Amazon liefert das Alexa Tablet 12 Pro als offenes Android-Tablet mit Google Play Store, Aluminiumgehäuse und mattem 120-Hz-Display aus. Das matte Nanomatte-Display kostet Aufpreis, das Testmodell mit 16 GB RAM und 256 GB Speicher bringt es aber immer mit. So steht es im Test von ComputerBase vom 6. November 2026.
Play Store statt Amazon-Gehege: Das Tablet öffnet das Gartentor
Das Alexa Tablet 12 Pro läuft laut ComputerBase mit Android 16 und hat den Google Play Store vorinstalliert. Wer es kauft, ist damit nicht mehr auf das limitierte Angebot von Amazons eigenem AppStore angewiesen. Das ist ein Kurswechsel. Bisher setzte Amazon laut ComputerBase auf ein geschlossenes System mit eigenen Diensten und möglichst günstige Hardware. Jetzt öffnet sich die Software, und die Technik kommt laut Redaktion zu einem fairen Preis.
Als Auslöser nennt ComputerBase eine einzige Person: Panos Panay, den früheren Chef der Microsoft-Surface-Sparte. Er ist vor fast drei Jahren zu Amazon gewechselt. Der Wandel „dürfte“ auf ihn zurückzuführen sein, schreibt die Redaktion. Das bleibt eine Vermutung der Tester. (Dass ausgerechnet Amazon den Play Store durchwinkt, hätte ich nicht erwartet.)
Neben dem Alexa Tablet 12 Pro bietet Amazon die Modelle 11 und 8 an. Das 12-Zoll-Modell gibt es laut ComputerBase mit und ohne Nanomatte-Display. Wie die neue Reihe insgesamt aufgestellt ist, beschreibt unser Beitrag zu den Alexa Tablets mit Google Play.
Auch der KI-Assistent zieht ein. Alexa+ mit Bildschirmanalyse kommt laut ComputerBase aufs Tablet, und die Tastatur hat eine eigene Alexa-Taste. Was der Assistent sonst kann, steht in unseren sieben Fakten zu Alexa Plus.
Aluminium statt Plastikbomber: Gehäuse, Tastatur und Stift im Check
Das Alexa Tablet 12 Pro steckt in einem Aluminium-Unibody-Gehäuse, also in einem Rahmen aus einem Stück Metall. Damit unterscheidet es sich laut ComputerBase eklatant von älteren Amazon-Tablets. Die Maße betragen 270,8 × 183,9 × 6,5 mm, das Gewicht 550 Gramm. Die Redaktion lobt gefräste Lautsprecherausgänge, minimale Spaltmaße und Metalltasten mit sehr gutem Druckpunkt. Optisch erinnert das Ganze an ein iPad. Vor der Konkurrenz muss sich Amazon damit nicht mehr verstecken. Noch dünnere Geräte finden Sie in den Gadget-Highlights vom MWC 2026.
Eine Macke bleibt. Die herausstehende Kamera lässt das Gerät ohne Hülle leicht kippeln. Das passiert laut ComputerBase nur, wenn man ganz links unten oder ganz rechts oben aufs Gehäuse tippt. Das Gerät ist nach IP52 zertifiziert, einer Schutzklasse gegen Staub und Wasser. Es ist staubgeschützt und bietet Schutz gegen fallendes Tropfwasser, solange das Gehäuse bis zu 15 Grad geneigt ist. Vor starkem Spritzwasser, Wasserstrahlen oder Untertauchen schützt IP52 nicht.
Das Zubehör besteht aus zwei Teilen. Das Cover für die Rückseite dockt magnetisch an und bringt einen Kickstand mit. Die Tastatur gehört an die Vorderseite. Der Kickstand will anfangs mit Nachdruck aufgestellt werden, weil der Widerstand am Knick laut ComputerBase hoch ist. Wer zu zaghaft ist, bekommt einen zu steilen Winkel. Dann lastet zu wenig Gewicht auf dem Kickstand, und er klappt wieder ein. (Das Cover beweist, dass mehr Kraft manchmal wirklich mehr hilft.) Die Magnetkraft ist gut gewählt: Das Cover hält zuverlässig und löst sich beim Aufstellen nicht ab.
Tipp: Wer nur lesen oder surfen will, kann das Tablet mit dem Cover samt Kickstand allein nutzen.
