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Steam Frame: Alyx inklusive — kaufen oder warten?

Steam Frame startet bei 1059 Dollar bzw. 1049 Euro — Half-Life: Alyx liegt bei. Spoiler: Der Kauf ist eine Lotterie am 18. September, und native Alyx auf ARM läuft laut Digital Foundry um 36 fps plus Reprojection. VR-Alltag entscheidet das Headset, nicht der Trailer.

VR-Headset auf Couchtisch neben ControllerDieses Bild wurde komplett mit KI generiertProviderhiggsfieldModellgpt_image_2PromptPhotorealistic living room coffee table, modern VR headset silhouette without brand logos resting beside a game controller, soft evening lamp light, no readable text, no logos, 16:9
Steam Frame VR-Headset als Symbolbild — Kaufentscheidung im Alltag (Symbolbild)

Steam Frame startet bei 1059 Dollar bzw. 1049 Euro — Half-Life: Alyx liegt bei. Spoiler: Der Kauf ist eine Lotterie am 18. September, und native Alyx auf ARM läuft laut Digital Foundry um 36 fps plus Reprojection. VR-Alltag entscheidet das Headset, nicht der Trailer.

Ich hab gestern Abend den Karton meines alten Headsets gesucht. Spoiler: Er lag unter einem DisplayPort-Kabel, das sich mit einem USB-Verlängerungskabel verbündet hatte. Drei Stecker, ein Adapter, ein „warum flackert das Bild“. Dann klopft Valve an: Steam Frame. Noch ein VR-Gerät. Mein Nacken hat schon abgewunken.

Die kurze Version: Valve verkauft das Steam Frame jetzt mit Preisen, Alyx inklusive und einem Lottery-Fenster. Lokal spielen, vom PC streamen, native ARM-Alyx ohne Desktop-GPU. Klingt einfach ist es aber nicht. Ein Pfund am Kopf, 72 Stunden zum Bezahlen, und die scharfe Grafik sitzt vor allem dort, wo Ihre Augen gerade hinsehen.

Im Ernst: Ich wollte das Ding sofort. Dann hab ich die Lotterie gelesen. Und die Reprojection. Und dass der USB-C-Charger extra kostet. Bastelprojekt mit Preisschild.

Steam Frame: Was Valve tatsächlich in den Warenkorb legt

Laut Jay Peters bei The Verge (14. September) läuft das Steam Frame lokal Flat-Spiele und VR-Titel — und streamt beides vom PC. Jedes Gerät kommt mit Half-Life: Alyx. Valve hat das Spiel nativ auf das Headset portiert, nicht nur als Stream.

Preise, wie Valve und Verge sie nennen (gerundet auf die Shop-Währungen, ohne selbst umzurechnen):

KonfigurationUSDEURGBP
Steam Frame 256 GB$1.059€1.049£889
Steam Frame 1 TB$1.299€1.279£1.089
Ergonomic Accessories Kit$59€69£59
Accessory Replacement Kit$49€59£49
Netzteil (USB-C, separat)$29€39£29
Arcturus Vision Camera$149

Nerd-Alarm: Das Headset kommt ohne eigenes USB-C-Ladegerät. 29 Dollar extra, 39 Euro extra. Kleiner Fail, große Stimmung, wenn der Karton aufgeht und der Stecker fehlt.

Die Hardware-Seite bei Steam listet das Gerät unter store.steampowered.com/hardware/steamframe. Wer Preise und Registrierung prüfen will, geht dorthin — nicht in irgendeinen Leak-Thread.

Bei uns auf digital-magazin.de kennen wir das Muster: Ein Update-Banner sagt „fertig“, der Alltag sagt „noch nicht“. Ähnlich wie beim Chrome-Update, das erst nach dem Relaunch wirklich greift — hier greift der Kauf erst nach Lotterie und 72-Stunden-Fenster.

Lottery, Waitlist, 72 Stunden: Der Kauf als Terminkalender

Valve wiederholt das Steam-Machine-Muster. Interesse anmelden, Liste würfeln, erste Charge per Lottery, Rest Waitlist.

Zeitplan laut Verge (14.9.):

  • Interesse an der gewünschten Konfiguration anmelden bis 17. September, 10 Uhr Pazifikzeit — das ist 19:00 Uhr in Berlin (Europe/Berlin, Sommerzeit).
  • Danach randomisiert Valve die Liste.
  • Gewinner dürfen am 18. September kaufen.
  • Alle anderen: Waitlist.
  • Wer ein Kaufangebot bekommt, hat 72 Stunden, den Auftrag abzuschließen.

