Ja, das erste Foldable von Apple überzeugt: ComputerBase wertet das iPhone Duo in seinem Test vom 30. Oktober 2026 als gelungene erste Generation. In manchen Punkten bleibt laut Test noch Luft nach oben. Außerdem hat Apple laut ComputerBase-Meldung vom 26. Oktober 2026 ein Problem mit dem Innendisplay bei einer „kleinen Anzahl“ von Geräten bestätigt.
Das erste Foldable von Apple kostet ab 2.299 Euro
Das iPhone Duo startet in Deutschland mit 256 GB Speicher für 2.299 Euro, wie Apple im Onlineshop angibt. Für 512 GB zahlen Sie 2.549 Euro, für 1 TB 3.049 Euro und für 2 TB 3.799 Euro. Zur Wahl stehen laut ComputerBase die Farben Sternenweiß und Nachthimmel, also Weiß und Dunkelblau.
Gemessen an der UVP, der unverbindlichen Preisempfehlung, kostet es laut ComputerBase 300 Euro mehr als das Galaxy Z Fold 8. Dieses Konkurrenz-Foldable von Samsung beleuchten wir im Überblick zum Samsung Galaxy Z Fold 8.
Apple hat das Gerät am 9. September 2026 vorgestellt. Die Vorbestellung begann am 16. Oktober, die Auslieferung am 23. Oktober, so steht es in der Pressemitteilung von Apple. Die Eckdaten zum deutschen Start fassen wir in unserem Beitrag zu Preis und Vorbestellung zusammen.
Wer jetzt direkt bei Apple bestellt, wartet laut ComputerBase bis Ende Januar auf die Lieferung. Das gilt unabhängig von der Speichergröße. Das ist ziemlich lang für ein Gerät, das erst seit dem 23. Oktober ausgeliefert wird.
John Ternus, Apples CEO, nennt das Gerät in der Pressemitteilung die größte Veränderung am iPhone seit dem Original. ComputerBase sieht bei Design und Bedienung die größten Veränderungen seit dem ersten Modell vor bald 20 Jahren.
Rahmen und Scharnierabdeckung bestehen laut ComputerBase aus Titan. Eine Gehäusehälfte misst 5,2 mm und ist damit dünner als das 5,64 mm dünne iPhone Air. Zugeklappt kommt das iPhone Duo auf 11,3 mm.
Aufgeklappt nennt Apple es das dünnste iPhone aller Zeiten. ComputerBase hält das für etwas zu viel Marketing, weil man das Gerät meist geschlossen trägt. Mit 254 g ist das Foldable das schwerste Smartphone von Apple, 5 g mehr als das iPhone 18 Pro Max.
Beim Foldable fällt die Verarbeitung laut ComputerBase exzellent aus: Nichts klappert oder wackelt, alle Tasten klicken satt. Die 254 g treffen auf eine Fläche von 117,8 × 84,1 mm (Höhe × Breite), deshalb wirken sie schwerer.
Foldables sind laut ComputerBase inzwischen etabliert, bedienen im Vergleich zu normalen Smartphones aber weiter eine Nische. Apple kommt sieben Jahre nach dem Samsung Galaxy Fold. Dessen Marktstart musste im Frühjahr 2019 wegen Displayschäden auf den Herbst verschoben werden.
Touch ID, Dock rechts, runde Statusanzeige: Die Bedienung ändert sich krass
Das Foldable von Apple weicht bei der Bedienung an mehreren Stellen von allen bisherigen iPhones ab, wie ComputerBase beschreibt. Die Lautstärketasten sitzen jetzt oben im Gehäuse. Die Aktionstaste ist gestrichen, die Kamerasteuerung bleibt.
Touch ID, der Fingerabdrucksensor, ersetzt beim iPhone Duo Face ID. Laut ComputerBase wollte Apple nicht beide Displays mit den Sensoren für Face ID bestücken.
Im Alltag ist Touch ID ein Rückschritt, weil es beim Bezahlen mit Apple Pay und beim Zugriff auf Passwörter langsamer und aufwendiger ist. Für 2.299 Euro hätte ich trotzdem gern Face ID gesehen (ja, wirklich).
Gut gelöst ist die leicht hervorstehende Seitentaste, den Sensor finden Sie easy blind. Entsperren geht auf zwei Wegen: Auflegen und nach oben wischen, oder nur Auflegen und kurz warten. ComputerBase bevorzugte im Test die zweite Variante und empfiehlt, beide Daumen und Zeigefinger zu registrieren.
Beide Displays haben das Format 1,4:1. Das Außendisplay misst 5,4 Zoll und bietet laut Apple 90 Prozent der Fläche eines iPhone 18 Pro. Das Innendisplay misst 7,6 Zoll und hat laut ComputerBase 50 Prozent mehr Fläche als das iPhone 18 Pro Max.
Das Dock mit bis zu vier Apps wandert an den rechten Rand. Das erfordert laut ComputerBase Umgewöhnung: Im Test startete mehrfach versehentlich eine App aus der untersten Homescreen-Reihe. Bei geöffneten Apps liegen die wichtigsten Bedienelemente ebenfalls im rechten Streifen.
