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Metro 2039 verspricht 60 fps auf PS5: Der Trailer schuldet noch Zahlen

Metro 2039 erscheint am 4. Februar 2027. 4A Games verspricht Raytracing und 60 fps auf PS5 und PS5 Pro, doch der Trailer beantwortet die entscheidenden Vergleichsfragen nicht.

Eine Person prüft Leistungsoptionen eines PS5-Spiels im Wohnzimmer.Dieses Bild wurde komplett mit KI generiertProviderhiggsfieldModellflux_2; model=pro; resolution=1k; aspect_ratio=16:9; web derivative 1200x675PromptPhotorealistic industrial-style apartment at night with a television showing a dark post-apocalyptic tunnel scene split into a crisp frame and a motion-smooth frame, viewer seen only as a distant silhouette, no hands, controller, console, text, logos or interface panels Magazine-grade 16:9 editorial photography with natural object geometry. Avoid pseudotext, malformed objects, false branding, fantasy hardware, watermark, signature, CGI and obvious AI artifacts. Photorealistic magazine editorial photography, 16:9 composition, believable consumer hardware and natural object geometry. Avoid pseudotext, malformed anatomy, extra fingers, false branding, fantasy hardware, watermark, signature, CGI or obvious AI artifacts.
Eine Ankündigung von 60 Bildern pro Sekunde beschreibt ein Ziel für den Performance-Modus, keinen unabhängigen Alltagstest.

Der Termin steht, die Rechnung bleibt offen

4A Games datiert Metro 2039 auf den 4. Februar 2027. Für Teile Asiens sowie Australien und Neuseeland nennt das Studio den 5. Februar. Damit hat die Reihe einen festen nächsten Halt, nur eben noch keinen kurzfristigen. Wer bereits planen möchte, kann das Spiel laut 4A Games im PlayStation Store auf die Wunschliste setzen; Vorbestellungen sollen später im Jahr folgen.

Der technische Satz der Ankündigung ist knapper und wichtiger: 4A Games sagt Raytracing auf PS5 und PS5 Pro zu, dazu einen eigenen Performance-Modus mit 60 Bildern pro Sekunde. Für Metro 2039 PS5 Pro 60 fps ist das eine Zusage für beide Konsolen. Ein exklusiver Pro-Modus wird nicht versprochen. Das sollte man festhalten, bevor aus einem Trailer wieder ein Hardware-Ranking gezimmert wird.

Die Mitteilung von 4A Games im PlayStation Blog nennt allerdings keine interne Renderauflösung, keine Rekonstruktionsmethode und keine Messung aus anspruchsvollen Spielszenen. Das ist kein versteckter Mangel, sondern der normale Umfang einer Ankündigung. Nur lässt sich aus einem angekündigten Modus eben kein technisches Ergebnis herauslesen. Die Branche hat dafür genug schöne Wörter; zusätzliche Zahlen gehören leider nicht dazu.

Das PS5-Pro-Video beantwortet nur eine Frage

Das erste Konsolen-Gameplay wurde laut 4A Games ausschließlich auf PlayStation 5 Pro aufgezeichnet. Diese Angabe ist belastbar und begrenzt zugleich ihre Aussagekraft. Sie sagt, welche Hardware den Clip erzeugt hat. Sie sagt nicht, welche Auflösung die Aufnahme nutzt, ob sie den Performance-Modus zeigt oder wie das gleiche Gebiet auf einer normalen PS5 läuft.

Der Trailer zeigt The Stranger, nachdem er die Tunnel verlassen hat und in die auftauenden Ruinen Moskaus gelangt. 4A Games beschreibt ihn als ehemaligen Spartaner, der nicht in die Metro zurückkehren wollte. Die Kulisse erklärt, warum die Szene dunkel, zerstört und voller Gefahren aussieht. Einen Vergleich von Bildmodi liefert sie nicht. Atmosphäre ist ein gültiger Zweck für einen Trailer, aber kein Messprotokoll mit besonders dramatischer Beleuchtung.

Für Sie folgt daraus eine einfache Trennung: Das Video belegt einen PS5-Pro-Stand, nicht den Abstand zwischen zwei Konsolen. Auf einen Hardwarekauf lässt sich daraus noch nichts Rechenbares ableiten. Erst dieselbe Szene mit identischen Einstellungen könnte zeigen, ob die Pro-Version anders mit Auflösung, Bildqualität oder Stabilität umgeht. Alles davor bleibt ein Eindruck, und Eindrücke haben in Datenblättern ein erstaunlich langes Leben.

