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Tidal verlangt von Bestandskunden eine ausdrückliche Zustimmung

Tidal verlangt von Bestandskunden in Deutschland eine Zustimmung zum neuen Abopreis. Ohne Reaktion endet das Abo zum ersten Abrechnungsdatum am oder nach dem 19. November. Welche Folgen Zustimmen, Ablehnen und Nichtstun haben und was Gerichte zu Preisklauseln entschieden haben.

Smartphone mit Musik-App, auf dem eine Nachricht von Tidal zum neuen Abopreis erscheintDieses Bild wurde komplett mit KI generiertProviderhiggsfieldModellgpt_image_2PromptHand holding a smartphone in a cozy living room, the screen showing an abstract music streaming app with a generic notification card, headphones on the sofa beside it, soft morning light. Photorealistic editorial magazine photo, 16:9. Absolutely no text, no letters, no numbers, no logos, no brand marks.
Wer bei Tidal nicht zustimmt, verliert das Abo zum Stichtag (Symbolbild)

Wer dem neuen Preis nicht zustimmt, verliert sein Tidal-Abo: Laut der Tidal-Hilfeseite für Deutschland (aktualisiert am 20. Oktober 2026) gilt der neue Preis nach Zustimmung ab dem ersten Abrechnungsdatum am oder nach dem 19. November 2026. Wer ablehnt oder gar nicht reagiert, dessen Abo endet an diesem Datum automatisch. Bis dahin bleibt der Zugang bestehen.

Stellen Sie sich vor, die Mail von Tidal landet im Spam-Ordner. Sie hören wochenlang weiter Ihre Playlists, nichts wirkt anders. Dann kommt das Abrechnungsdatum, und die Musik ist weg. Wer nicht reagiert, hat dem neuen Preis nicht zugestimmt, und das Abo endet automatisch am ersten Abrechnungsdatum ab dem 19. November 2026.

Das schreibt Tidal den Bestandskunden in Deutschland

Auf der Hilfeseite „Aktualisierung des Abonnementpreises – Deutschland“ erklärt Tidal das Vorgehen. Die Seite wurde am 20.10.2026 aktualisiert. Bestandskunden, also Menschen, die schon ein laufendes Abo haben, müssen dem neuen Preis ausdrücklich zustimmen. Das Unternehmen ändert den Preis also nicht einfach still im Hintergrund.

Der Unterschied ist wichtig. Bei einer stillschweigenden Verlängerung läuft ein Abo weiter, wenn niemand etwas tut. Hier ist es umgekehrt: Ohne Ihre Zustimmung gilt der neue Preis nicht, und das Abo endet.

Was das Abrechnungsdatum bedeutet

Entscheidend ist ein Begriff: das Abrechnungsdatum. Das ist der Tag, an dem Ihr Abo regulär verlängert und bezahlt wird. Maßgeblich ist das erste Abrechnungsdatum am oder nach dem 19. November 2026. Der 19. November 2026 ist ein Donnerstag.

dm-Rechnung (hypothetisch): Angenommen, Ihr Abo wird immer am 5. eines Monats abgerechnet. Der 5. November liegt vor dem Stichtag, also zählt erst der 5. Dezember. Bis dahin bleibt alles wie gewohnt.

Ein zweiter, ebenfalls hypothetischer Fall: Die Abrechnung läuft immer am 19. Der 19. November liegt genau auf dem Stichtag, und „am oder nach“ schließt diesen Tag ein. Dann zählt also bereits der 19. November.

Ein dritter hypothetischer Fall: Abrechnung am 28. Das erste Datum nach dem Stichtag ist dann der 28. November. Ihr tatsächliches Datum finden Sie in Ihren Kontodaten, die Beispiele dienen nur der Orientierung.

Was bei Zustimmung und ohne Reaktion gilt

Bei Zustimmung gilt ab diesem Abrechnungsdatum der neue Preis. Wer ablehnt oder nichts unternimmt, dessen Abo endet am selben Datum automatisch. Der Zugang bleibt bis dahin erhalten, Sie verlieren also nichts im Voraus.

Wie hoch der neue Preis ausfällt, nennt die Hilfeseite nicht als einzelne Zahl. Tidal schreibt, die Preise „variieren je nach Abo“.

Zustimmen, ablehnen oder nichts tun

Es gibt drei Wege, und sie führen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Welcher passt, hängt davon ab, wie wichtig Ihnen das Abo im Alltag ist.

Zustimmen

Stellen Sie sich vor, Sie nutzen Tidal täglich auf dem Weg zur Arbeit und möchten keine Unterbrechung. Dann ist die Zustimmung der direkte Weg. Sie behalten Ihr Abo, und der neue Preis gilt ab dem ersten Abrechnungsdatum am oder nach dem 19. November 2026. Bis dahin ändert sich an der Abrechnung nichts.

Auch nach einer Zustimmung sind Sie nicht gebunden. Wer später doch nicht mehr will, kann über account.tidal.com/subscription/cancel kündigen. Kündigung und Widerruf eines Streaming-Abos sind dabei zwei verschiedene Wege.

Ablehnen

Vielleicht finden Sie den neuen Preis zu hoch und lehnen ab. Dann behalten Sie den Zugang bis zum Abrechnungsdatum und können Ihre Musik bis dahin ganz normal hören. Danach endet das Abo automatisch.

Die Ablehnung ist nicht endgültig: Tidal erlaubt es, noch zuzustimmen, solange das Abo nicht abgelaufen ist. Wer sich unsicher ist, verbaut sich also nichts.