Das klappt nur, wenn Entwickelnde ihre Apps für das Foldable angepasst haben. Bei vielen Apps ist das laut ComputerBase der Fall, bei Weitem aber nicht bei allen. Google Maps lässt den Bereich noch leer.
Apple nennt in der Pressemitteilung Netflix, Zoom und Slack als Beispiele für angepasste Apps. Laut ComputerBase gibt es zudem eine neue App-Store-Kategorie für das Foldable.
Die Statusleiste mit Mobilfunk, WLAN und Akku steckt in einem kreisrunden Symbol unter der Selfie-Kamera. Ein Tipp darauf öffnet das Kontrollzentrum. Die Wischgeste für Siri AI gibt es in Deutschland laut ComputerBase nicht.
Laut Apple-Fußnote vom 15. Oktober 2026 steht Siri AI zunächst nicht in der EU bereit. Wie Sie mit dem Warten auf Siri AI bei Zubehör umgehen, behandelt unser Beitrag zu den AirPods 5 mit ANC.
Auf dem Außendisplay wird der Platz für Inhalte knapp. Bei Messengern nimmt die Tastatur laut ComputerBase fast den halben Bildschirm ein. Auch Webseiten haben nur wenig Fläche.
Dafür passen Fotos im Format 4:3 fast exakt auf das Display. Videos im Format 16:9 enden genau unter der Frontkamera, die dadurch nicht ins Bild ragt. Der Homescreen fasst wie bei anderen iPhones sechs Apps in der Höhe und vier in der Breite.
Das matte Innendisplay: weniger Spiegelungen, etwas weniger Kontrast
Das 7,6 Zoll große Innendisplay des iPhone Duo trägt eine Nanotextur-Beschichtung, die laut Apple Blendeffekte und Spiegelungen verringert. Gemeint ist eine matte Polymer-Deckschicht mit mikroskopisch feiner Oberfläche, die einfallendes Licht streut. Von allen bislang verfügbaren Foldables anderer Anbieter setzt sich das Gerät damit laut ComputerBase ab.
Dieses Bild wurde komplett mit KI generiertProviderhiggsfieldModellflux_2 pro 1k 16:9PromptA hand holds a foldable smartphone half open in side view, with the back of the device facing the camera, inside a bright modern café. In the blurred background stand a green plant and a large window with daylight. Photorealistic style image. Mood: relaxed, friendly and everyday. Avoid: watermark, signature, blurry, low quality, distorted, deformed.ComputerBase bestätigt den Effekt: Praktisch keine Spiegelungen entstehen. Dafür sinkt der Kontrast, je nach Umgebungslicht. In heller Umgebung hängt ein leichter Schleier über dem Bild, und Schwarz wirkt dunkelgrau.
In dunkler Umgebung fällt das kaum auf, dann bleibt Schwarz schwarz. Zudem neigt das matte Panel laut ComputerBase zu Schlieren, je nach Inhalt und Winkel.
Innen löst das Display mit 1.878 × 2.670 Pixeln bei 430 ppi auf, das steht für Pixel pro Zoll. Das Außendisplay kommt auf 1.398 × 2.034 Pixel bei 460 ppi. Die Nanotextur nimmt dem Innendisplay minimal Schärfe, der Unterschied ist laut ComputerBase sehr gering.
Bei der Helligkeit gibt Apple 1.000 cd/m² typisch an, cd/m² steht für Candela pro Quadratmeter. Hinzu kommen 1.600 cd/m² bei HDR und bis zu 3.000 cd/m² Spitze im Freien. ComputerBase konnte diese Werte nachvollziehen und maß bei 10 Prozent Messfläche 2.651 cd/m².
Direkt nach dem Auspacken ist der Falz, die Knickstelle jedes Foldables, praktisch nicht zu sehen, schreibt ComputerBase. Apple liefert das Gerät wie alle Hersteller aufgefaltet aus. Nach mehreren Tagen und vielen Faltvorgängen zeichnet er sich dezent ab.
Optisch fällt er laut ComputerBase weniger auf als beim Oppo Find N6. Mit dem Finger spüren Sie ihn trotzdem: erst eine Welle, dann ein kleines Tal, dann eine zweite Welle. Apple warnt davor, die Deckschicht zu entfernen oder beliebige Schutzfolien aufzukleben, weil das die Anzeigequalität mindern könne.
Das Foldable unterstützt seit iOS 27.2 vom 26. Oktober auf beiden Bildschirmen den Apple Pencil mit USB-C. Der Stift kostet laut ComputerBase 89 Euro. Zum Skizzieren brauchen Sie also zusätzliches Zubehör.
Akku, Chip und Kameras des Foldables: Was Apple verspricht und was fehlt
Der Chip A20 Pro treibt das Foldable an, derselbe wie im iPhone 18 Pro, schreibt Apple in der Pressemitteilung vom 9. September 2026. Apple nennt bis zu 35 Prozent bessere Dauerleistung als beim iPhone 17 Pro. Eine Dampfkammer, ein flaches Bauteil zur Wärmeverteilung, soll diese Leistung halten.