Raytracing richtig einordnen

4A Games verspricht Raytracing für PS5 und PS5 Pro. Das ist eine konkrete Funktionszusage, aber keine Beschreibung der Effekte. Die Ankündigung benennt nicht, ob Metro 2039 damit vor allem Licht, Schatten, Reflexionen oder mehrere Bereiche berechnet. Ebenso offen bleibt, ob der 60-fps-Modus dieselbe Auswahl an Effekten erhält wie ein möglicher Qualitätsmodus.

Das Studio verweist auf Metro Exodus Enhanced Edition aus dem Jahr 2021. 4A Games ordnet diese Fassung als frühen PS5-Titel mit 60-fps-Raytracing ein. Der Verweis zeigt Erfahrung mit der Kombination aus hoher Bildrate und beleuchtungsintensiven Szenen. Er ersetzt keine Messung für Metro 2039. Andere Geometrie, andere Dichte, andere Spielabschnitte: Eine Engine kann Erfahrungen weitertragen, aber keine fertigen Ergebnisse vererben.

Gerade bei Metro wäre die spätere Umsetzung spannender als das Etikett. Dunkle Tunnel, wechselnde Lichtquellen und Außenbereiche können von Raytracing profitieren, doch ein Effekt muss sichtbar und zugleich bezahlbar sein. Bezahlt wird hier nicht an der Kasse, sondern im Zeitbudget pro Bild. Welche Kompromisse 4A Games wählt, lässt die Ankündigung offen. Das ist nüchtern betrachtet die einzige saubere Antwort.

Ein PS5-Controller liegt vor einem pausierten Spielbild auf dem Fernseher.Dieses Bild wurde komplett mit KI generiertProviderhiggsfieldModellflux_2; model=pro; resolution=1k; aspect_ratio=16:9; web derivative 1200x675PromptPhotorealistic industrial-style apartment at night with a television showing a dark post-apocalyptic tunnel scene split into a crisp frame and a motion-smooth frame, viewer seen only as a distant silhouette, no hands, controller, console, text, logos or interface panels Magazine-grade 16:9 editorial photography with natural object geometry. Avoid pseudotext, malformed objects, false branding, fantasy hardware, watermark, signature, CGI and obvious AI artifacts. Photorealistic magazine editorial photography, 16:9 composition, believable consumer hardware and natural object geometry. Avoid pseudotext, malformed anatomy, extra fingers, false branding, fantasy hardware, watermark, signature, CGI or obvious AI artifacts.
Zwischen Bildqualität und Reaktionsgefühl liegt bei Konsolenspielen oft eine sichtbare Einstellungsentscheidung.

60 fps sind ein enges Zeitbudget

Ein Ziel von 60 Bildern pro Sekunde gibt dem Spiel ungefähr 16,7 Millisekunden pro Bild. Bei 30 Bildern wären es rund 33,3 Millisekunden. Diese Rechnung beschreibt keine gemessene Leistung von Metro 2039, sondern das Zeitfenster, in dem Grafik, Simulation und Eingaben ihren Platz finden müssen. Jede aufwendige Szene drängt sich in dasselbe Fenster. Die Physik ist da weniger beeindruckt von Trailer-Musik als das Marketing.

4A Games nennt den Modus ausdrücklich dediziert. Das spricht dafür, dass Spieler eine bewusste Auswahl erhalten sollen. Ob daneben ein Qualitätsmodus existiert, welche Bildrate er anstrebt und welche Parameter sich ändern, sagt das Studio nicht. Auch dynamische Auflösung, Bildrekonstruktion oder eine Begrenzung einzelner Raytracing-Effekte wären mögliche Verfahren, aber keine belegten Angaben zu diesem Spiel.

Die vernünftige Erwartung lautet deshalb nicht: PS5 Pro macht Metro 2039 automatisch besser. Die belastbare Erwartung lautet: 4A Games plant für beide Konsolen einen 60-fps-Modus mit Raytracing. Spätere Tests müssen klären, wie stabil er in Kämpfen, bei Effekten und auf der Oberfläche bleibt. Unsere Analyse zu nachvollziehbaren Software-Benchmarks erklärt, warum gleiche Szenen und gleiche Einstellungen dabei wichtiger sind als ein besonders fotogenes Einzelbild.