Die Tastatur dockt im Querformat magnetisch am unteren, schmalen Rahmen an. Sie verbindet sich über vier Pins mit den Kontakten am Tablet. Diese physische Verbindung ist Voraussetzung, abgenommen lässt sich die Tastatur nicht benutzen. Das Touchpad ist angenehm breit, aber etwas schmal. Im unteren Bereich lässt es sich tatsächlich drücken. In den Android-Einstellungen können Sie die Scrollrichtung umkehren und die Zeigergeschwindigkeit anpassen. Solche Optionen vermisst ComputerBase bei Huawei-Tablets immer wieder. Klappen Sie das Tastatur-Cover auf, schaltet sich das Display ein. Beim Schließen geht es aus. Mit Tastatur öffnen Sie mehrere Fenster nebeneinander, etwa E-Mails und Websites.
Der Eingabestift ist ein aktiver USI-2.0-Stift mit 4.096 Druckstufen und Neigungserkennung. USI steht für Universal Stylus Initiative, einen Herstellerstandard für Stifte. Der Stift hält magnetisch in einer Mulde an der Oberseite des Tablets und lädt dort kabellos. Schon leicht über dem Display löst er einen Hover-Effekt auf Schaltflächen und Symbolen aus. Im Direktvergleich mit dem M-Pencil Pro von Huawei auf einem PaperMatte-Display gleitet der Amazon-Stift etwas schlechter. Huawei bietet weniger Reibung, vor allem bei stärker geneigtem Stift. Besser als auf einem spiegelnden iPad mit Apple Pencil fühlt sich Amazons Lösung laut ComputerBase aber trotzdem an.
Nanomatte statt Spiegelkabinett: Das Display im Test
Das Alexa Tablet 12 Pro hat ein 12-Zoll-Display mit 2.800 × 1.840 Pixeln, das sind 280 ppi (Pixel pro Zoll). Die Bildwiederholrate beträgt 120 Hz, also 120 neue Bilder pro Sekunde. Laut Amazon erreicht es bis zu 500 nits (cd/m²) Spitzenhelligkeit, das Seitenverhältnis liegt bei 3:2. Kleiner Text wird laut ComputerBase hervorragend dargestellt. Die matte Oberfläche mindert die Schärfe nicht sichtbar.
Dieses Bild wurde mit KI generiertProviderhiggsfieldModellgpt_image_2_5 flare high 1k 16:9Promptflat vector illustration, side-view schematic comparing two screens. On the left a glossy tablet screen acts like a mirror, showing a harsh bright reflection of a ceiling lamp and a window as sharp white shapes. On the right a matte tablet screen, labeled "Nanomatte", scatters the same light into soft diffuse arrows, leaving the dark-mode interface with crisp small text lines clearly readable. Simple stylized lamp and window above both screens, light rays drawn as thin yellow lines, no numbers, no charts values. Calm palette of navy, slate gray, cream and warm yellow accents, minimal shadows, wide horizontal composition, no people, no hands. No watermark, no signature.Das Seitenverhältnis von 3:2 überzeugt im Test, weil die größere Höhe beim Surfen und Arbeiten mehr Inhalt zeigt. Amazon setzt nur beim 12 Pro darauf. Das Modell 11 nutzt 16:10, das Modell 8 dagegen 5:3. Der Darkmode ist ab Werk dauerhaft eingeschaltet. Das Panel ist ein IPS-LCD, also eine Flüssigkristallanzeige, die anders als OLED ihr Schwarz nicht über ausgeschaltete Bildpunkte erzeugt. ComputerBase vermutet, dass Amazon den Darkmode bewusst gewählt hat, weil er die Darstellung des matten Displays verbessert.
Das Nanomatte-Display setzt auf eine geätzte Blendschutztechnologie. Mit Corning hat Amazon laut ComputerBase ein Photolithografie-Verfahren entwickelt. Es ätzt eine pixelgenaue Textur auf Subpixel-Ebene ins Glas. Subpixel sind die einzelnen Farbpunkte eines Pixels. Details und Farbtreue sollen so erhalten bleiben. Matt klingt einfach, ist es aber nicht.
Im Test streut das Display helle Lichtquellen aus normaler und größerer Entfernung hervorragend, es zeigt dann keine Reflexionen. Eine helle Lichtquelle direkt am Display bricht es schlechter, hier hat Huaweis PaperMatte-Display leichte Vorteile. Farben und Schärfe leiden laut ComputerBase kaum unter der matten Darstellung. Zur Variante ohne Nanomatte-Beschichtung kann die Redaktion kein Urteil fällen.