Mein Headset aus dem Schrank hat sich bei dem Satz „72 Stunden“ bemerkbar gemacht. Es kennt mich. Es weiß, dass ich Formulare auf den nächsten Kaffee schiebe. Spoiler: Bei Valve verfällt das Angebot.

Die kurze Version für den Kühlschrankzettel: Bis Donnerstag 19 Uhr Berliner Zeit eintragen. Freitag hoffen. Danach drei Tage nicht in den Urlaub ohne WLAN verschwinden.

Klingt nach Fan-Event. Ist ein Zuteilungsverfahren. Ich find’s unromantisch und trotzdem nachvollziehbar, wenn RAM teuer ist und Chargen knapp. Valve hat den Start einmal verschoben — Verge nennt RAMageddon als Teil des Delays, nach früher Erwartung „Anfang 2026“. Controller kam im Mai, Steam Machine im Juni, Frame jetzt.

Alyx auf ARM: Foveated Rendering ist der Trick, nicht Magie

Sean Hollister schreibt am selben Tag bei The Verge zum nativen Alyx-ARM-Port: Jedes Steam Frame bringt Alyx mit, ohne Desktop-PC, weil Valve das Spiel nach ARM64 portiert hat. Chip: Qualcomm Snapdragon Gen 3.

2020 brauchte Alyx eine VR-taugliche Windows-Kiste mit Mittelklasse-GPU. Jetzt läuft es auf „hochgerüstetem Smartphone-Silizium“, so Hollister. Mods und Extra-Level bleiben. Seine Saves lagen da, als er startete.

Woher kommt die Leistung? Valve-Sprecherin Kaci Aitchison, zitiert bei Verge: Eye-Tracking plus Foveated Rendering sei die „silver bullet“. Plus 16 GB VRAM, damit Assets nicht rausmüssen und Gameplay nicht leiden muss.

Alltagsvergleich, weil sonst niemand zuhört: Foveated Rendering ist der Unterschied zwischen einer Taschenlampe und einer Deckenlampe. Scharf ist, wo Sie hinsehen. Der Rest darf grober sein, weil Ihre Peripherie das sowieso nicht als 4K verbucht. Sobald der Blick wandert, folgt die Schärfe. Hollister beschreibt genau das an Alyx‘ Hand: knackig, weil er hinsieht. Der Rest? Merkt er nicht, bis er hinsieht — dann ist er scharf.

Valve sagt, ein Jahr Extra-Arbeit in Vulkan-Treibern und SteamVR. Der Großteil sei nicht Alyx-spezifisch. Open-Source-Treiber, schnelle Iteration, ohne auf einen Drittanbieter zu warten. Andere Spiele auf dem Frame erben das.

Das Frame muss Spiele nicht zwingend nativ portiert haben. Wie Deck und Machine: Windows-Titel über Translation und Emulation, die Valve seit Jahren mitfinanziert. Android-Headset-Apps über eine Schicht namens Lepton. Claim, kein eigener Bench.

36 fps plus Reprojection: Der Alltag hinter dem Trailer

Update in Hollisters Stück, 14. September: Digital Foundry hat mehr zum nativen Alyx-Port. Basis: rund 36 fps. Fühlt sich beim Kopfdrehen glatter an durch Techniken wie Reprojection. Das Headset kann mit 72 Hz oder 108 Hz auffrischen — Faktor 2 oder 3.

Das ist Bericht, keine Messung von mir. Trotzdem der Satz, an dem Kaufentscheidungen scheitern oder halten.

Reprojection im Küchenvergleich: Der Film hat 24 Bilder, Ihr Gehirn klebt Bewegung dazwischen. Hier rechnet das Headset Zwischenbilder, während der Kopf sich dreht. Funktioniert oft. Manche merken Ghosting. Manche werden seekrank. Spoiler: Das finden Sie nicht im Trailer, sondern nach zwanzig Minuten City-17.

Ich find native Alyx auf dem Kopf trotzdem einen Hammer. Nur ehrlich bleiben: 36 fps plus Nachbearbeitung ist nicht „PC-VR unverändert in die Brille gekippt“. Hollister schreibt, die Treue sei kompakter als auf seinem Desktop — aber es fühle sich nach vollem PC-VR an, ohne dass Objekte fehlen. Typische Standalone-Titel wirkten leerer. Das ist die Messlatte, die zählt.

