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    Pünktliche Züge – die Bahn setzt auf die Digitalisierung

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    Die Bahn setzt bereits auf verschiedene digitale Services. So können Erstattungen digital geregelt werden und für 2021 ist ein digitales Live-Ticket geplant. Jetzt sagt die Bahn durch digitale Techniken Zugverspätungen den Kampf an. Vor allem eine Digitalgesellschaft und digitale Stellwerke sollen hier helfen. Für diese Projekte sind ein ganzheitliches Konzept und Investitionen in Milliardenhöhe notwendig.

    So digital ist die Bahn bereits

    Die Digitalisierung hat auch die Bahn fest im Griff und verlangt eine Neuausrichtung der Arbeitsweise und der Unternehmensprozesse. Das zeigt sich beispielsweise daran, wie mit Ansprüchen aufgrund von Verspätungen umgegangen wird. War es für Kunden früher notwendig, zahlreiche Dokumente handschriftlich auszufüllen, um Geld erstattet zu bekommen, so können solche Erstattungen heute komplett digital erledigt werden. Hierdurch soll der Erstattungsprozess einfacher und individueller werden. Immerhin haben Bahnreisende jetzt mehr Raum, um ihre ganz persönliche Situation zu schildern.

    Des Weiteren setzt die Bahn bereits heute digitale Techniken auf diversen Strecken ein. So verwendet sie zum Beispiel auf der Strecke Berlin-München nicht mehr analoge Signale, sondern setzt auf digitale Technologien. Die Führung der Züge gelingt hierbei dank Funksignalen und Sensoren. Ohne ein einziges zusätzliches Gleis zu verlegen, hat die Bahn durch solche digitalen Technologien ihre Kapazität um ein Drittel erhöht und schafft es, Züge in einer dichteren Taktung durch die verschiedenen Bahnhöfe und Strecken zu lenken.

    Für die Zukunft sind noch weitere Digitalisierungsprojekte angedacht. So will die Bahn ab 2021 ein Live-Ticket anbieten, über das Reisende über Zugverspätungen oder -ausfälle informiert werden und über das eine Umbuchung schnell und unkompliziert erfolgen kann. Zudem sollen Erstattungen, die sich aus Zugverspätungen ergeben, über ein solches Ticket leicht abgewickelt werden können. Kritiker fürchten allerdings, dass ein solches Ticket zu Lasten der Flexibilität der Reisenden gehen könnte. Nicht zuletzt will die Bahn durch eine Digitalgesellschaft sinnvolle Lösungen in Zusammenarbeit mit der Industrie entwickeln.

    So will die Bahn Zugverspätungen durch die Digitalisierung vermeiden

    Die Bahn hat nach wie vor stark mit Zugverspätungen zu kämpfen und ist auf den meisten Strecken von den selbst gesetzten Pünktlichkeitszielen weit entfernt. Grund genug, das Problem aktiv anzugehen und für pünktlichere Züge zu sorgen. Hierbei sollen digitale Technologien helfen. Auf der Strecke Berlin-München kommt bereits sehr viel Digitalisierung zum Einsatz und die Pünktlichkeitsquote bei Fernzügen ist mit über 80% erfreulich hoch. Insgesamt lag die Quote 2018 jedoch bei 74,9%, was deutlich zu niedrig ist. Aus diesem Grund möchte die Bahn jetzt auch auf anderen Strecken voll auf die Digitalisierung setzen. Insgesamt sollen fünf Strecken bis 2023 umgestellt werden. Hierzu gehören Frankfurt-Köln, die Region Stuttgart, Rotterdam-Genua (für den Güterverkehr), Skandinavien-Italien und eben Berlin-München.

    Das ist für die Pläne der Bahn alles nötig

    Die ehrgeizigen Pläne der Bahn lassen sich nur durch konsequente Investitionen realisieren, berichtet die Tagesschau. So geht der Konzern davon aus, dass für die fünf geplanten Digitalisierungsprojekte bis 2023 über eine halbe Milliarde Euro (570 Millionen Euro) benötigt wird. Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand der Bahn, geht zudem davon aus, dass bis 2025 noch einmal eine Milliarde Euro für die digitale Transformation der Bahn notwendig seien. Für eine Komplettumstellung des Schienennetzes auf digitale Techniken bräuchte das Unternehmen sogar 28 Milliarden Euro innerhalb der nächsten 20 Jahre. Nicht zuletzt betont Pofalla, das ein einheitliches Konzept für die Digitalisierung notwendig sei. Bisher gäbe es vor allem „individuelle Manufakturleistungen“ statt Systemlösungen.

    Patrick Tarkowski
    Patrick Tarkowski
    Patrick Tarkowski ist studierter Germanist und Anglist und arbeitet bereits seit 2008 als Autor für Onlineshops und Unternehmen. Er ist in ganz unterschiedlichen Themengebieten beheimatet, kennt sich aber speziell in den Bereichen E-Commerce, Online Marketing, Familie und Erziehung sowie SEO aus. Neben Fachtexten schreibt er eigene E-Books, Theaterstücke und Romane und entwickelt Unterrichtsmaterialien.

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