Zum Inhalt springen
Ihr Kompass für die digitale Welt.
Consumer & Digital Life

iPhone Duo in Deutschland: 2.299 Euro, Vorbestellung ab Freitag, 16. Oktober – und Siri AI laut Apple zunächst nicht in der EU

Das iPhone Duo kostet laut apple.com/de ab 2.299 Euro (256 GB, inkl. MwSt.), vorbestellen lässt es sich ab Freitag, 16. Oktober, 14 Uhr MESZ, erhältlich ist es ab 23. Oktober. Apple vermerkt dazu: „Siri AI wird zunächst nicht in der EU in iOS 27 verfügbar sein.“ Was das Faltgerät laut Apple bietet und für wen sich das Bereitstehen lohnt.

Aufgeklapptes iPhone Duo als faltbares Smartphone auf einem Holztisch im CaféDieses Bild wurde komplett mit KI generiertProviderhiggsfieldModellgpt_image_2PromptA sleek unbranded foldable smartphone half-unfolded on a wooden cafe table, showing a large inner screen with abstract colorful wallpaper, a hand reaching for it, shallow depth of field. Photorealistic editorial magazine photo, natural light, 16:9. Absolutely no text, no letters, no numbers, no logos, no brand marks, no recognizable products of real brands.
Faltbares Smartphone (Symbolbild)

Stellen Sie sich vor: Montagmorgen, Kaffeeküche, kurz nach neun. Jemand holt ein Handy aus der Tasche, klappt es auf – und plötzlich liegt da ein kleines Tablet in der Hand. Alle schauen hin. Einer fragt, was das kostet. Und die Antwort lässt die Kaffeemaschine kurz vergessen, dass sie eigentlich brühen sollte.

Genau diese Szene ist natürlich nur ausgedacht (ich hatte das Gerät nicht in der Hand). Aber die Frage dahinter ist echt. Seit Montag, 12. Oktober, ruft Apple auf apple.com/de dazu auf, sich auf die Vorbestellung des iPhone Duo vorzubereiten. Die Vorbestellung startet am Freitag, 16. Oktober, um 14 Uhr MESZ. Erhältlich ist das Gerät ab Freitag, 23. Oktober.

Der Einstiegspreis in Deutschland liegt laut Apple bei 2.299 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Und es gibt eine Fußnote, die man leicht überliest: „Siri AI wird zunächst nicht in der EU in iOS 27 verfügbar sein.“

Das ist der Rahmen. Jetzt sortieren wir ihn.

Was steht auf der Apple-Seite wirklich?

Beginnen wir mit dem Nüchternsten. Die deutsche Shopseite zum iPhone Duo bei Apple Deutschland sagt wörtlich: „Schau am 12.10. wieder vorbei und bereite dich auf die Vorbestellung vor. Vorbestellen ab 16.10. um 14 Uhr MESZ. Erhältlich ab 23.10.“

Mehr nicht. Kein Programmname, kein Countdown-Gimmick. Eine Seite, die sagt: Kommen Sie wieder, es geht bald los.

Das iPhone Duo ist das erste faltbare iPhone. Apple hat es in einer Pressemitteilung vom 9. September vorgestellt, die Sie im Apple Newsroom nachlesen können (auf Englisch). Neu ist also nicht das Gerät selbst. Neu ist seit dem 12. Oktober die Preisliste für Deutschland und der konkrete Fahrplan.

Laut Newsroom können Kundinnen und Kunden in mehr als 70 Ländern und Regionen vorbestellen, Deutschland gehört dazu. Der Start ist dort mit 5 Uhr morgens pazifischer Zeit am 16. Oktober angegeben. Das entspricht 14 Uhr MESZ und passt zur deutschen Shopseite.

Ein Wort zur Quellenlage, weil es mir wichtig ist: Alles, was ich Ihnen hier zu Preisen, Displays und Akku nenne, stammt von Apple selbst. Es gibt noch kein Gerät im Handel und keine unabhängigen Messungen. Ich schreibe also über Herstellerangaben, nicht über Erfahrungen. Das ist keine Schwäche dieses Textes, sondern der ehrliche Stand der Dinge.

