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Anker MindBase: Noch ein Hub — oder endlich Lokal-Hirn?

Anker stellt MindBase als lokales AI-Haushirn vor — mit Matter, bis 48 TB und 26 TOPS. Spoiler: Wer schon Home Assistant, eufy HomeBase, Alexa und Google im Keller stapelt, bekommt trotzdem noch einen Klopfer an der Tür.

Kompakte Hub-Box neben Router und Kameras auf RegalDieses Bild wurde komplett mit KI generiertProviderhiggsfieldModellgpt_image_2PromptPhotorealistic German living room media shelf, compact matte black smart-home hub box next to a consumer Wi-Fi router and two small security cameras, mild cable tangle behind, soft evening interior light, documentary product lifestyle, no logos, no brand marks, no readable text, 16:9
Kompakte Smart-Home-Hub-Box auf einem Regal neben Router und Kameras, Kabelchaos im Hintergrund angedeutet (Symbolbild)

Anker stellt MindBase als lokales AI-Haushirn vor — mit Matter, bis 48 TB und 26 TOPS. Spoiler: Wer schon Home Assistant, eufy HomeBase, Alexa und Google im Keller stapelt, bekommt trotzdem noch einen Klopfer an der Tür.

Samstagvormittag, Keller. Die Luft riecht nach Kabelbinder und leicht angebranntem Netzteil. An der Wand: Home Assistant auf dem Mini-PC. Daneben die eufy HomeBase, die brav ihre Kameras hütet. Oben im Wohnzimmer grummelt Alexa, als hätte sie das letzte Wort. Google Home nickt von der Küchenzeile mit. Und genau in dem Moment klopft ein neues Gerät mental an die Kellertür: Anker MindBase. „Hallo, ich bin das Brain.“ Spoiler: Mein Hub-Zoo hat nicht „endlich Ruhe“ gesagt. Er hat nachgezählt.

Im Ernst: Das ist der Einstieg, den viele von uns gerade fühlen. Nicht „wow, endlich alles in einer Box“, sondern „noch ein Hirn — und mein Backup-Plan bekommt wieder einen neuen SPOF“. Lokal-first klingt nach Privatsphäre-Gewinn. Kann es auch sein. Es kann aber genauso ein Single Point of Failure werden, der Firmware, Strom und Vertrauen in einem Gehäuse bündelt. Genau darüber schreiben wir bei digital-magazin.de — mit belegten Claims, ohne erfundene EU-Launch-Termine, ohne Preis-Fantasie.

Nerd-Alarm: Vorab — MindBase ist laut Hersteller ein local AI home hub — Connectivity, lokale Intelligenz, lokaler Speicher. Preis und Datum für MindBase selbst: TBD. Wir erfinden nichts. Die kurze Version der These: Hub-Müdigkeit ist greifbar. Wer schon HA + HomeBase + Sprachassistenten fährt, muss ehrlich fragen, ob „noch ein Brain“ Entlastung ist — oder nur ein weiterer Mitbewohner mit eigenem Terminkalender.

Was Anker mit MindBase auf der IFA vorgestellt hat

Laut der Anker-Pressemitteilung zu MindBase auf EIN Presswire (3. September, IFA Berlin) stellt CEO Steven Yang MindBase als zentrales Brain vor: whole-home connectivity, local intelligence, memory — in einem System. Sinngemäß und belegt: Ein autonomes Zuhause brauche Verbindung, lokale Intelligenz und Speicher, der unter Kontrolle der Familie bleibe. Marketing-Wort „autonomous home“? Ja. Reale Integrationsarbeit? Ebenfalls ja — und die trennen wir hier hart.

Geräte-Personifikation, erste Runde: MindBase stellt sich vor wie der neue Mitbewohner mit Lebenslauf. „Ich kann verbinden.“ „Ich kann denken — lokal.“ „Ich kann mich erinnern — bis 48 TB.“ Home Assistant im Keller runzelt die Stirn: „Ich mache das schon seit Jahren, nur ohne Hochglanzfolie.“ Die HomeBase murmelte: „Footage? Das kenn ich.“ Alexa von oben: „Alexa, was ist ein Brain?“ Spoiler: Genau dieses Gespräch führen gerade viele Wohnungen — nur leiser und teurer.

