Sie können Gemini in Google Maps auf CarPlay während der Navigation aufrufen und mehrstufige Fragen stellen, etwa nach Ausflugszielen, Wetter und Routenwünschen. Laut 9to5Google ist die Funktion zuerst in den USA verfügbar, der weltweite Rollout läuft. mobiflip sieht das Symbol bereits in Deutschland, eine Länderliste nennt Google laut mobiflip aber nicht.
Angenommen, Sie pendeln am Freitagabend nach Hause. Die Navigation in Google Maps läuft bereits. Vor dem Wochenende möchten Sie kurz anhalten und durchatmen, vielleicht in einem Café oder in einem Park. Statt am Display zu suchen, tippen Sie auf das Gemini-Symbol am rechten Rand und beschreiben, was Sie brauchen. Gemini antwortet im Gespräch.
Was Gemini auf dem CarPlay-Bildschirm während der Navigation macht
Sobald Sie in Google Maps auf CarPlay eine Navigation gestartet haben, erscheint am rechten Rand ein Gemini-Symbol. Das tippen Sie an, danach sprechen Sie los. Google beschreibt das Ganze als gesprächsartiges Fahrerlebnis.
Der Unterschied zu einfachen Sprachbefehlen liegt in der Art der Fragen. Laut 9to5Google sprechen Sie mit Gemini gesprächsartig. Sie müssen nicht mehr Stichwort für Stichwort vorgeben. Sie dürfen mehrstufig fragen und Befehle aneinanderreihen. Die nächste Frage kann also an die vorherige anknüpfen. Das fühlt sich eher an wie ein kurzes Gespräch mit dem Beifahrer als wie das Abarbeiten einer Befehlsliste.
Drei Beispiele von Google
9to5Google nennt drei Beispiele, die auch im X-Post von @googlemaps auftauchen. Das erste ist eine Ortsfrage: Welcher Park ist für schöne Aussichten über die Stadt bekannt? Das ist die Sorte Frage, für die man sonst anhalten und eine Suche tippen würde.
Beim zweiten Beispiel geht es um den Zeitpunkt. Die fragende Person möchte zu einer Zeit hinfahren, zu der es nicht zu voll ist und das Wetter schön bleibt, und will wissen, ob jetzt eine gute Zeit dafür ist. Hier greifen also Besucheraufkommen und Wetter in einer einzigen Frage ineinander.
Das dritte Beispiel ist ein Befehl: Die Navigation dorthin soll starten, und zwar so, dass Mautstraßen vermieden werden. Damit schließt sich der Kreis von der Idee bis zur Route.
Wünsche verknüpfen statt neu suchen
Laut mobiflip liegt der Kern darin, dass Sie mehrere Wünsche verknüpfen können. Sie müssen nicht für jeden Schritt eine neue Suche beginnen, sondern führen ein zusammenhängendes Gespräch. Statt einzelner Befehle sind komplexere Fragen möglich.
dm-Einordnung: Für Menschen, die unterwegs spontan entscheiden, ist genau das der praktische Teil. Ein Ziel wird selten in einem Schritt gefunden. Meist fragt man erst grob, dann nach Details und am Ende nach dem Weg.
Was laut mobiflip möglich ist
mobiflip fasst zusammen, was Google nennt. Die Liste ist kurz und ziemlich konkret:
- Sehenswürdigkeiten und interessante Orte per Sprache suchen
- Fragen zu Wetter und Besucheraufkommen stellen
- Navigation zu vorgeschlagenen Zielen starten
- Routenwünsche wie das Meiden von Mautstraßen äußern
Beim ersten Ausprobieren starten Sie am besten mit einer Fragenart, die Google nennt. Laut mobiflip gehören dazu unter anderem Orte suchen, Wetter und Besucheraufkommen abfragen, die Navigation starten und Mautstraßen meiden. Probieren Sie es mit einem Ort, dem Wetter dort und der Route in einem einzigen Gespräch. So merken Sie schnell, wie gut Gemini Ihre Wünsche miteinander verknüpft.
Warum das auf dem iPhone bisher fehlte
Zunächst kurz zur Technik: CarPlay bringt ausgewählte Apps vom iPhone auf das Display im Auto. Das Handy bleibt dabei die Rechenzentrale, das Autodisplay zeigt eine für die Fahrt angepasste Oberfläche. Navigation, Musik und Nachrichten laufen so über den Bildschirm im Armaturenbrett.
Google Maps gibt es dort schon länger. Neu ist, was darin gesprochen werden kann. Laut 9to5Google bietet Google Maps in CarPlay erstmals Sprachassistent-Funktionen an.
Assistant nur auf dem iPhone selbst
Vorher war es anders gelagert. Google Assistant stand laut 9to5Google nur zur Verfügung, wenn Sie die Maps-Navigation direkt auf dem iPhone nutzten. Auf dem Autodisplay gab es diese Möglichkeit nicht.
