Web Application Firewall – Was versteht man unter WAF?

Quasi kein Unternehmen kommt heutzutage noch ohne eine Internetpräsenz aus. Einige agieren mit sensiblen Kundendaten und für andere ist ein Onlineshop für das Business unverzichtbar. Eines gilt jedoch immer: in der digitalen Welt spielt die Sicherheit eine essenzielle Rolle. Wie kann eine WAF dabei behilflich sein und was genau verbirgt sich dahinter?

Die WAF und ihre Funktionsweise im Überblick

Was ist eine WAF überhaupt? Kurz gesagt handelt es sich dabei um das Kürzel für Web Application Firewall, also eine Firewall für Webanwendungen und genau das ist wortwörtlich die Funktion dieser besonderen Variante von Firewalls. Sie ist Ihnen vielleicht auch schon einmal unter dem Begriff Web Shield begegnet. Auch das ist wortwörtlich zu nehmen: Diese Firewall fungiert als eine Art Schutzschild und legt den Fokus dabei auf die Schnittstelle zwischen den Internetseiten beziehungsweise Webanwendungen und dem Internet selbst. Damit ist in erster Linie die Kontrolle des Datenverkehrs gemeint. Die Firewall prüft den auf die Webanwendung zugreifenden Traffic auf seine potenzielle Bedrohungslage. Die Web Application Firewall können Sie sich, grob zusammengefasst, also wie eine Art Türsteher vor Ihrer Webseite vorstellen, der jeden Datenzugriff auf seine potenzielle Schädlichkeit überprüft. So kann Schaden abgeblockt werden, ehe verdächtige und gegebenenfalls bösartige Anfragen überhaupt Zugriff auf die eigene Plattform bekommen.

Wieso ergibt eine WAF als Schutzschild Sinn?

Eine Web Application Firewall ist hauptsächlich für Unternehmen sinnvoll, die in der virtuellen Welt mit vielen sensiblen Daten wie Kundendaten agieren. Hier steht man als Unternehmen natürlich stets in der Pflicht, seiner Sorgfalt in puncto Datenschutz nachzukommen und eine WAF kann hier auf jeden Fall ein dienlicher Helfer sein. Unter anderem kann die WAF diese Angriffsmuster aus den Datenströmen heraus filtern und blockieren:

  • Forceful Browsing: Cyberangriff mit dem Ziel des unbefugten Zugriffs auf unter anderem Verzeichnisse mit sensiblen Daten oder Passwörtern
  • Cookie Poisoning bzw. Session-Hijacking: der Angreifer verändert gültige Cookies zum Zweck des Datenstiebstahls

Diese Beispiele sind nur einige von vielen Möglichkeiten für einen Cyberangriff, der unter anderem durch Datendiebstahl, für Datenschutzverletzungen oder auch für große finanzielle Einbußen durch etwa den herbeigeführten Absturz von Internetpräsenzen wie Onlineshops sorgen kann. Die WAF schützt die eigene Internetpräsenz vor derlei unbefugtem Zugriff durch gezieltes Abblocken bereits im Vorfeld, noch ehe überhaupt ein Zugriff mit potenziellen Schadensfolgen auf die Internetplattform erfolgt. Sie agiert dabei nach einem festgelegten Prinzip, das entscheidet, welche Art von Anfragen an Ihre Webseite erlaubt sind und harmlos erscheinen und welche Art von Anfragen potenzielle Gefahren durch Cyberkriminelle bergen. Diese Regeln der Vorauswahl können von IT-Profis individuell für Ihre Art von Webanwendung angepasst werden.

Der virtuelle Türsteher für Ihre Internetpräsenz: eine Web Application Firewall (WAF) schützt Ihre Webanwendung vor verdächtigen Zugriffen mit potenziellen Schadensfolgen durch die verschiedensten Möglichkeiten von Cyberangriffen. Sie dient als eine Art vorgelagerter Schutzwall, die Cyberangriffe bereits im Vorfeld abblockt. Als Unternehmen sorgen Sie somit für eine notwendige Datensicherheit auch im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und halten damit nicht zuletzt Ihr Image als zuverlässiges und sicheres Unternehmen für Ihre Kundschaft aufrecht.

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