Drei Bausteine, so wie Anker sie verkauft:

  • EasyOmni Link: Software-Schicht für Anker-Geräte und Matter-kompatible Produkte; One-Tap für Anker; laut Claim parallel zu HomeKit, Alexa, Google Assistant und Home Assistant.
  • TrueSmart Agent: On-Device-AI mit Inhouse-LLM auf einer AI-Core-Compute-Card — 26 TOPS; perceive / plan / act lokal; zuerst NAS Agent und Security Agent; später Energy- und Clean-Agents geplant.
  • EverSafe Memory: erweiterbarer lokaler Speicher bis 48 TB, NAS-ähnlich; natürliche Sprachsuche, Highlight-Reels, Foto-/Video-Analyse — ohne persönliche Daten in die Cloud zu schicken (Vendor-Claim).

Für bestehende HomeBase-S380-Nutzerinnen und Nutzer: Bestehendes Footage könne laut Anker auf MindBase übertragen werden. Klingt wie Umzugshilfe. Ist in der Praxis trotzdem ein Bastelprojekt mit Checkliste — nicht mit Zauberstab.

Hier wird Hub-Müdigkeit konkret. EasyOmni Link soll laut Pressemitteilung nahe an 100 Anker-Geräte plus hunderte Matter-kompatible Produkte anbinden. One-Tap für Anker. Matter für den Rest. Und dann der Satz, der im Keller Echo erzeugt: works alongside HomeKit, Alexa, Google Assistant, Home Assistant. Alongside. Nicht statt. Spoiler: „Alongside“ ist oft der höflichste Weg zu sagen „Sie behalten Ihren Zoo — und bekommen einen Zoo-Aufseher dazu“.

The Verge ordnet das technisch schärfer ein. Laut Jennifer Pattison Tuohys Verge-Bericht zu Anker MindBase wird MindBase als Matter-Controller mit Matter 1.5 positioniert, mit Support für über 40 Matter-Kategorien — Lights, Sensors, HVAC und Co. Eufy-Security-Sprecherin Janet Jin sagte dem Verge, man plane, Matter-kompatible Third-Party-Kameras zu integrieren. Funkseitig: Dualband-WLAN, Bluetooth, Thread, Zigbee. Dazu HomeKit Secure Video, Alexa, Google Home, Home Assistant.

Wer Zigbee, Thread und Matter sowieso auseinanderhalten will, bevor der nächste Controller einzieht, findet bei uns den Protokoll-Vergleich zu Zigbee, Thread und Matter mit Alltagsfokus. Weil: Klingt einfach, ist es aber nicht — vor allem wenn Thread und Zigbee plötzlich im selben Brain sitzen und Ihr bisheriger Stick im HA-Setup trotzdem weiteratmen will.

Alltagsvergleich: Sie haben schon vier Schlüsselbunde. Jetzt kommt ein fünfter, der sagt: „Ich öffne auch die anderen Türen — manchmal.“ Das kann entlasten. Das kann auch bedeuten, dass Sie morgens fünf Schlüsselbunde suchen, wenn einer streikt. Alongside ist Versprechen und Warnung zugleich.

Nerd-Alarm: Controller-Logik — Ein Matter-1.5-Controller, der 40+ Kategorien abdeckt, klingt nach Entlastung für App-Hopping. Er ersetzt aber nicht automatisch Ihre HA-Automationen, Ihre Alexa-Routinen und Ihre Google-Szenen. Er stapelt eine weitere Steuerungsebene obendrauf — es sei denn, Sie migrieren bewusst. Migration ist Arbeit. Alongside ist Marketing. Beides darf im selben Satz stehen, solange man sie nicht verwechselt.

TrueSmart Agent: 26 TOPS lokal — und was das im Wohnzimmer heißt

26 TOPS. Die Zahl klebt an der Folie wie ein Aufkleber am Mini-PC. Anker beschreibt TrueSmart Agent als On-Device-Engine auf einer AI-Core-Compute-Card mit Inhouse-LLM. Die Agenten sollen lokal wahrnehmen, planen, handeln. Zuerst: NAS Agent und Security Agent. Später geplant: Energy Agent, Clean Agent. Spoiler: „Später“ ist kein Liefertermin. „Geplant“ ist eine Roadmap-Folie.