Nichts tun

Nehmen wir an, die Mail geht im Posteingang unter, weil gerade Urlaub ist. Auch ohne Reaktion endet das Abo am genannten Datum automatisch. Schweigen gilt also nicht als Zustimmung. Die Folge ist dieselbe wie bei einer Ablehnung: Der Zugang besteht bis zum Abrechnungsdatum, dann ist Schluss.

Was unverändert bleibt

Das DJ-Abo ist von der Preisaktualisierung nicht betroffen. Laufende Testzeiträume laufen ebenfalls weiter. Wer gerade eine Testphase nutzt, muss deshalb nicht hektisch handeln.

dm-Einordnung: Ein einfacher Ablauf ist, zuerst die Mitteilung zu suchen, dann den Tarif im Konto zu prüfen und erst danach zu entscheiden. Wer ohnehin zu einem anderen Dienst wechseln will (Angebote und Funktionen stehen im Vergleich von Musik-Streamingdiensten), kann die Nichtreaktion bewusst nutzen, sollte aber vorher Playlists und Favoriten sichern, soweit der Dienst das erlaubt.

Abo über Apple oder Google abgeschlossen

Tidal: iOS 27.2 Siri: Nutzerin liest zu Hause auf dem iPhone, Smart Speaker im HintergrundDieses Bild wurde komplett mit KI generiertProviderhiggsfieldModellgpt_image_2PromptYoung woman at a kitchen table with a laptop and a smartphone, looking thoughtfully at a subscription settings screen with abstract toggles, a calendar on the wall in soft focus, warm natural light. Photorealistic editorial magazine photo, 16:9. Absolutely no text, no letters, no numbers, no logos, no brand marks.
Siri-Funktionen im Alltag (Symbolbild)

Wer sein Tidal-Abo über Apple oder Google abrechnet, bekommt die Mitteilung laut Tidal über die jeweilige Plattform. Wie dort zugestimmt oder abgelehnt wird, beschreibt die Hilfeseite nicht.

Was heißt „über die Plattform abgerechnet“? Es bedeutet, dass nicht Tidal selbst von Ihrer Karte oder Ihrem Konto abbucht, sondern Apple oder Google. Sie haben das Abo vielleicht einmal in der App gebucht, per Fingerabdruck bestätigt und seitdem nie wieder darüber nachgedacht. Die Rechnung kommt dann vom Plattformbetreiber.

Ein hypothetisches Beispiel: Jemand hat Tidal vor Jahren auf dem iPhone gebucht und liest nie Mails von Tidal. Die Zahlungen laufen im Hintergrund über die Apple-ID. Laut Tidal kommt die Mitteilung in diesem Fall über die Plattform, also über Apple, und nicht als Mail von Tidal.

dm-Einordnung: Prüfen Sie in den Abo-Einstellungen Ihres Apple- oder Google-Kontos, ob Tidal dort als aktives Abo steht. Ist es dort gelistet, zahlen Sie über die Plattform. Taucht es nicht auf, liegt die Abrechnung vermutlich direkt bei Tidal, und der Blick in die Kontoeinstellungen auf tidal.com oder in die Zahlungsbelege klärt es.

Warum Streamingdienste um Zustimmung bitten

Dass Tidal Zustimmung einholt, passt zu einer Rechtsentwicklung, die der-medien-blog.de am 22. Oktober 2026 beschreibt. Die folgende Einordnung stammt aus diesem Blog, nicht aus den Urteilstexten, und ist keine Rechtsberatung.

Laut dem Blog erklärte das Kammergericht Berlin im November 2023 einseitige Preisanpassungsklauseln von Netflix und Spotify für unwirksam; das Urteil ist rechtskräftig. Eine solche Klausel ist eine Vertragsregel, mit der ein Anbieter den Preis allein anpassen darf, ohne dass Kundschaft zustimmt.

Dazu kommt der Bundesgerichtshof. Der Blog berichtet über das Urteil vom 1. Oktober 2026, einem Donnerstag, mit dem Aktenzeichen III ZR 205/25 zu Amazon Prime. Dort ging es um eine Erhöhung von 69 auf 89,90 Euro; diese Zahlen nennt der Medien-Blog. Die Begründung gibt der Blog nach Stiftung Warentest wieder. Ein generelles Verbot von Preisklauseln hat der BGH laut Blog „nicht ausgesprochen“. dm-Einordnung: Das Urteil ist demnach kein Verbot von Preiserhöhungen.

Über mögliche Rückzahlungen verhandelt laut Blog das Oberlandesgericht Hamm, wo die Sammelklage des Verbraucherzentrale Bundesverbands NRW anhängig ist; der Medien-Blog ordnet die Urteile im Zusammenhang mit Tidal ein.

Bevor der 19. November kommt

Tidal verlangt Ihre ausdrückliche Zustimmung, und bis zum Abrechnungsdatum läuft Ihr Abo wie gewohnt weiter. dm-Einordnung: Eine Entscheidung am ersten Tag nach der Mitteilung ist deshalb nicht nötig.

dm-Einordnung: Suchen Sie die Tidal-Mail auch im Spam-Ordner, und schauen Sie in den Abo-Einstellungen von Apple oder Google nach, falls Sie dort gebucht haben. Notieren Sie sich Ihr Abrechnungsdatum, am besten mit einer Erinnerung im Kalender. Überlegen Sie vorher in Ruhe, ob Tidal Ihnen den neuen Preis wert ist.