Wir bei digital-magazin.de halten es bei solchen Starts immer gleich: erst die Primärquelle lesen, dann einordnen, und im Zweifel lieber einen Satz weglassen als einen raten. Das gilt hier besonders, denn bei einem Gerät für über 2.000 Euro sollte jede Zahl einen Beleg haben.

Was kostet das iPhone Duo in Deutschland?

Vier Speicherstufen, vier Preise. Laut apple.com/de, jeweils inklusive Mehrwertsteuer und in beiden Farben identisch:

256 GB kosten 2.299 Euro. 512 GB kosten 2.549 Euro. 1 TB kostet 3.049 Euro. Und 2 TB kosten 3.799 Euro.

Preise iPhone Duo in Deutschland nach Speicher (laut apple.com/de, inkl. MwSt.)

Krass? Ja, ziemlich. Bei einem faltbaren Gerät hatte ich ehrlich gesagt eine Zwei vorne erwartet, aber nicht zwingend eine Drei und schon gar nicht eine Sieben in der obersten Stufe. Die Preisliste reicht bis 3.799 Euro, und das ist eine Ansage.

Zur Einordnung: Apple nennt im Newsroom einen US-Preis, der bei 1.999 Dollar beginnt (U.S.). Ich lasse das bewusst stehen, ohne Umrechnung und ohne Vergleich. Der US-Preis wird ohne Verkaufssteuer angegeben, der deutsche enthält 19 Prozent Mehrwertsteuer. Das sind verschiedene Grundlagen, und ein Vergleich würde mehr verwirren als helfen.

Bleiben wir deshalb bei dem, was für Sie zählt: dem deutschen Preis.

Zwei Farben, ein Preis

Auf der deutschen Shopseite stehen zwei Farben: Sternenweiß und Nachthimmel. Beide kosten in jeder Speicherstufe exakt dasselbe. Wer also zwischen hell und dunkel schwankt, muss das nicht über das Konto entscheiden, sondern nur über den Geschmack.

Mehr zu den Farben verrät die Shopseite nicht. Ob sie im Alltag Fingerabdrücke zeigen, ob sie auf Fotos so aussehen wie auf der Seite – keine Ahnung, und das schreibe ich hier bewusst so hin.

Welche Speicherstufe passt?

Die Frage stellt sich bei jedem Handy, aber bei Preisen von 2.299 bis 3.799 Euro wird sie ernster. Die Stufen liegen laut Apple bei 256 GB, 512 GB, 1 TB und 2 TB. Welche davon für Sie sinnvoll ist, hängt von Ihrer Nutzung ab: Wie viele Fotos und Videos tragen Sie mit sich herum? Nutzen Sie Cloud-Speicher? Laden Sie viele Filme für unterwegs herunter?

Ich rechne hier bewusst nichts pro Gigabyte aus. Solche Rechnungen wirken schnell exakt und sagen doch wenig. Stattdessen empfehle ich einen Blick in den Speicherbereich Ihres jetzigen Handys: Was ist dort wirklich belegt? Diese Zahl ist ehrlicher als jede Faustregel.

Und im Vergleich zum iPhone 18 Pro?

Hier lohnt ein Blick auf das, was viele ohnehin im Kopf haben. Das iPhone 18 Pro startet laut apple.com/de bei 1.449 Euro. Das ist der niedrigste gelistete Preis auf der Shopseite des Pro-Modells.

Die kleine Rechnung dazu, ausdrücklich als dm-Rechnung: 2.299 Euro minus 1.449 Euro ergibt 850 Euro. Um diese Summe liegt der Einstieg des Duo über dem Einstieg des 18 Pro.

850 Euro. Das ist ein ordentlicher Kurzurlaub, ein gutes Fahrrad, oder eben der Preis für ein anderes Format.

Wichtig dabei: Das sind zwei verschiedene Geräte. Ich vergleiche hier nur die Startpreise, keine Leistung, keine Kamera, keine Ausstattung. Ob die 850 Euro „fair“ sind, kann ich nicht beurteilen, und wer Ihnen das vor dem Marktstart verbindlich sagt, hat entweder mehr Informationen als wir oder weniger Skrupel.