Was bedeutet 26 TOPS im Wohnzimmer — ohne Spec-Sheet-Romantik? Es bedeutet: Es gibt dedizierte Rechenleistung im Haus für lokale Auswertung. Es bedeutet nicht automatisch: Ihr gesamtes Zuhause wird „autonom“ und braucht Sie nicht mehr. Perceive / plan / act lokal ist ein Architekturversprechen. Ob die Security-Antwort dann Beobachtung, Licht, Sprachwarnung oder aktive Abschreckung ist — das beschreibt Anker für den Security-Agenten. Ob das in Ihrer Einfahrt um 2:17 Uhr so klug wirkt wie auf der IFA-Bühne, misst erst der Alltag.

Geräte-Personifikation, zweite Runde: Der TrueSmart Agent ist der Mitbewohner, der sagt: „Ich entscheide das hier vor Ort.“ Home Assistant antwortet: „Ich auch — aber mit YAML und Backup.“ Alexa ruft von oben: „Soll ich das Licht machen?“ MindBase: „Ich checke erst Risiko.“ Spoiler: Mehr Entscheider im Haus erzeugen nicht automatisch bessere Entscheidungen. Sie erzeugen Koordinationsbedarf.

Wer bei uns schon lokale Sprachsteuerung ohne Cloud-Umweg bastelt, kennt den verwandten Gedanken aus dem Text zu Home Assistant mit Ollama Assist ohne Cloud als lokalem Hirn. Randnotiz, kein Cluster-Remake: Dort geht es um Assist-Disziplin und Exposed Entities. Hier um ein Hersteller-Brain mit NAS und Security-Agent. Gemeinsame Frage: Bleibt Intelligenz im Haus — und wer hat den Stecker in der Hand, wenn sie ausfällt?

Im Ernst: Lokal rechnen ist ein Privatsphäre-Argument. Lokal alles bündeln ist ein Ausfall-Argument. Beides gleichzeitig wahr. Wer nur das erste hört, kauft Folien. Wer nur das zweite hört, verpasst, dass On-Device-LLM für Kamerafutter ein echter Kontrast zu Cloud-Abos sein kann — wenn der Claim hält.

EverSafe Memory: 48 TB, NAS-Feeling und der No-Cloud-Claim

EverSafe Memory ist der Teil, bei dem Nerd-Herzen kurz schneller schlagen. Bis 48 TB erweiterbar. NAS-ähnlich. Fotos, Recordings, Files, Device-Daten lokal. Natürliche Sprachsuche über Footage. Highlight-Reels. Foto- und Video-Analyse. Und der Claim, der auf jeder Folie groß steht: ohne persönliche Daten in die Cloud zu schicken. Keine monatliche Gebühr für diese Features — ebenfalls Claim-Lage laut Verge-Einordnung.

Die kurze Version: Speicher im Haus ist gut. Speicher im Haus als einziges Hirn ist riskant, wenn Backup und Ersatzstrategie fehlen. 48 TB klingen nach „wir haben Platz“. Sie klingen auch nach „wenn die Box stirbt, sterben Erinnerungen und Sicherheitsclips zusammen“ — es sei denn, Sie planen Redundanz. Spoiler: NAS ohne Backup-Denke ist nur eine teure Festplatte mit App.

Kapazitäten und Anbindung, so weit belegt (Verge bzw. Herstellerclaims; Details können sich bis Launch ändern):

MerkmalAngabeQuelle
Kabellose Kameras16The Verge
Kabelgebundene Kameras4The Verge
Sensoren34The Verge
Lokaler Speicherbis 48 TB erweiterbarPresswire / Verge
AI-Compute26 TOPSPresswire
MatterController, Matter 1.5, 40+ KategorienThe Verge

Alltagsvergleich: Früher lag die Familienfotoplatte im Schrank. Dann kam die Cloud. Dann kam „lieber wieder lokal“. Jetzt kommt MindBase und sagt: lokal plus KI-Suche plus Security-Highlights. Klingt nach dem besten aus drei Welten. Ist in der Praxis oft: eine Box, die Strom, Updates und Vertrauen gleichzeitig braucht. Wir bei digital-magazin.de mögen lokale Speicher — und wir mögen noch mehr die Frage „und wenn sie ausfällt?“.

