Paradigmenwechsel in der Bankenwelt: Vom Mainframe zur KI-gesteuerten Cloud-Technologie

Der jüngste Bericht von NTT DATA, einem führenden Anbieter von digitalen Business- und IT-Services, beleuchtet einen tiefgreifenden Wandel im Bankensektor.

Die Studie „The Digital Horizon: Banking’s Shift from Mainframe to AI-Driven Cloud Infrastructure“ basiert auf einer Umfrage unter 650 internationalen Entscheidungsträgern aus dem Bankwesen. Die Ergebnisse zeichnen das Bild einer Branche im Umbruch, die sich von den traditionellen Mainframe-Systemen abwendet und zunehmend KI- und Cloud-Technologien integriert, um Agilität und Kundenorientierung zu erhöhen.

Warum Banken den Sprung in die Cloud wagen

Die Studie zeigt deutlich, dass trotz der hohen Resilienz von Mainframes – 63 Prozent der Banken (in Deutschland 55 Prozent) betreiben nach wie vor solche Systeme – der Trend zur Cloud unübersehbar ist. 63 Prozent der Befragten (in Deutschland 70 Prozent) sehen in generativer KI einen Schlüssel, der die Migration von Banking-Anwendungen in die Cloud wesentlich vereinfacht. Dies unterstreicht eine signifikante Verschiebung hin zu moderneren, flexibleren Infrastrukturen, angetrieben von der Notwendigkeit, innovative Services zu bieten und auf Marktveränderungen schnell reagieren zu können.

Generative KI als Katalysator für Veränderung

Erstaunliche 91 Prozent (in Deutschland 92 Prozent) der Befragten gaben an, dass ihre KI- und Cloud-Initiativen von den Vorständen unterstützt werden, was die strategische Priorität dieser Technologien untermauert. Doch der Bericht weist auch auf eine Lücke hin: 80 Prozent der Banken (in Deutschland 77 Prozent) verfügen über keinen strategischen Rahmen für die Einführung von generativer KI. Dennoch haben 45 Prozent (in Deutschland 57 Prozent) generative KI bereits in ihre Technologie-Stacks integriert, und weitere 30 Prozent (in Deutschland 22 Prozent) erkunden aktiv deren Potenzial.

Die Zukunft ist flexibel, skalierbar und kundenorientiert

Flexibilität und Skalierbarkeit sind die Hauptgründe für die Migration in die Cloud, betont von 36 Prozent der Befragten (in Deutschland 24 Prozent). Dies signalisiert einen Wandel weg von kostenorientierten Überlegungen hin zu einer stärkeren Betonung von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Kaz Nishihata, Director und Senior Executive Vice President bei NTT DATA, hebt hervor, dass dieser technologische Fortschritt nicht nur die Bankeninfrastruktur, sondern auch die Unternehmenskultur und Geschäftsmodelle neu definiert.

Ausblick und Implikationen für die Branche

Der Bericht legt nahe, dass der Bankensektor am Beginn einer neuen Ära steht, in der die Kombination aus KI-Potenzial und Cloud-Technologie die Transformation beschleunigt. Nishihata sieht in der schnellen Adaption der generativen KI durch die Banken einen Beleg für den Wunsch, über traditionelle Mainframes hinauszugehen und die Vorteile von Cloud-Umgebungen für mehr Sicherheit und Innovation zu nutzen. Der Bericht „The Digital Horizon: Banking´s Shift from Mainframe to AI-Driven Cloud Infrastructure“ zeigt auf, dass wir an der Schwelle zu einer innovativen Zukunft stehen, geprägt von einem Paradigmenwechsel, der weitreichende Auswirkungen auf die Bankenwelt haben wird.

Über die Studie

Die von NTT DATA durchgeführte Umfrage richtete sich an eine breite Palette von Fachleuten aus dem Bankwesen weltweit und liefert tiefe Einblicke in die Modernisierung und Transformation des Sektors. Die Befragung umfasste Entscheidungsträger aus verschiedenen Ländern und Institutionen, wobei ein breites Spektrum an Kompetenzen von IT über Betrieb bis zu Innovation und Strategie abgedeckt wurde.

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