Meine Einschätzung bleibt trotzdem deutlich: Der Aufpreis ist kein Rundungsfehler. Wer ihn zahlt, sollte das Aufklappen wirklich wollen. Nicht einmal, nicht zum Angeben, sondern als Gewohnheit.

Zwei Displays beim Duo: Was Apple dazu sagt

Jetzt zum Format, denn das ist ja der Witz an der Sache. Laut Apple hat das iPhone Duo außen ein 5,4-Zoll-Display, wenn es zugeklappt ist, und innen ein 7,6-Zoll-Display im aufgeklappten Zustand.

Zum Außendisplay schreibt Apple, es liefere im zugeklappten Zustand 90 Prozent der Bildschirmfläche des iPhone 18 Pro. Das ist eine Herstellerangabe, die ich so wiedergebe und nicht nachgemessen habe. Gemeint ist die Fläche, nicht die Qualität, nicht die Bedienung.

ProMotion, Always On, 3000 Nits

Weitere Display-Details aus der Pressemitteilung, alle Herstellerangaben: ProMotion, also eine anpassbare, flüssige Bildwiederholung, sowie eine Always-On-Darstellung. Dazu nennt Apple eine Spitzenhelligkeit von 3000 Nits im Freien.

Was die 3000 Nits praktisch bedeuten, lässt sich ohne Gerät nicht sagen. Eine Spitzenhelligkeit ist ein Höchstwert unter bestimmten Bedingungen, kein Dauerzustand. Ob man im Hochsommer auf dem Balkon wirklich alles erkennt, werden Tests zeigen, nicht ich.

Nano-Texture innen

Das Innendisplay hat laut Apple eine Nano-Texture-Oberfläche. Mehr steht dazu in meinen Quellen nicht, also lasse ich es bei dieser Angabe. Ich könnte jetzt über Spiegelungen und Mattheit spekulieren. Moment mal: Nein, das lasse ich. Spekulation ist billig, und Sie haben Besseres verdient.

Was ist offen?

Ob sich 7,6 Zoll im Zug beim Lesen gut anfühlen, ob man die Falz sieht, ob das Außendisplay für Nachrichten reicht: Das sind Fragen für Tests. Ich stelle sie, ich beantworte sie nicht.

Was ich sagen kann: Ein Gerät, das zugeklappt noch ein vollwertiges Handy sein soll und aufgeklappt ein kleines Tablet, zielt auf ein Problem, das viele von uns kennen. Wir tragen zwei Geräte mit uns herum, und eines davon bleibt meistens in der Tasche. Für alle, die Handy und Tablet ersetzen wollen, ist das Format der Punkt. Für alle anderen ist es ein sehr teurer Umweg.

Wie lange hält der Akku des Duo laut Apple?

Hier muss man genau hinschauen, denn Apple gibt gleich drei Werte an. Sie gelten laut Pressemitteilung als Herstellerangaben und hängen davon ab, welches Display Sie nutzen.

Bis zu 31 Stunden Videowiedergabe sind es, wenn Sie das innere Display verwenden. Bis zu 44 Stunden Videowiedergabe sind es mit dem äußeren Display. Und bis zu 24 Stunden Nutzung pro Ladung gibt Apple an, wenn beide Displays gleichmäßig genutzt werden. (Das ist meine Übersetzung der englischen Angaben.)

Der Unterschied leuchtet ein: Das große Innendisplay braucht mehr Strom. Wer vor allem zugeklappt telefoniert und schreibt, kommt also laut Apple deutlich weiter als jemand, der den ganzen Tag aufgeklappt Serien schaut.

Zur Sicherheit noch einmal die Zuordnung, weil sie so leicht verrutscht: 31 Stunden innen, 44 Stunden außen. Nicht umgekehrt.

Schnellladen laut Apple

Beim Laden nennt Apple bis zu 50 Prozent in rund 20 Minuten mit Kabel und in rund 30 Minuten per MagSafe oder Qi2 (Herstellerangaben). Ich finde, das klingt praktisch, vor allem für den Morgen, an dem man zu spät dran ist und der Akku trotzdem nicht leer sein darf.

