Kommunikation und E-Commerce in Zeiten von Corona

Das Kontaktverbot aufgrund der Corona-Krise zwingt die Menschen zu einer neuen Art des Umgangs miteinander. Sowohl im Home-Office als auch im privaten Umfeld etablieren sich kontinuierlich neue Kommunikationsformen. Vor allem E-Mails und Messenger werden deutlich häufiger genutzt als vor der Krise. Aber auch der E-Commerce erlebt eine Art Blütezeit aufgrund der Krise. Zudem zeigt sich, dass die Menschen ganz unterschiedliche Kanäle nutzen, um sich über die neuesten Entwicklungen zu informieren. Gemeinsam ist aber nahezu allen, dass sie nach der Krise endlich wieder Freunde treffen wollen.

Die Mail-Kommunikation hat in der Krise zugenommen

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Die beiden E-Mail-Anbieter Web.de und GMX haben untersucht, E-Commerce“ href=“https://newsroom.web.de/2020/04/03/web-de-und-gmx-registrieren-deutlichen-anstieg-von-mail-nutzung-und-E-Commerce/“ target=“_blank“ rel=“noopener noreferrer“>wie sich das Verhalten ihrer Nutzer während der Corona-Krise verändert hat. Hierbei zeigte sich: Die Nutzung von E-Mails über einen Desktop-PC oder einen Laptop ist während der Pandemie um 40 % gestiegen. Über das Smartphone lesen und versenden die Anwender immerhin 20 % mehr E-Mails als zuvor. Das dürfte einerseits auf die neue Art des Arbeitens zurückzuführen sein. Im Home-Office erfolgt der Kontakt mit Kollegen und Kunden zwangsläufig digital. Aber auch die Tatsache, dass sich die Menschen nicht persönlich treffen können, führt mit Sicherheit zu einer gesteigerten E-Mail-Nutzung.

Immer mehr Menschen nutzen E-Commerce Angebote

Von diesen Entwicklungen ist nicht zuletzt der E-Commerce betroffen. Um rund 1/3 nahmen die Shopping-Mails in den Postfächern der Nutzer zu. Denn der E-Commerce ist für einige Unternehmen derzeit die einzige Möglichkeit, um Umsätze zu generieren. Die Kunden wiederum, die in den deutschlandweit geschlossenen Filialen nicht mehr einkaufen können, entdecken den E-Commerce als neue Plattform für sich. Ob Artikel des täglichen Bedarfs, Arbeitsutensilien oder Freizeitgegenstände, nahezu alle Artikel werden aktuell stärker im Onlinebereich nachgefragt als vor der Krise.

Betrüger nutzen die aktuellen Entwicklungen aus

Dass sich das Nutzerverhalten in Bezug auf E-Mails aktuell wandelt, haben offensichtlich auch die Betrüger mitbekommen. Diese versuchen durch Fake E-Mails, persönliche Daten von den Nutzern abzugreifen, Schadsoftware einzuschleusen oder sich finanziell zu bereichern. Web.de und GMX haben bei ihrer Erhebung festgestellt, dass deutlich mehr Betrugsmails im Umlauf sind als zuvor. Eine beliebte Masche hierbei ist, zu behaupten, dass noch Transportkosten für eine Lieferung zu zahlen wären.

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Eine solche Mail wird meist im Namen eines namhaften Transportunternehmens wie DHL, DPD, Hermes oder UPS verschickt. Da die Menschen aktuell sehr viel im E-Commerce einkaufen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Empfänger tatsächlich vor kurzer Zeit eine Lieferung erhalten haben. In der Mail ist ein Bezahl-Button integriert, der die Nutzer, wenn die darauf klicken, zu einer betrügerischen Login-Seite weiterleiten. Daher ist es dringend angeraten, auf solche Mails nur dann zu reagieren, wenn ihre Echtheit verifiziert wurde.

So beziehen die Deutschen ihre Informationen während der Corona-Krise

Eine YouGov-Umfrage hat ergeben, dass die Menschen den etablierten Medien am meisten vertrauen, seriös über das Corona-Virus und die damit verbundenen Entwicklungen zu berichten. Das gilt sowohl fürs Fernsehen als auch fürs Radio und für Zeitungen. 80 % der Befragten gaben an, dass sie sich vorrangig über das Fernsehen über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Immerhin noch 56 % beziehen ihr Wissen aus dem Radio und 37 % aus Zeitungen.

Umfrage
Quelle: YouGov, MessengerPeople

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Allerdings gibt es auch einige Umfrageteilnehmer, die vor allem soziale Netzwerke als Quelle für ihre Informationen nutzen. 26 % der Befragten gaben an, WhatsApp oder einen anderen Messenger zu verwenden, um die Berichterstattung zu verfolgen. 23 % informieren sich insbesondere über Facebook und 6 % über Twitter. Somit haben digitale Medien einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Meinung der Deutschen. Allerdings fällt dieser nicht so groß aus, wie man meinen könnte.

Mit Freunden und Familie Kontakt halten

In der Krise werden neue Wege gesucht, um mit Familienmitgliedern und Freunden in Kontakt zu bleiben. Hier führen die Messenger-Dienste klar das Feld an. Mit 79 % sind sie das am häufigsten genutzte Medium zum Kontakterhalt. Das Telefon nutzen für diese Aufgabe nur noch 72 % der Befragten. E-Mails werden von rund 50 % der Umfrageteilnehmer zum Kontakterhalt eingesetzt. Sowohl Text- als auch Sprachnachrichten kommen in Corona-Zeiten zum Einsatz, um sich zu unterhalten und Kontaktpflege zu betreiben. Zudem sind viele Menschen von der Videotelefonie angetan, weil sie ihre Liebsten so wenigstens digital noch sehen können.

So könnte die Zeit nach Corona aussehen

Eine Wavemaker-Umfrage hat untersucht, was die Deutschen nach Beendigung der Krise unbedingt wieder machen wollen. Eine beeindruckende Mehrheit gab an, endlich wieder Freunde und Familienmitglieder treffen zu wollen, berichtet marketing-boerse.de. 71 % der Teilnehmer sagten, dass sie sich vor allem auf persönliche Kontakte mit Freunden freuen. Für 50 % ist es zudem ein Verlust, nicht mehr in Restaurants oder Kneipen gehen zu dürfen. Entsprechend werden sie das nach Beendigung der Krise mit als Erstes tun. Außerdem scheint sich der E-Commerce in Deutschland durch die Krise zu etablieren. So gaben 13 % der Befragten an, dass sie auch nach der Krise vermehrt weiter online shoppen wollen.

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