Wer Feature-Drops kennt, die im OTA fehlen, kennt die Enttäuschung. Bei uns lag das kürzlich am Pixel-11-B1-Update ohne den großen Feature-Drop: Banner da, Wunschfeature weg. Beim Frame ist Alyx da. Die Frage ist, ob 36-plus-Reprojection Ihr Alltag ist — oder ob Sie auf den Desktop-Stream warten, bis die GPU im Wohnzimmer mitmacht.

Ein Pfund am Kopf, nicht ein Kilo Märchen

Hollister, der das Headset getestet hat, spricht von einem 1-pound Headset. Das sind rund 450 Gramm, nicht ein Kilogramm. Ich schreibe das extra, weil in Briefings gern „ca. 1 kg“ landet. Primärquelle gewinnt.

Sein Tipp gegen Druck im Gesicht: Valves Ergonomic Accessories Kit (59 Dollar / 69 Euro). Abnehmbarer oberer Kopfriemen, der das Ding „floaten“ lässt. Nasenstück gegen Licht. Knuckles-artige Handschlaufen, damit die Controller nicht fallen, wenn Sie die Faust öffnen.

Replacement Kit: Dichtung, Polster, Lichtblocker. 49 Dollar / 59 Euro. Für alle, die Schweiß und Ersatzteile planen wie Socken.

Wearables am Körper lügen selten beim Gewicht. Eine Uhr am Handgelenk ist Verhandlung. 450 Gramm vor der Stirn sind Politik. Wer schon über Chancen und Grenzen smarter Wearables am Handgelenk nachgedacht hat, kennt das Gefühl: Spec-Tabelle ja, Tragekomfort entscheidet später. Beim Frame entscheidet der Riemen früher.

Farbe sehen extra: Arcturus und das Enthusiast-Versprechen

Kalender und Laptop auf dem SchreibtischDieses Bild wurde komplett mit KI generiertProviderhiggsfieldModellgpt_image_2PromptSoft focus home desk with calendar page suggesting mid-September and a closed laptop, anticipation mood, documentary photo, no logos, no readable text, 16:9
Lottery-Kauf am 18. September — Interesse endete am Vortag (Symbolbild)

Standard-Passthrough des Frame: monochrom. Wer Farbe will, kauft die Arcturus Vision Camera für 149 Dollar. Sie steckt in den Nasenbrücken-Port, 5K60, 10-Bit-HDR, Stereo. Spatial Video. Farbe, sobald sie drinsteckt. Arcturus hat an Valves Tracking mitentwickelt und hält Launch-Bestellungen ein paar Tage, damit niemand eine Kamera ohne Headset bekommt.

Das Kuriose daran: Das „Gehirn“ sieht erst schwarz-weiß, bis Sie ihm eine Nase spendieren. Mein altes Headset hätte sich totgelacht. Dann hätte es weiter gelbe DisplayPort-Kabel gespuckt.

Enthusiast-Kit: angekündigt, ohne Preis, ohne Datum, ohne Foto. Valve-Designer Joy Lyons und Jeremy Selan gegenüber Verge: komplett anderer Kopfriemen, Akku, Audio. Zweiter Magnet-Akku zum Doppeln der Kapazität. Off-Ear-Lautsprecher nach Index-Art. Extra Eye-Spacer, näher ran oder weiter weg von den Linsen.

Das ist der Haken der These. Alyx inklusive zieht jetzt. Doppelakku und bessere Lautsprecher kommen „irgendwann“. Wer kauft das Frame als VR-Alltagskiste, zahlt 1049 Euro plus Kit plus Kamera plus Netzteil — und wartet trotzdem auf das Enthusiast-Paket. Wer primär Flat-Games auf dem Sofa will, kauft ein anderes Versprechen: Steam Deck-Logik am Gesicht, nicht Half-Life-Kosplay.

Hollister formuliert hart: Das Steam Frame sei derzeit argumentativ mehr für Flat-Games als für VR. Valve habe vor Jahren aufgehört, drei volle VR-Spiele zu bauen. Stand 2025: kein neues VR-Content in Entwicklung. Alyx 2020 plus Port 2026. Kein Half-Life-3-Pitch hier. Nur: Der Köder ist ein altes Meisterwerk, nativ, gratis im Karton.

