Jetzt erst recht – warum Investitionen in die Digitalisierung gerade in der Krise wichtig sind

Die Corona-Krise wird für viele Unternehmen extrem teuer. Gleichbleibend hohe Kosten stehen nahezu komplett ausbleibenden Umsätzen gegenüber. Viele Betriebe fahren deswegen ihre Investitionen zurück, um die bestehenden Schwierigkeiten zu meistern. Gerade das erweist sich in der Krise jedoch häufig als Fehler. Denn nur wer digitale Technologien kontinuierlich umsetzt, hat langfristig die Chance, erfolgreich zu sein und zu bleiben.

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Grundsätzlich gibt es drei Strategien, die Unternehmen während der Corona-Krise fahren können. Hierbei geht es immer um die Frage, ob sie über die Runden kommen müssen oder neue Potenziale erschließen können. Es zeigt sich, dass die Krise Gewinner und Verlierer hervorbringen wird. Wer die notwendigen Maßnahmen während der Pandemie ergreift, hat die besten Chancen, zu den Gewinnern zu gehören. Wir stellen verschiedene Strategien vor und zeigen, wie durch Investitionen in die Digitalisierung die Folgen der Corona-Krise in Grenzen gehalten werden können.

Die Corona-Krise wird teuer

Experten gehen fest davon aus, dass die Corona-Krise eine Wirtschaftskrise verursachen, aber keine Wirtschaftsdepression auslösen wird. Ohne Unterstützung wird jedoch eine massive Marktbereinigung stattfinden. Große Betriebe und Konzerne werden in der Lage sein, die Krise zu überstehen und neu zu beginnen. Viele KMU haben hingegen nicht die nötigen Ressourcen, um am Markt bestehen zu können. Das liegt unter anderem daran, dass die vorhandenen Mittel nicht für einen Ausbau der Unternehmensstrategie genutzt wird, sondern lediglich, um laufende Kosten zu decken.

Prognosen gehen davon aus, dass der globale Reichtum durch die Pandemie um drei bis vier Billionen Euro sinken wird. Experten betonen, dass die Folgen eines solchen massiven Einbruchs nur durch gezielte Investitionen abgefedert werden können. Das ist in einigen Branchen extrem schwierig.

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Gerade in der Gastronomie und im Eventmanagement gibt es einfach nicht die Möglichkeit, die angebotenen Dienstleistungen zu digitalisieren. Ähnliches gilt für das Friseurhandwerk und den Personennahverkehr. Ebenso haben Flugunternehmen Schwierigkeiten dabei, neue Kunden zu generieren und digital aktiv zu werden.

Anders sieht es bei Online-Shops aus. Diesen ist es möglich, Ihre digitalen Angebote auszuweiten und hierdurch selbst in der Krise neue Kunden zu gewinnen. Ganz allgemein zeigt sich, dass der E-Commerce zu den großen Gewinnern der Krise gehören wird, weil er die Digitalisierung ernst nimmt und aktiv voranbringt.

Drei Strategien während Corona

Grundsätzlich gibt es drei Szenarien, auf die Unternehmen während der Corona-Krise setzen können:

  1. Die erste Strategie besteht darin, die bereits bestehenden Investitionen aufrechtzuerhalten. Es ist davon auszugehen, dass dieses Vorgehen zu einem leichten Anstieg der Sichtbarkeit bei den Suchmaschinen führen wird. Immerhin halten viele Betriebe ihr Geld zusammen und investieren nicht in Marketingmaßnahmen und die Digitalisierung. Diejenigen Firmen, die dies trotz der Krise tun, haben somit weniger Konkurrenz vor sich und können ihre Sichtbarkeit alleine dadurch steigern, indem sie weitermachen wie bisher.
  2. Eine weitere Strategie besteht darin, die vorhandenen Investitionen zu erhöhen. Wer dies tut, hat gute Chancen, bei den Suchmaschinen weit oben zu landen und auch nach der Krise ein besonders gutes Standing zu haben. Durch die reduzierten Investitionen vieler Unternehmen ist es Betrieben möglich, selbst größere Konkurrenten in der digitalen Welt zu überflügeln und neue Kunden zu generieren. Hierbei ist es wichtig, verschiedene Marketingstrategien zu nutzen und ein klares Digitalisierungskonzept zu verfolgen. Insellösungen sind nicht gefragt, sondern konkrete Maßnahmen, die ineinander greifen und sich ergänzen.
  3. Die dritte Strategie besteht darin, Ausgaben und Investitionen in die Digitalisierung zurückzuschrauben. Das bringt kurzfristig Geld, das dazu genutzt werden kann, einen Betrieb über Wasser zu halten und die schlimmsten Auswirkungen der Pandemie zu überstehen. Langfristig dürfte diese Strategie allerdings zu Einbußen bei den Umsätzen und zu einer verminderten Kundenzahl führen. Wer nicht investiert, ist nicht sichtbar und kann daher von der eigenen Zielgruppe nicht gefunden werden. Die Suchmaschinen erkennen relativ schnell, wenn es sich um veralteten Content handelt, und listen eine Website weiter unten an. Nach der Krise ist davon auszugehen, dass diejenigen Unternehmen, die der dritten Strategie Folgen, eine vergleichsweise ungünstige Ausgangsposition haben werden.

