und Meer laufen laut Apple passende Lichtanimationen. TechSpot ergänzt, dass die Effekte vor allem auf Bässe und Höhen reagieren. Die Funktion kommt auch auf den ersten Mini und den HomePod der zweiten Generation. Die Testerin findet Sound Glow nett, aber so dezent, dass es ihr Hörerlebnis kaum verändert. Es funktioniert nur mit Apple Music und Apple Podcasts.
Beim Äußeren schwärmt die Testerin von Grün. Der tiefe Ton sei der schönste kleine Smart-Speaker, den sie kenne, und sie habe alle ausprobiert. Den lila Echo Dot Max nennt sie lustig, das blasse Grün des Google Home Speaker elegant. Das Kabel ist sehr hellgrün, fast weiß. Das Logo am Sockel ist jetzt geprägt statt gedruckt. Rosa ist hübsch, aber sehr blass, und das Blau gleicht dem der ersten Generation. Schwarz gefällt vielen. Weiß sollten Sie nur wählen, wenn Sie regelmäßig Staub wischen.
Der Mac-Lautsprecher-Modus: Klingt einfach, ist es aber nicht
Der Mac-Lautsprecher-Modus des HomePod Mini 2 ließ sich im Verge-Test nicht aktivieren. Er soll den Lautsprecher als Standardausgabe eines Macs festlegen, über eine „responsive und dauerhafte AirPlay-Verbindung“ (AirPlay ist Apples Funkstandard für Audio). Das klappt laut Apple mit einem einzelnen Lautsprecher oder einem Stereopaar. Der große HomePod der zweiten Generation beherrscht es ebenfalls. Der Mac muss laut MacRumors Wi-Fi 6E oder neuer unterstützen.
Die Testerin erfüllte alle Voraussetzungen: ein Mac mini mit M4-Chip, macOS 27.2 in der öffentlichen Version und HomePod Software 27.2. Trotzdem bot der Ton-Bereich der Systemeinstellungen keine Option, einen HomePod per AirPlay als Standardausgabe zu wählen. Der Mini erschien wie jeder andere AirPlay-Lautsprecher. Dazu kamen die üblichen AirPlay-Macken: gelegentliche Artefakte, Aussetzer und Verzögerungen bei Systemtönen. Nach einem Mac-Neustart fiel die Ausgabe auf die eingebauten Lautsprecher zurück. Dasselbe passierte, sobald sie Siri am Lautsprecher aktivierte. Ein Stereopaar verhielt sich genauso.
Laut 9to5Mac sollte der Mini bei aktivierter Funktion in den Systeminformationen als Standardausgabe erscheinen. Außerdem sollte unter „Play sound effects through“ im Ton-Bereich eine Option auftauchen. Beides fehlte. Die Testerin setzte beide Lautsprecher komplett zurück, nachdem sie ab Werk auf 27.2 aktualisiert hatten. Sie sah zudem Berichte anderer über dasselbe Problem. Apple hatte auf ihre Anfrage bis zum 1. November nicht geantwortet.
Wer die Funktion selbst prüfen will, geht die Voraussetzungen in dieser Reihenfolge durch:
- Prüfen Sie, ob Ihr Mac Wi-Fi 6E oder neuer unterstützt.
- Installieren Sie macOS 27.2 auf dem Mac und HomePod Software 27.2 auf dem Lautsprecher.
- Öffnen Sie in den Systemeinstellungen den Bereich „Ton“.
- Suchen Sie dort nach der Option „Play sound effects through“ und in den Systeminformationen nach dem Mini als Ausgabegerät.
Auf dem Apple-Event am 13. Oktober sah das noch anders aus. Dort liefen laut Verge die Effekte in Angry Birds synchron zu den Splat-Geräuschen von zwei Minis. Im Heimbüro der Testerin wirkt die Funktion dagegen unfertig, obwohl sie viel Potenzial sieht. (Ein Bastelprojekt, wo ein Klick stehen sollte, hilft am Schreibtisch niemandem.)
Siri AI, Surround und HomeView: Was Apple noch nachliefern muss
Siri AI für den HomePod Mini 2 liefert Apple laut Ankündigung vom 13. Oktober 2026 erst mit einem späteren Software-Update. Die Verge nennt als Sprache Englisch in den USA, Großbritannien, Kanada, Australien, Neuseeland, Singapur, Südafrika und Indien. Für persönliche Anfragen, etwa zu Kalender und Nachrichten, braucht es ein iPhone mit Apple Intelligence (Apples KI-Funktionen), also mindestens ein iPhone 15 Pro. Bestehende Minis bekommen Siri AI laut Apple nicht.
In dieser Länderliste fehlt die EU. Wie es hierzulande aussieht, steht im Beitrag Siri AI fehlt iPhones in der EU auch mit iOS 27.2. Die Verge merkt an, dass Siri AI auf dem neuen Apple TV 4K noch in der Beta steckt. Ihr Urteil: Apples Sprachassistent sei offenbar noch nicht reif.
Der zweite offene Posten ist Surround. Bis zu vier Mini 2 lassen sich mit dem neuen Apple TV 4K koppeln, das laut Verge 299 Dollar kostet. Apple verlangt laut Support-Seite passende Paare vorn und hinten, entweder Mini 2 oder große HomePods der zweiten Generation. Die Lautsprecher kalibrieren sich laut Verge automatisch zum Raum und zueinander.
Daneben steht das Smart Display HomeView für 299 Dollar. Es ist ebenfalls ein Home-Hub, der Bildschirm bringt laut Verge aber mehr Funktionen. MacRumors führt als Starttermin den 13. November 2026. Was das Gerät kann und voraussetzt, steht im Beitrag Was kann Apple HomeView, und was setzt es voraus?
Offen bleibt vor allem der Zeitpunkt, denn Apple nennt für Siri AI nur „später“. Die Verge-Testerin will nach dem Start von Siri AI einen vollständigen Test veröffentlichen und den Mac-Befund ergänzen, sobald Apple antwortet. Wer wegen des Mac-Modus kaufen will, liest vorher diesen Test und geht die Schritte aus der Liste erneut durch.





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