Wer Home Assistant sowieso als Zentrale fährt, sollte Backup-Hygiene nicht erst nach dem ersten SD-Kartentod entdecken. Bei uns liegt dazu der Praxisblick auf Home-Assistant-Backups und warum Restore-Tests keine Kür sind. Gleiche Logik für MindBase: Lokal-first ohne Wiederherstellungsplan ist Optimismus mit Festplatte.

Security Kit first: TrackLight, Doorbell S4 und der Yard-Sensor

Hub mit Speichermodulen und vernetzten Smart-Home-GerätenDieses Bild wurde komplett mit KI generiertProviderhiggsfieldModellgpt_image_2PromptClose-up of a compact home AI hub with visible storage bays and soft status LEDs, blurred smart doorbell and camera accessories nearby, cool calm tech atmosphere, photorealistic, no logos, no brand UI text, no text overlay, 16:9
Lokales Haushirn mit Speichermodulen und Matter-Netzwerk-Metapher (Symbolbild)

Erste greifbare Anwendung laut Anker: das MindBase Security Kit. Kit-Inhalt in der Herstellererzählung: MindBase plus TrackLight Cam S1 (Auto-Tracking-Licht, 180°-Dual-Radar, 4K) plus Video Doorbell S4 plus Smart Security Shield plus Sensoren. Der Security-Agent soll Events lokal bewerten und mit Beobachtung, Licht, Sprachwarnung oder aktiver Abschreckung reagieren. Klingt nach Schichtensystem. Ist erstmal Produktfamilie mit TBD-Preis für die zentrale Box.

Smart Security Shield, belegt über Presswire: 180°-Dual-Radar, Fremde bis 15 m; DSKey-Familenerkennung bis 30 m. Das ist der Sensor am Grundstücksrand, der „wer gehört hierher?“ früher klären will als die Kamera am Briefkasten. Spoiler: Früher erkennen heißt auch früher falsch-positiv nerven — es sei denn, die Erkennung hält, was die Folie verspricht.

Andere IFA-Produkte, knapp und nicht als Hauptpitch: Video Doorbell S4 für 299,99 $ (late September, ausgewählte Märkte); Window Cam E10 für 69,99 $ (später im Jahr); NVR E50 verfügbar in US/CA/AU als Kits; Fall Detection Sensor ohne Preis. MindBase selbst: Preis und Datum TBD. Wir wiederholen das bewusst. Keine EU-Launch-Erfindung. Kein „demnächst bei Ihnen“.

The Verge ergänzt: TrackLight Cam S1 steckt im Security Kit; bestehende Kameras wie die eufyCam S4 sollen laut Claim ebenfalls mit MindBase arbeiten. HomeKit Secure Video ist mitgedacht. Facial-/People-/Car-/Pet-/Stranger-Alerts ohne Monatsgebühr — wiederum Claim-Lage. Im Ernst: Feature-Listen verkaufen Hoffnung. Integrationstests verkaufen Vertrauen. Bis Launch und Langzeittest bleibt vieles „angekündigt“.

Bastelprojekt-Realität für Kit-Interessierte:

  1. MindBase-Box ohne Preis/Datum = noch kein Warenkorb-Moment.
  2. Doorbell S4 und E10 haben eigene Preis-/Marktangaben — nicht mit MindBase-Verfügbarkeit vermischen.
  3. HomeBase-S380-Footage-Transfer klingt hilfreich; planen Sie trotzdem Zeit für Neuordnung, Rechte, App-Wechsel.
  4. Wenn Sie HA parallel behalten: klären, wer welche Automation „besitzt“, bevor zwei Hirne um dieselbe Lampe streiten.

Hub-Müdigkeit: lokal-first als Privatsphäre — und als Single Point of Failure

Hier sitzt die These, deretwegen dieser Text nicht nur Spec-Sheet ist. Lokal-first klingt nach: Daten bleiben im Haus. Gut. Lokal-first heißt auch: Wenn das Hirn stirbt, sterben Steuerung, Suche und Speicherlogik zusammen — oder zumindest ein großer Teil davon. Single Point of Failure. Nicht dramatisch geraunt. Alltäglich: Strom weg, Firmware hapert, Update hängt, Box bricked, Support-Ticket wartet.