The Stranger bringt Ressourcenverwaltung mit

Metro 2039 bleibt laut 4A Games ein solo erzählter Ego-Shooter. Im gezeigten Abschnitt sucht The Stranger eine Festung der Novoreich in einem Staudamm. Das Studio beschreibt die Oberfläche als lebensgefährlich: Strahlung, Ruinen und Gefahren in den Gebäuden zwingen die Figur dazu, mit der Umgebung zu rechnen. Das passt zur Reihe und ist hier trotzdem eine konkrete Ansage zum neuen Spiel.

4A Games sagt außerdem, dass Spieler Strahlung und Ausrüstung verwalten und ihren Ansatz im Kampf wählen. Genannt werden ein aufladbares Shatun-Gewehr für lautlose Kopfschüsse, Molotows und die Duplet-Schrotflinte. Daraus lässt sich ableiten, dass Waffen- und Ressourcenentscheidungen Teil des Ablaufs sind. Wie knapp Munition oder Ausrüstung werden, wie groß die Spielwelt ausfällt und wie tief das System greift, verrät die Mitteilung nicht.

Diese Grenze ist nützlich. Ein Spiel kann aus einer Liste von Waffen keine komplette Systembeschreibung ableiten, auch wenn manche Vorschauen das tapfer versuchen. Der gezeigte Ausschnitt bestätigt einen gefährlichen Oberflächenabschnitt und mehrere Werkzeuge. Er bestätigt weder die Größe des Arsenals noch die Struktur aller Missionen. Wer Metro wegen kontrollierter Anspannung spielt, bekommt einen plausiblen Hinweis. Wer belastbare Details sucht, wartet auf mehr Material.

Die 4A Engine löst keine Zielkonflikte auf

Metro 2039 nutzt laut 4A Games die eigene 4A Engine. Das Studio entwickelt diese Technik für seine Welten und Spiele selbst. Eine hauseigene Engine kann Werkzeuge und Rendering auf die eigenen Inhalte abstimmen. Sie hebt jedoch weder die Rechenzeit pro Bild auf noch macht sie komplexe Beleuchtung gratis. Eine eigene Küche ändert schließlich auch nichts daran, dass der Herd nur vier Platten hat.

Der Verweis auf die Engine liefert daher Kontext, keinen Freifahrtschein für Annahmen. Er erklärt, warum 4A Games auf Erfahrung mit früheren Metro-Spielen verweisen kann. Er sagt nicht, welche Einstellung auf PS5 Pro besser aussieht oder ob eine normale PS5 dieselben Raytracing-Parameter nutzt. Genau diese Punkte wären für Metro 2039 PS5 Pro 60 fps später relevant.

Wer bei Technikversprechen genauer hinschaut, findet auch außerhalb von Spielen denselben Unterschied zwischen Demonstration und Prüfung. Der Beitrag über AMD Helios und Instinct MI455X zeigt, wie schnell Leistungsaussagen ohne Vergleichsrahmen zu großen Behauptungen werden. Für Metro 2039 bleibt die Aufgabe kleiner und klarer: Bildmodi, Auflösung und Stabilität müssen im fertigen Spiel nebeneinander geprüft werden.

Bis Februar 2027 zählen konkrete Nachweise

4A Games hat für Metro 2039 einen Termin, eine Plattformzusage, ein PS5-Pro-Gameplay-Debüt und mehrere Spielmechaniken genannt. Das ist ausreichend, um das Projekt einzuordnen. Es reicht nicht für eine Kaufempfehlung für PS5 Pro. Wer bereits eine PS5 besitzt, soll nach aktuellem Stand Raytracing und einen 60-fps-Performance-Modus erhalten. Mehr gibt die Meldung zur normalen Konsole nicht her.

Vor dem Release wären drei Informationen besonders hilfreich: die Auflösung und Bildrekonstruktion je Modus, ein direkter PS5-gegen-PS5-Pro-Vergleich und Messungen aus fordernden Spielszenen. Das ist keine Wunschliste für Technikforen, sondern der Unterschied zwischen einer Zusage und einer überprüfbaren Leistungsbeschreibung. 4A Games kann diese Details später liefern; jetzt hat das Studio sie nicht veröffentlicht.

Bis dahin bleibt Metro 2039 ein interessantes Versprechen mit festem Datum. Die 60-fps-Aussage ist konkret genug, um Aufmerksamkeit zu verdienen. Der Trailer ist konkret genug, um die Richtung des Spiels zu zeigen. Für den Rest lohnt sich Geduld, denn ein sauberer Vergleich nach Veröffentlichung kostet deutlich weniger als eine voreilige Hardwareentscheidung.