Steam, Frame, VR: Was der Alltag wirklich frisst

Kaufcheck, ohne Sonntagsrede:

  1. Brauchen Sie Alyx lokal auf dem Kopf, ohne PC unter dem Fernseher? Dann ist der ARM-Port das Argument. 16 GB VRAM, Foveated Rendering, Mods laut Hollister inklusive.
  2. Wollen Sie vor allem Flat-Games und PC-Stream? Dann ist Frame eine Brille mit Steam-Anbindung, nicht „das neue Index“. Translation-Layer, Lepton, Streaming — Claims, die Sie an Ihren Titeln testen, nicht an Trailern.
  3. Halten Sie 36 fps plus Reprojection aus? Digital Foundry sagt 36 / 72 / 108. Ihre Gleichgewichtsorgane sagen vielleicht was anderes.
  4. Lotterie bis 17.9., 19 Uhr Berlin. Kauf 18.9. oder Waitlist. 72 Stunden. Kalender, nicht Bauchgefühl.
  5. Zubehör einpreisen: Ergo-Kit, Ladegerät, optional Arcturus. Enthusiast-Kit nicht als lieferbar behandeln.

Wir bei digital-magazin.de schreiben lieber den unangenehmen Satz: „inklusive“ heißt nicht „ohne Folgekosten“. Alyx ist bezahlt im Bundle. Komfort, Farbe, Strom und zweiter Akku sind extra oder später.

Offline-Alltag am Handgelenk kennen wir von Garmin-Smartwatches, die Cloud und Offline-Sprachsteuerung auseinanderdividieren. Beim Frame ist die Cloud weniger das Thema als der PC unter dem Tisch. Läuft Alyx nativ, dürfen Sie den Tower auslassen. Streamen Sie, bleibt der Tower Chef. Zwei Lebensmodelle, ein Gehäuse.

Stream vom PC vs. native Alyx: zwei Jobs, eine Brille

Valve verkauft das Frame nicht als „nur Alyx-Box“. Peters betont: lokal Flat und VR, plus Stream vom PC. Das sind zwei Geräte in einem Gehäuse. Native Alyx ist das Schaufenster. Der Alltag kann ein Flat-Shooter sein, den die Brille vom Rechner holt, während Sie auf der Couch sitzen und kein DisplayPort mehr suchen.

Klingt bequem. Bis die WLAN-Strecke zickt. Bis der PC im anderen Zimmer in den Ruhezustand rutscht. Bis Reprojection und Stream-Kompression sich die Klinke in die Hand geben. Ich hab das mit kabellosen Displays schon verloren. Spoiler: „einfach streamen“ ist ein Satz für die Presseseite, kein Messprotokoll in Ihrer Wohnung.

Deshalb die Trennung im Kopf behalten. Job eins: Standalone, Snapdragon, Alyx, 16 GB, Blick-Tracking. Job zwei: Client für den Tower. Wer Job zwei kauft, braucht den Tower weiter. Wer Job eins kauft, darf ihn für Alyx auslassen. Mischen ist erlaubt. Verwechseln ist teuer.

256 GB gegen 1 TB: Für ein VR-Flaggschiff plus ein paar Ports mag 256 reichen. Für eine Flat-Bibliothek am Kopf wird’s eng, sobald Shader-Caches und Windows-Titel über Translation Platz fressen. Ich würde 256 nehmen, wenn Alyx der Star ist. 1 TB, wenn das Frame die Wohnzimmer-Steam-Library werden soll. Keine heilige Zahl. Ein Bauchgefühl mit Preisschild: 240 Dollar bzw. 230 Euro Abstand.

CAD, AUD, Zloty stehen bei Verge mit drin, falls Sie nicht in Euro oder Dollar zahlen: 256 GB 1529 CAD / 1609 AUD / 4539 Zloty; 1 TB 1859 CAD / 1969 AUD / 5549 Zloty. Ich rechne das nicht in Ihre Hauswährung um. Shop gewinnt.

Was ich nicht in den Warenkorb dichte

Kein eigenes Valve-VR-Spiel in der Pipeline, Stand der Verge-Einordnung 2025. Kein Datum fürs Enthusiast-Kit. Kein versprochener EU-Regalstart jenseits der Shop-Währung. Kein „läuft jedes Quest-Spiel perfekt“, nur Lepton als Schicht. Kein „36 fps fühlt sich an wie 120“, nur DF plus Reprojection.