Mein eigener Fail, ohne Heldengeschichte: Ich habe schon Hubs gestapelt, „weil der eine das kann und der andere das“. Spoiler: Am Ende konnte keiner alles, und ich konnte vor allem Kabel sortieren. Der Keller wurde zum Museum funktionierender Teillösungen. Jedes neue Brain versprach Entrümpelung. Jedes neue Brain brachte eine neue App, eine neue Account-Logik, eine neue „alongside“-Folie. Hub-Müdigkeit ist kein Modewort. Es ist der Moment, in dem Sie den nächsten Karton öffnen und innerlich „schon wieder?“ flüstern.

Alltagsvergleich: Früher hatten Sie drei Fernbedienungen. Dann kam die Universalfernbedienung. Dann kam die App. Dann kam die zweite App, weil die Universalfernbedienung die Klimaanlage nicht mochte. MindBase will die Universalfernbedienung plus NAS plus Security-Hirn sein. Kann klappen. Kann auch die vierte Fernbedienung werden, die sagt: „Ich steuere die anderen — wenn sie mitspielen.“

Wann ist lokal-first ehrlich Privatsphäre-Gewinn?

  • Wenn Auswertung und Speicherung wirklich im Haus bleiben — und der Claim überprüfbar bleibt.
  • Wenn Cloud-Zwang für Kernfunktionen entfällt (kein Abo-Druck für Basissuche/Alerts — Claim prüfen).
  • Wenn Sie Backups und Ersatzpfade haben, falls die Box ausfällt.

Wann wird es vor allem neuer SPOF?

  • Wenn alles Wichtige an einer Firmware-Pipeline hängt.
  • Wenn „alongside“ bedeutet: fünf Systeme parallel, aber kritisches Wissen nur in einem.
  • Wenn Migration von HomeBase/HA halb gar ist und niemand mehr weiß, welches Hirn gerade wacht.

Wer Home Assistant als Einstieg oder Parallelwelt denkt, hat bei uns den Home-Assistant-Einsteiger-Guide als ruhigen Gegenpol zum Hersteller-Brain. HA ist Bastelprojekt mit Verantwortung. MindBase ist Herstellerversprechen mit Komfortfolie. Beide können lokal sein. Beide können ausfallen. Nur einer verkauft sich als „autonomous home“ — und genau deshalb bleiben wir skeptisch-freundlich statt fanboy-mäßig.

Nerd-Alarm: Hardware-Seite — Wer sowieso über Hosts, Sticks und Mini-PCs nachdenkt, findet bei uns den Überblick zur Home-Assistant-Hardware und sinnvollen Host-Setups. Randnotiz: MindBase ist keine HA-Alternative aus dem Community-Shop. Es ist ein anderes Produktversprechen. Vergleichen Sie Aufgaben, nicht Logos.

Vertrauen, frühere E2E-Diskussionen und warum Claims Claims bleiben

The Verge spricht einen Punkt an, den man fair und ohne Diffamierung nennen muss: Eufy hatte früher Ärger, weil Kameras als End-to-End-verschlüsselt beworben wurden, obwohl das nicht immer so zutraf. Seitdem — so die Einordnung — hat das Unternehmen Richtung lokaler Speicherung und E2E überarbeitet. Spoiler: Vergangenheit löscht man nicht mit einer IFA-Folie. Man adressiert sie mit nachprüfbarem Verhalten.

Im Ernst: Vertrauen ist hier die eigentliche Währung. „Ohne Cloud“ ist leicht gesagt. „Ohne Cloud“ ist schwer bewiesen — über App-Traffic, Firmware-Analysen, Independent Reviews, Langzeitbeobachtung. Bis dahin kennzeichnen wir Vendor-Claims als Claims. Das ist keine Feindseligkeit. Das ist Handwerk. Wir bei digital-magazin.de schreiben lieber „behauptet“ als „ist“, wenn der Beweis noch fehlt.

Geräte-Personifikation, dritte Runde: MindBase sagt: „Deine Daten bleiben hier.“ Der Keller fragt: „Und deine Telemetrie?“ MindBase: „Lokal.“ Der Keller: „Beweise es nach dem ersten Major-Update.“ Genau dieser Dialog ist erwachsen. Wer ihn als Nestbeschmutzung liest, verwechselt Kritik mit Ablehnung. Man kann lokale Architektur gut finden und trotzdem Trust-Schulden mitdenken.