Das Foldable besitzt zwei Batterien, eine je Gehäusehälfte. Apple verspricht bis zu 31 Stunden Videowiedergabe auf dem Innendisplay und bis zu 44 Stunden auf dem Außendisplay. Bei gleich verteilter Nutzung beider Displays sind es bis zu 24 Stunden pro Ladung.
Bei Schnellladung füllt sich der Akku laut Apple in rund 20 Minuten auf bis zu 50 Prozent. Kabellos mit MagSafe oder Qi2 dauert das rund 30 Minuten. Eigene Messwerte zu Laufzeit und Leistung liefert die zweite Seite des ComputerBase-Tests.
Auf dem Innendisplay laufen erstmals zwei Apps nebeneinander auf einem iPhone, schreibt Apple. Sie können auch zwei Fenster derselben App öffnen, etwa von Safari. Siri AI lässt sich laut Apple neben einem Inhalt auf der anderen Displayseite nutzen.
StandBy, der Ruhemodus mit Uhr und Widgets, läuft laut Apple auf beiden Displays, auch ohne Ladegerät. Das Gerät wird dann zum Fotorahmen, zur Uhr oder zum Widget-Hub.
Das iPhone Duo hat laut ComputerBase vier Kameras, davon zwei auf der Rückseite. Beim Foldable arbeiten hinten laut Apple eine 48-MP-Hauptkamera mit integriertem 2x-Zoom in optischer Qualität und eine 48-MP-Ultraweitwinkelkamera. MP steht für Megapixel.
Die Zoomstufen reichen laut Apple-Shop bis 2x, das iPhone 18 Pro bietet zusätzlich 4x und 8x. ComputerBase überschreibt einen Abschnitt seines Tests mit „Das Teleobjektiv vermisst man“.
Neu ist eine FaceTime-Kamera unter dem Innendisplay, die laut Apple verborgen bleibt, solange sie nicht gebraucht wird. Selfies mit der Hauptkamera zeigen Sie laut Apple per Duo Preview als Vorschau auf dem Außendisplay. Die Frontkamera misst laut Apple-Shop 12 MP.
Displaybruch beim Foldable von Apple: Das gilt für Betroffene
Apple hat am 26. Oktober 2026 gegenüber US-Medien ein Problem mit dem Innendisplay bei einer „kleinen Anzahl“ von Geräten bestätigt, wie ComputerBase meldet. Betroffene sollen AppleCare kontaktieren und einen Austausch veranlassen. Das ComputerBase-Testgerät zeigt bislang keine Auffälligkeiten.
Berichte auf Reddit und im MacRumors-Forum nennen laut ComputerBase stets dieselbe Stelle. Knapp unterhalb der Mitte des Falzes bricht das OLED-Panel, ein Bildschirm mit selbstleuchtenden Pixeln, und eine Linie defekter Pixel reicht bis zum rechten Rand. Wie viele Besitzende betroffen sind, lässt sich laut ComputerBase nicht nachweisen.
Als Ursache wird ein Bauteil des Scharniers vermutet. Der koreanische YouTube-Kanal CuriousHagi will ein gebrochenes Bauteil ermittelt haben, das von hinten gegen das Panel drückt. iFixit nennt ebenfalls ein Gelenkteil, das festsitzen könnte, die Theorie hat laut ComputerBase aber ein Fragezeichen.
Bei der Reparierbarkeit vergibt iFixit fünf von zehn Punkten. Das iPhone Duo gilt dort als das derzeit am besten zu reparierende Foldable. Die Batterien ließen sich ohne größeren Aufwand entnehmen, und der äußere Bildschirm ließ sich ohne Schäden demontieren.
Den größten Punktabzug gibt es fürs Innendisplay, das sich nur mit massivem Aufwand entfernen ließ. Ohne AppleCare+ kostet ein Schaden am Innendisplay laut ComputerBase 1.149 Euro. Beim Außendisplay verlangt Apple 489 Euro, und iFixit rät, die Garantieerweiterung zu erwägen.
Apple hat mehrere Anleitungen zum eigenständigen Reparieren veröffentlicht. iFixit erwartet in Kürze Ersatzteile im Self-Service-Repair-Programm.
Das Gerät ist nach IP68 zertifiziert, also gegen Staub und Wasser geschützt. Trotzdem rät ComputerBase vor allem bei körnigem Staub und Sand zu extremer Vorsicht. Die Bildschirmoberfläche eines Foldables bezeichnet ComputerBase als empfindlich.
Offen bleibt, ob das Innendisplay-Problem eine Serie ist, denn das wird sich laut ComputerBase erst in den kommenden Wochen und Monaten zeigen. Wer das Foldable jetzt bestellt, hält es erst Ende Januar in Händen. Prüfen Sie das Innendisplay nach dem Auspacken und melden Sie Auffälligkeiten sofort bei AppleCare.