Fairness gegenüber Valve: Den Alyx-Port haben sie ein Jahr in Treibern geschrubbt, nicht in einem Wochenend-Hack. Open Source als Tempo, nicht als Slogan. Mods, die sofort da sind, sind für mich mehr wert als ein neues Zifferblatt. Hollister hat Lichtschwert-Mod und Goldeneye-Extrem-Foveation gesehen. Das ist Nerd-Futter. Das ist auch der Beweis, dass Foveated Rendering kein Labortrick bleibt.

Mein Fail-Bericht, bevor jemand fragt: Ich habe schon einmal ein Headset „später in Ruhe einrichten“ wollen. Es lag 14 Monate im Karton. Die Folie war noch drauf. Steam Frame mit 72-Stunden-Fenster lässt mir diesen Luxus nicht. Gut so. Schlecht für meinen Reflex, Dinge zu sammeln statt aufzusetzen.

Und ja, das Frame ist schwerer als eine Sportuhr und leichter als mein alter Kabelsalat-Mythos vom „Kilo auf der Nase“. Ein Pfund. Polster entscheiden. Kit kaufen, wenn Hollister und Ihr Nasenbein sich einig sind. Nicht kaufen, wenn Sie das Ding 20 Minuten tragen und dann YouTube auf dem Handy weitergucken — dann reicht kein Alyx der Welt.

Kaufen wegen Alyx — oder warten auf den zweiten Akku?

Meine Einschätzung, klartext: Wenn Sie Alyx noch nicht in Ruhe auf dem Index zerschossen haben und keinen VR-PC mehr aufbauen wollen, ist das Frame der sauberste Weg, den Valve je angeboten hat. Native ARM, Eye-Tracking, 16 GB, Spiel im Karton. Das ist kein Marketingnebel, das steht bei Verge mit Namen dran.

Wenn Sie schon Alyx besitzen, schon einen VR-Rechner haben und vor allem längere Sessions plus Farbe-Passthrough plus Doppelakku wollen: Warten ist keine Feigheit. Es ist ein Kalender. Enthusiast-Kit ohne Datum. Lottery ohne Garantie. 1-pound-Komfort hängt am 69-Euro-Riemen.

Und wenn Sie Flat-Games im Wohnzimmer wollen, ohne den Desktop anzufassen: Dann ist Frame ein anderes Produkt als „VR-Brille für City 17“. Dann zählen Streaming, Emulation, Lepton. Dann ist Alyx das Begrüßungsgeschenk, nicht der Job.

Hand aufs Herz: Ich würde mich eintragen. 256 GB, Ergo-Kit, Netzteil. Kamera nur, wenn Farbe-Passthrough für Mixed Reality bei mir tatsächlich Alltag wird — Cubism im Garten, nicht für den Trailer. 1 TB nur, wenn ich das Ding als Spielebibliothek am Kopf missbrauche. Enthusiast-Kit: Wunschzettel, kein Warenkorb.

Das Headset im Schrank hat übrigens immer noch das Kabelchaos gewonnen. Es liegt da und strahlt DisplayPort. Das Frame braucht kein DisplayPort zum Tower, wenn Alyx nativ läuft. Das allein ist für mich der Satz, der den Preis erklärt — nicht 26 TOPS irgendwo anders, nicht ein Hub im Keller. Ein Spiel. Ein Chip. Ein Blick-Tracking, das Schärfe spart, wo Sie nicht hingucken.

Was bleibt? Bis 17.9., 19 Uhr Berlin, Konfiguration wählen. Am 18.9. schauen, ob die Lotterie Sie mag. 72 Stunden nicht vertrödeln. Alyx als Köder ernst nehmen, Reprojection als Kleingedrucktes auch. Und den zweiten Akku nicht herbeireden, solange Valve weder Preis noch Datum nennt.

Der Punkt ist: Steam Frame ist kaufbar — in Anführungszeichen, hinter einer Lostrommel. VR-Alltag ist 450 Gramm, 36 fps plus Nachbilder, ein Spiel, das 2020 eine GPU wollte und 2026 auf Snapdragon wohnt. Kaufen Sie das, wenn Sie genau das wollen. Warten Sie, wenn Sie den Index-Lautsprecher und den Doppelakku zum Pflichtprogramm erklären. Mein Nacken enthält sich. Mein Kalender nicht.