Die Tabelle zeigt die Messwerte von ComputerBase für das Display des Testmodells.
| Messgröße | Wert | Referenz |
|---|---|---|
| Maximale Helligkeit | 612 cd/m² | Herstellerangabe 500 cd/m² |
| Minimale Helligkeit | 2 cd/m² | – |
| Farbtemperatur | 6.410 Kelvin | Optimum 6.500 Kelvin |
| Schwarzwert | 0,324 cd/m² | bei maximaler Helligkeit |
| Kontrast | 1.889:1 | OLED-Modelle 10.000:1 |
Amazon übertrifft sein eigenes Versprechen. Den Spitzenwert hält das Gerät laut ComputerBase problemlos bei vollflächiger Darstellung in SDR und HDR. Bei geringerem Weißanteil wird es allerdings nicht heller. Aktuelle OLED-Tablets schaffen deutlich mehr, etwa das Huawei MatePad Pro 12″ (2026) mit 1.024 cd/m² oder das Samsung Galaxy Tab S11 mit 952 cd/m². Für ein IPS-Panel nennt ComputerBase den Wert dennoch gut. Beim Schwarz liegt OLED klar vorn, weil dort ein schwarzer Bildpunkt schlicht ausgeschaltet ist. Dass das matte OLED-Display des Huawei MatePad Pro 12″ insgesamt besser ist, steht laut Test außer Frage. Es kostet aber rund das Doppelte. (Im Ernst: Ein mattes 120-Hz-Panel fühlt sich in dieser Preisklasse fast wie Schummeln an.)
Dimensity 8400: obere Mittelklasse mit Luft nach oben
Im Alexa Tablet 12 Pro arbeitet der MediaTek Dimensity 8400, ein in 4 nm gefertigtes SoC. Ein SoC (System-on-a-Chip) vereint Prozessor, Grafik und weitere Einheiten auf einem Chip. ComputerBase sieht das Gerät in der oberen Mittelklasse.
Der Chip hat acht CPU-Kerne vom Typ Arm Cortex A725 mit bis zu 3,25 GHz. Die Grafikeinheit Arm Mali-G720 besitzt sieben Kerne, dazu kommt eine NPU, also eine Einheit für KI-Berechnungen. Gegenüber bisherigen Amazon-Tablets bringt das deutlich mehr Leistung. Amazon selbst nennt eine dreifache Prozessorleistung und eine neunfache GPU-Leistung. Im Testmodell stehen 16 GB RAM bereit. Der Arbeitsspeicher ist immer LPDDR5X. Beim Speicher hängt der Typ von der Größe ab: Die kleinere Variante nutzt UFS 3.1, die Variante mit 256 GB nutzt UFS 4.0. UFS steht für Universal Flash Storage.
Die Tabelle stellt 3DMark-Ergebnisse, also Grafik-Benchmarks in Punkten, ausgewählten Konkurrenzgeräten gegenüber, höhere Werte sind besser.
| Gerät | Wild Life Extreme | Wild Life |
|---|---|---|
| Apple iPad Pro 13″ (2025) | 11.175 | 46.470 |
| Samsung Galaxy Tab S11 | 6.317 | 23.507 |
| Samsung Galaxy Tab S9 Ultra | 3.872 | 14.698 |
| Amazon Alexa Tablet 12 Pro | 3.164 | 11.334 |
| Xiaomi Pad 6S Pro | 3.006 | 11.309 |
| Apple iPad (2025) | 2.535 | 10.603 |
| Huawei MatePad Pro 12″ (2026) | 2.426 | 10.362 |
| Amazon Fire Max 11 | 310 | 1.085 |
Das Gerät landet in beiden Tests im Mittelfeld. Das Xiaomi Pad 6S Pro liegt fast gleichauf. Das iPad Pro und das Galaxy Tab S11 sind deutlich schneller, das Samsung-Modell erreicht im Wild-Life-Test mehr als das Doppelte. Das iPad (2025) bleibt dahinter. Amazons eigene Fire-Geräte liegen weit abgeschlagen, das Fire HD 8 stürzte im Extreme-Test sogar ab. (Für Spiele bieten Apple und Samsung die stärkeren Chips.)
Verschenkt wird nichts: Preise, Zubehör und offene Punkte
Amazon verlangt für das Alexa Tablet 12 Pro je nach Ausstattung unterschiedliche unverbindliche Preisempfehlungen (UVP), und Tastatur sowie Stift kosten extra. Die Variante mit Nanomatte-Display liegt laut ComputerBase über dem Preis der Variante ohne Beschichtung.
Die kurze Version: Mit 16 GB RAM und 256 GB Speicher gibt es das Gerät laut ComputerBase immer mit Nanomatte-Display. Tastatur und Stift sind exklusiv fürs 12 Pro gedacht. Das Set aus Tablet, Tastatur und Stift vermarktet Amazon als Produktivitätsbundle. „Nur verschenken kann auch Amazon solche Hardware eben nicht“, schreibt die Redaktion.
Offen bleibt die Akkulaufzeit. Der Akku fasst 9.000 mAh und lädt mit 27 Watt, was er im Alltag durchhält, misst ComputerBase in einem eigenen Kapitel des Tests. Dort geht es auch um die Kameras, die als übersättigt gelten.





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