Über die Runden kommen vs. neue Potenziale erschließen

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Die Unternehmen müssen für sich entscheiden, ob sie lediglich über die Runden kommen oder ihr Geschäftsmodell ausbauen wollen. Welche dieser Maßnahmen sinnvoll ist, hängt unter anderem davon ab, in welcher Branche ein Unternehmen tätig ist. So ist es beispielsweise in der Reise- und Flugbranche vermutlich sinnvoll, zunächst keine großen Ausgaben zu tätigen sondern zunächst einmal abzuwarten. Es lässt sich noch nicht seriös abschätzen, wie sich die Branche in den kommenden Monaten entwickeln wird, weswegen ein klares Investitionskonzept schwierig ist. Um keine Maßnahmen zu ergreifen, die sich später als sinnlos erweisen, kann es sinnvoll sein, zunächst einmal abzuwarten.

Viele andere Branchen haben jedoch die Möglichkeit, in die Digitalisierung zu investieren und bestehende Prozesse zu automatisieren. Wer dies gerade jetzt in der Krise tut, hat sehr gute Chancen, aus ihr als Gewinner hervorzugehen. Die Krise bietet extrem große Potenziale und fordert dazu auf, in die Digitalisierung zu investieren und sie aktiv voranzutreiben. Hierfür ist es nötig, eine Vielzahl an Digitalstrategien zu nutzen, um möglichst breit aufgestellt zu sein und die eigene Zielgruppe auf verschiedene Weisen anzusprechen.

Die Krise bringt Gewinner und Verlierer hervor

Es zeigt sich deutlich, dass es in der Corona-Krise Gewinner und Verlierer gibt. Zu den großen Gewinnern gehören die Lebensmitteldienste und der E-Commerce. Diese Bereiche sind für die Lebensweise der meisten Menschen unverzichtbar und lassen sich sehr gut digitalisieren. Teilweise steigen die Umsätze dieser Branche um bis zu 500% an. Ebenso profitieren Kommunikationsplattformen von den Pandemie-Bestimmungen. Die Kontaktbeschränkungen sorgen dafür, dass die Menschen sich nicht persönlich treffen können, sondern stattdessen auf digitale Dienste setzen, um miteinander in Kontakt zu bleiben.

Weitere Gewinner sind die Business- und Finanzwelt, die ebenfalls in der Lage sind, sich gut zu digitalisieren. Immer mehr Länder setzen auf digitale Bildung und bauen die Technologien in den Schulen und Universitäten aus. Auch die Medien profitieren von der Krise und genießen ein so großes Vertrauen bei der Bevölkerung wie schon lange nicht mehr. Außerdem zeigt sich, dass gerade diejenigen Unternehmen, die schon vor der Krise auf Homeoffice und Digitalisierung gesetzt haben, jetzt die Früchte ihrer Arbeit einfahren.

Notwendige Maßnahmen während der Krise

Im Bereich des digitalen Marketings ist es besonders wichtig, auf einen guten Mix aus Strategien zu setzen, um erfolgreich zu sein. Das hat sich nie so deutlich gezeigt wie jetzt während der Krise. Ein großer Schritt besteht darin, sich von der SEA (Suchmaschinen-Werbung) ein wenig zu lösen und stärker auf SEO zu setzen (Suchmaschinenoptimierung). Werbemaßnahmen sind während der Corona-Pandemien längst nicht so erfolgreich wie die Suchmaschinenoptimierung. Das gilt für das Onpage-Marketing ebenso wie für die OffPage-SEO.