Aber ob es im echten Leben so ausfällt, werden Tests zeigen, nicht Pressemitteilungen. Laborwerte und Alltag liegen erfahrungsgemäß nicht immer beieinander. Das gilt für jeden Hersteller, nicht nur für Apple.

Was die Akkuangaben nicht verraten

Videowiedergabe ist ein genormter Fall. Ihr Alltag ist es nicht: Messenger, Navigation, Fotos, Mails, mal aufgeklappt, mal zugeklappt. Die 24 Stunden bei gleichmäßiger Nutzung beider Displays kommen dem noch am nächsten, aber auch sie sind eine Herstellerangabe. Wie Ihr Tag aussieht, weiß Apple nicht.

Siri AI und die Fußnote für die EU…

iPhone mit großem Faltdisplay abends im Wohnzimmer in der HandDieses Bild wurde komplett mit KI generiertProviderhiggsfieldModellgpt_image_2PromptA person in a living room in the evening holding a large unfolded tablet-sized foldable phone, looking at abstract photo thumbnails, a calendar on the wall is blurred. Photorealistic editorial magazine photo, natural light, 16:9. Absolutely no text, no letters, no numbers, no logos, no brand marks, no recognizable products of real brands.
Großes Display im Alltag (Symbolbild)

Jetzt der Teil, der in der Kaffeeküche vermutlich für lange Gesichter sorgen würde. Am Ende der deutschen Shopseite steht eine Fußnote. Wörtlich: „Siri AI wird zunächst nicht in der EU in iOS 27 verfügbar sein.“

Das ist alles. Apple nennt in dieser Fußnote keinen Grund. Es nennt auch kein Datum, wann Siri AI in der EU nachkommen könnte. Ich möchte hier ausdrücklich nichts dazudichten: Weder steht dort „nie“, noch steht dort „gestrichen“, noch erklärt Apple dort, woran es liegt.

Was heißt „zunächst“? Das Wort sagt: Es ist ein Stand, kein Schlusspunkt. Wie lange dieser Stand gilt, sagt Apple nicht.

Wer wissen will, was Siri AI überhaupt kann, findet das in unserem Artikel über Siri AI im Kamera-Modus, wo die Funktion beschrieben ist. Dort steht, worum es bei Siri AI geht, und genau darauf müssten Nutzende in der EU laut Fußnote zunächst verzichten.

Auch bei den AirPods gibt es dieselbe Regionsfrage: Der Beitrag AirPods 5 und die Frage nach Siri AI in der Region fragt, ob man jetzt kaufen oder auf Siri AI warten sollte. Das Muster ist also nicht neu.

Was bedeutet das für Ihre Entscheidung?

Meine ehrliche Einschätzung: Bei einem Gerät für 2.299 Euro und mehr ist so eine Fußnote kein Kleingedrucktes für die Statistik. Sie gehört in die Kaufentscheidung. Ob sie Sie stört, hängt davon ab, was Sie von Siri AI erwarten. Wer sie ohnehin kaum nutzen würde, zuckt mit den Schultern. Wer auf sie gewartet hat, eher nicht.

Fragen Sie sich einfach: Was würde ich mit Siri AI tun, wenn ich sie hätte? Und fehlt mir das wirklich, wenn es erst später kommt? Wenn die Antwort „kaum“ lautet, ist die Fußnote ein Randthema. Wenn sie „eigentlich der Hauptgrund“ lautet, sollten Sie abwarten.

Touch ID, eSIM und ein Pencil, der später kommt

Dann gibt es ein paar Alltagsdetails aus dem Newsroom, die für die Kaufentscheidung mehr zählen, als man zuerst denkt.

Erstens: Touch ID. Laut Apple ist der Fingerabdrucksensor in den Seitentaster integriert und funktioniert, egal ob das iPhone Duo geöffnet oder geschlossen ist. Face ID erwähnt die Pressemitteilung in diesem Zusammenhang nicht. Dass das eine Abgrenzung zu anderen iPhones ist, ist meine Einordnung und kein Apple-Satz. Praktisch klingt es trotzdem: Ein Sensor, der immer erreichbar ist, auch wenn das Gerät halb gefaltet in der Hand liegt.