Praktische Vertrauens-Checkliste, alltagstauglich:

  1. Claim „no personal data to the cloud“: nach Launch Netzwerkverhalten beobachten (nicht nur Pressetext).
  2. Account-Zwang und App-Pflicht: Welche Kernfunktion geht offline?
  3. Update-Politik: Wie transparent sind Changelogs, wenn Security-Agenten „handeln“?
  4. Exit-Strategie: Können Footage und Dateien ohne Vendor-App sinnvoll runter?
  5. Parallelbetrieb: Bleibt HA/HomeBase ein Notausgang — oder wird er still beerdigt?

Klingt trocken. Rettet später Nerven. Und ja: Das ist Bastelprojekt-Ethik, auch wenn die Box aus dem Regal kommt und nicht aus dem Flashen einer SSD.

Für wen Anker MindBase Sinn ergeben kann — und für wen erstmal nicht

Die kurze Version ohne Kaufbefehl: Sinnvoll wirken kann MindBase vor allem, wenn Sie tief in Anker-/eufy-Security stecken, lokalen Speicher plus KI-Suche wollen, Matter 1.5 als Controller-Schicht mitdenken und bereit sind, ein weiteres zentrales Gerät zu warten. Weniger sinnvoll wirkt es, wenn Ihr Hub-Zoo schon schreit, HA Ihre Automationen trägt und Sie vor allem Ruhe statt eine neue Brain-Rolle brauchen — zumindest bis Preis, Datum und Langzeittests klarer sind.

Wann „noch ein Hub“ eher Ja sein kann:

  • Sie wollen Security-Footage, NAS-Feeling und lokale Auswertung in einer Herstellerlösung.
  • Sie nutzen bereits eufy/Anker-Kameras und finden HomeBase-Transfer interessant.
  • Sie wollen Matter-Controller-Funktion inkl. Thread/Zigbee-Funk aus einer Box (laut Spec-Lage).
  • Sie akzeptieren, dass Energy-/Clean-Agents erst „später“ kommen — und kaufen nicht die Roadmap.

Wann eher Nein / Warten:

  • Preis und Verfügbarkeit von MindBase sind TBD — Budgetplanung auf Sand.
  • Ihr Setup lebt von HA-Automationen; „alongside“ würde Komplexität erhöhen statt senken.
  • Sie brauchen nachgewiesene Trust-Historie mehr als IFA-Buzz — dann erst Independent Reviews abwarten.
  • 48 TB klingen verlockend, aber Sie haben keinen Backup-Plan für den SPOF-Fall.

Alltagsvergleich zum Schluss ohne Fazit-Schild: Der Keller-Hub-Zoo ist wie eine WG mit zu vielen Personen, die alle „ich organisiere den Einkauf“ sagen. MindBase bewirbt sich als Haushaltsvorstand mit NAS-Keller und Security-Schicht. Manchmal braucht eine WG genau das. Manchmal braucht sie weniger Vorstände und mehr Abwaschplan. Spoiler: Das entscheiden nicht Pressetexte. Das entscheiden Ihr Setup, Ihr Vertrauen und Ihr Wille, noch ein Gerät zu füttern.

Und weil Hardware-Realität und Herstellerversprechen oft zwei Stockwerke auseinanderliegen: Wer Hosts und Sticks sowieso plant, liest bei uns parallel den Hardware-Überblick — und wer Protokolle sortieren will, den Matter/Zigbee/Thread-Vergleich. Hier bleibt der Punkt enger: Anker MindBase ist ein lokal ausgerichtetes Brain-Angebot mit 26 TOPS, Matter 1.5 und bis 48 TB — und gleichzeitig ein neuer Kandidat für Hub-Müdigkeit. Beides. Gleichzeitig. Ohne Jahr im Titel, ohne erfundenen Launch, ohne „endlich alles gelöst“.

Mein Keller klopft übrigens zurück. „Noch ein Brain?“ fragt die HomeBase. „Vielleicht“, sagt HA. „Alexa“, ruft es von oben, „was ist Privatsphäre?“ Spoiler: Die Antwort liegt nicht in einer weiteren Skill-Aktivierung. Sie liegt darin, ob Daten, Kontrolle und Ausfallszenarien bei Ihnen zu Hause bleiben — auch dann, wenn das neueste Hirn gerade Firmware lädt.