Für Unternehmen spielt das Linkbuilding eine wichtige Rolle. Dadurch, dass seriöse und unabhängige Webseiten einen Link auf den eigenen Internetauftritt setzen, wird die eigene Relevanz zu bestimmten Begriffen höher. Die Suchmaschinen goutieren es, wenn das eigene Angebot so interessant ist, dass andere darauf verweisen. Deswegen sollten Unternehmen auf solche Backlinks verstärkt setzen. Besonders effizient sind natürliche Backlinks. Die Algorithmen sind durchaus in der Lage, gekaufte Links zu erkennen und abzustrafen. Außerdem sollten Nofollow Links nur im äußersten Notfall eingesetzt werden, da sie nur in sehr engen Rahmen Erfolge mit sich bringen.

Außerdem zeigt sich in der Krise, dass Content nach wie vor King ist. Die Menschen sind daran interessiert, nicht nur irgendwelche Produkte angeboten zu bekommen, sondern interessante und außergewöhnliche Inhalte auf den Webseiten der Anbieter zu finden. Blogs und Foren erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit und sind daher auch für die SEO und das Online-Marketing extrem wichtig. Online-Shops sollten gerade jetzt in Content investieren, um bei den Suchmaschinen sichtbar zu sein und die Zielgruppe auf sich aufmerksam zu machen. Hierzu gehört nicht zuletzt die Präsenz in den sozialen Medien. Das Social Media Marketing muss auch während der Pandemie weiterlaufen, um potenzielle Kunden an sich zu binden.

Manchmal genügt eine kleine Verschiebung der Perspektive

Gelegentlich genügt es schon, die eigene Herangehensweise ein wenig zu verändern, um auch während der Krise Umsätze generieren zu können. So wurde beispielsweise das Keyword „Essen gehen“ während des Lockdowns so gut wie gar nicht gesucht. Die Restaurants mussten schließen, sodass niemand passende Gaststätten in der Nähe gesucht hat. Wer in dieser Zeit den Begriff „Essen bestellen“ optimiert hat, konnte jedoch neue Kunden gewinnen und bei den Suchmaschinen sichtbar sein. Ähnliches gilt für den Begriff „Home Office“ dieser wurde lange Jahre so gut wie gar nicht gesucht und erlebt aktuell ein sehr großes hoch. Wer seine Angebote so anpasst und so gestaltet, dass sie in der Pandemie zweckmäßig sind, kann auch während der Beschränkungen in gewissen Grenzen weiterarbeiten.

Fazit

Die letzten Wochen und Monate haben gezeigt, dass die Digitalisierung krisenfest ist. Wer vor einiger Zeit auf digitale Strategien gesetzt hat, ist jetzt in einer deutlich besseren Position als viele Mitbewerber. Außerdem wird deutlich, dass ein reines über die Runden kommen keine langfristig sinnvolle Strategie ist. Natürlich ist es in einigen Branchen nötig, das Geld zusammenzuhalten, grundsätzlich müssen aber auch und gerade jetzt Investitionen in digitale Strategien und Maßnahmen getätigt werden.

Es wird definitiv eine Zeit nach Corona geben. Die Unternehmen tun gut daran, sich auf diese Zeit vorzubereiten. Auf der einen Seite haben sie so nach der überstandenen Pandemie ein besonders gutes Standing und können Mitbewerber hinter sich lassen. Auf der anderen Seite bereiten sich die Betriebe so auf eventuelle zukünftige Krisen besser vor. Wer seine Digitalisierung aktiv vorantreibt, sorgt dafür, dass es im Falle einer weiteren Pandemie bereits eine solide Basis gibt, auf die aufgebaut werden kann. Dann ist es möglich, weiterzuarbeiten und auch unter erschwerten Bedingungen Umsätze zu generieren. Alle Unternehmen sollten sich deswegen darum bemühen, konkrete Investitionen zu tätigen, die Suchmaschinenoptimierung und speziell das Linkbuilding und den Content nicht aus den Augen zu verlieren und ihrer digitalen Transformation endlich die Beachtung zu schenken, die sie verdient.

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