Zweitens: eSIM. Apple schreibt, das iPhone Duo habe weltweit ein reines eSIM-Design. Also auch in Deutschland kein SIM-Kartenfach. Wer seine Karte gern mal ins Zweitgerät steckt (ich gebe zu, ich hab das früher ständig gemacht), muss umdenken.

Die eSIM-Fragen vor dem Kauf

Und Sie so? Hier ein paar Fragen, die Sie vor dem 16. Oktober klären können. Unterstützt Ihr Tarif eine eSIM? Brauchen Sie eine neue Karte oder ein Profil von Ihrem Anbieter? Nutzen Sie bisher eine zweite SIM für Arbeit oder Reisen? Wie wechseln Sie die Nummer, wenn das alte Gerät nicht mehr greifbar ist?

Welche Anbieter was bieten, steht nicht in den Apple-Quellen, deshalb erfinde ich hier nichts. Aber ein Anruf bei der Hotline oder ein Blick in den Kundenbereich kostet zehn Minuten und kann Ihnen Ärger am Liefertag ersparen.

Drittens: der Apple Pencil. Laut Newsroom soll das iPhone Duo „später in diesem Jahr“ den Apple Pencil mit USB-C unterstützen (sinngemäße Übersetzung aus dem Englischen). Also nicht zum Verkaufsstart. Einen Preis nennt die Quelle nicht, ein konkretes Datum auch nicht.

Wer das Gerät also zum Zeichnen oder Notieren kaufen will, kauft zuerst ein Gerät und wartet dann auf das Zubehör. Das kann okay sein. Man sollte es nur vorher wissen.

Kid Cue und Duo Preview: Das Außendisplay als Helfer

Mein liebstes Detail ist ein kleines. Apple nennt es Kid Cue. Laut Newsroom spielt das Außendisplay dabei Peanuts-Animationen ab, um die Aufmerksamkeit von Kindern zu gewinnen, damit sie in die Kamera schauen (sinngemäß übersetzt).

Kennen Sie das? Sie wollen ein Foto vom Kind machen, und es schaut überall hin, nur nicht zur Linse. Hier soll eine Animation auf der Außenseite helfen. Charmant.

Ob die Funktion in Deutschland genauso heißt, ist in den Quellen nicht angegeben. Ich bleibe deshalb beim englischen Namen.

Duo Preview

Dazu gehört laut Apple Duo Preview: eine Live-Vorschau auf dem Außendisplay. Das Prinzip: Die fotografierte Person sieht, wie sie im Bild aussieht. Wie gut das in der Praxis klappt, steht auf einem anderen Blatt.

Ich finde, solche Details sagen mehr über ein neues Format aus als jede Zahl. Sie zeigen, was ein zweites Display am Außenrand überhaupt anstellen kann. Ob es sich im Alltag durchsetzt oder nach drei Wochen vergessen ist, wissen wir erst nach den ersten Tests.

Wie läuft die Vorbestellung des Duo ab Freitag, 16. Oktober?

Der Ablauf ist vorerst übersichtlich. Seit Montag, 12. Oktober, ist die Vorbereitungsseite online. Vorbestellen können Sie ab Freitag, 16. Oktober, um 14 Uhr MESZ. Erhältlich ist das Gerät ab Freitag, 23. Oktober.

Mehr zum Ablauf nennen die Quellen nicht. Keine Liefermengen, keine Lieferzeiten, keine deutschen Finanzierungskonditionen. Die Ratenbeispiele, die in der US-Mitteilung stehen, gelten für die USA. Ich werde sie hier nicht übertragen.

Ein Muster kennen wir von anderen Apple-Starts: Wir bei digital-magazin.de haben bei der Vorbestellung des Mac mini M6 beschrieben, wie Apple den Ablauf aufbaut und worauf man bei Terminen achten kann. Ob das Duo genauso läuft, ist offen, aber die Struktur dürfte ähnlich sein.

Praktische Vorbereitung ohne Zauberei

Mein Rat, rein praktisch: Legen Sie vorab fest, welche Speichergröße und welche Farbe Sie wollen. Wer im entscheidenden Moment noch zwischen 256 GB und 1 TB schwankt, verliert Zeit. Sternenweiß oder Nachthimmel? Entscheiden Sie das vorher, nicht um 14:01 Uhr.

Prüfen Sie außerdem, ob Ihre Apple-Konto-Daten stimmen: Anmeldung, Zahlungsmittel, Lieferadresse. Das ist keine Apple-Funktion, sondern gesunder Menschenverstand. Und planen Sie den Freitag so, dass Sie um 14 Uhr nicht gerade im Meeting sitzen.

Ach so: Und prüfen Sie, ob Ihr altes Gerät noch einen Wert hat. Was Apple dafür anbietet, steht in meinen Quellen nicht. Ich erwähne es nur als Gedanken, nicht als Angebot.

Vorsicht vor Fake-Vorbestell-Mails

Dazu eine Warnung, die wenig mit Apple zu tun hat und viel mit der Welt da draußen: Rund um große Produktstarts tauchen gern gefälschte Mails und Seiten auf, die Vorbestellungen versprechen. Bestellen Sie nur direkt auf apple.com/de und klicken Sie nicht auf Links in unerwarteten Nachrichten.

Ein Muster, das immer wieder funktioniert: Zeitdruck. „Nur noch wenige Geräte“, „Jetzt Platz sichern“. Seriöse Händler schreiben so nicht. Wenn eine Nachricht Sie drängt, ist das schon ein Warnsignal. Ein aktuelles Beispiel für Betrugsmails finden Sie in unserem Beitrag zur Phishing-Kampagne, die sich als Bundesbank ausgibt.

Wer sollte am Freitag um 14 Uhr bereitstehen?

Jetzt kommt meine Einschätzung, ausdrücklich als solche. Ich habe das Gerät nicht in der Hand gehabt, also ist das keine Kaufempfehlung, sondern eine Orientierung.

Am Freitag, 16. Oktober, um 14 Uhr sollte bereitstehen, wer Handy und Tablet tatsächlich zu einem Gerät zusammenlegen will. Auch wer ohnehin 2.000 Euro oder mehr für ein Smartphone eingeplant hat, gehört dazu. Und wer die Technik mag und mit einer ersten Generation leben kann, samt allem, was das bedeutet.

Besser abwarten sollte, wer auf unabhängige Tests hofft. Wer nicht sicher ist, ob der eigene Tarif eSIM kann. Wer den Apple Pencil von Anfang an braucht, denn der soll erst später in diesem Jahr unterstützt werden. Und wer auf Siri AI in der EU angewiesen ist, denn laut Apple fehlt sie zunächst.

Für alle dazwischen gilt: Der Preisunterschied zum iPhone 18 Pro liegt rechnerisch bei 850 Euro (dm-Rechnung: 2.299 € minus 1.449 €). Fragen Sie sich ehrlich, ob Sie das Format dafür täglich nutzen würden. Nicht einmal zum Vorzeigen, sondern jeden Tag.

Dass Apple die Vorbestellung zeitgleich in über 70 Ländern startet, heißt übrigens nicht, dass Sie in der ersten Minute dabei sein müssen. Wie schnell das Gerät nach dem 23. Oktober verfügbar ist, geben die Quellen nicht her. Ein Grund zur Panik ist das nicht, aber ein Grund, vorbereitet zu sein.

Und jetzt, Sie?

Was bleibt? Ein ziemlich teures, ziemlich neugierig machendes Gerät mit einem klaren Haken für die EU und einem Zubehörteil, das noch fehlt.

Ich bin selbst zwiegespalten. Das Format reizt mich. Der Preis nicht. Und die Fußnote zu Siri AI sorgt dafür, dass ich in den ersten Tagen lieber lese als bestelle.

Aber das bin ich. Wie sieht es bei Ihnen aus? Würden Sie am Freitag, 16. Oktober, um 14 Uhr vor dem Bildschirm sitzen, oder warten Sie lieber die ersten Tests ab? Und welche Frage müsste ein Test unbedingt beantworten, damit Sie überhaupt über 2.299 Euro nachdenken?

Schreiben Sie es uns. Wir bei digital-magazin.de sind gespannt, was bei Ihnen in der Kaffeeküche besprochen wird.