Laut 9to5Google gibt es dort erstmals einen Sprachassistenten in der App. Zuvor stand der Google Assistant nur in der Maps-Navigation direkt auf dem iPhone bereit. dm-Einordnung: Für iPhone-Nutzende, die Google Maps auf CarPlay nutzen, schließt das eine spürbare Lücke.
Der Vergleich mit Android Auto
Auf der Android-Seite ist man bei den Sprachfunktionen weiter. Laut 9to5Google ist dort etwa das Melden von Verkehrsstörungen per Gemini-Sprache bereits verfügbar. Die CarPlay-Version holt in diesem Punkt also etwas nach.
Auch bei Android Auto tut sich etwas. So lässt Google inzwischen Spiele in Android Auto zu, allerdings nur im Parkmodus. Das zeigt, wie unterschiedlich die Autoplattformen ausgebaut werden.
Für Sie als iPhone-Nutzende ändert sich vor allem etwas im Alltag. Die App, die Sie ohnehin nutzen, bekommt eine Sprachebene dazu. Eine Fahrzeug- oder Geräteliste nennt Google nicht.
dm-Einordnung: Dass Google das Ganze Gemini nennt und nicht mehr Assistant, ist mehr als ein Namensdetail. Die Navigation hängt jetzt am Gemini-Assistenten statt am früheren Google Assistant.
Verkehrsstörungen per Sprache melden
Dieses Bild wurde komplett mit KI generiertProviderhiggsfieldModellgpt_image_2PromptWoman driving a car speaking casually towards the dashboard, a glowing abstract voice-assistant waveform on the center screen, soft daylight, relaxed mood. Photorealistic editorial magazine photo, 16:9. Absolutely no text, no letters, no numbers, no logos, no brand marks.Eine zweite Neuerung betrifft die Mitfahrt im Stau. Laut 9to5Google kann Gemini Verkehrsstörungen per Stimme melden. Das entspricht dem Navigationserlebnis, das Google Maps für Android und iOS im vergangenen Jahr eingeführt hat. In Android Auto ist es bereits verfügbar.
Welche Störungsarten sich per Stimme melden lassen und wie viele es sind, nennt Google nicht. Deshalb gibt es an dieser Stelle keine Aufzählung. Belegt ist nur die Grundaussage: Das Melden von Verkehrsstörungen per Stimme gehört dazu.
Ein Stau auf der Pendelstrecke
Angenommen, Sie fahren jeden Morgen dieselbe Strecke zur Arbeit. Plötzlich bremst der Verkehr ab, und weiter vorn staut es sich offenbar. Sie wissen, dass andere Fahrende von einer Meldung profitieren würden, aber Tippen am Display kommt für Sie nicht infrage.
Dann ist die Stimme der naheliegende Zugang. Stellen Sie sich vor, Sie rufen Gemini über das Symbol am rechten Rand auf und beschreiben einfach, was Sie auf der Straße sehen. Einen festen Wortlaut für die Meldung nennt Google nicht. Sie müssen also keine bestimmte Formel auswendig lernen, um es auszuprobieren.
Warum Sprache am Steuer der Zugang ist
dm-Einordnung: Dass die Funktion auf Android Auto und in den Maps-Apps für Android und iOS schon existiert, spricht dafür, dass sie ausgereift genug ist, um sie nun auf CarPlay zu übertragen.
Wie zuverlässig das im Alltag klappt, sehen Sie erst unterwegs. Probieren Sie es zuerst auf einer bekannten Strecke aus, auf der Sie die Lage gut einschätzen können.
Ist die Funktion in Deutschland schon freigeschaltet?
Die Antwort hat zwei Teile, einen offiziellen und einen aus der Praxis. Laut 9to5Google ist Gemini in Google Maps auf Apple CarPlay ab sofort in den USA verfügbar, der globale Rollout läuft.
Was Google angekündigt hat
Laut mobiflip hat Google den weltweiten Rollout offiziell angekündigt, und zwar in einem X-Post von @googlemaps am 21. Oktober 2026. Verteilt wird die Neuerung überall dort, wo Gemini verfügbar ist.
Eine Länderliste nennt Google nicht. Ein Datum für Deutschland gibt es ebenfalls nicht. Google spricht von einer Verteilung überall dort, wo Gemini verfügbar ist. Ein Blick auf Ihr Display zeigt am schnellsten, ob das Symbol schon da ist.
Was mobiflip in Deutschland sieht
mobiflip-Autor René Hesse schreibt, das Gemini-Symbol sei in Deutschland seit einigen Tagen in Google Maps auf CarPlay zu sehen. Die Verfügbarkeit bestätigt er aus eigener Nutzung. Offenbar kam die Neuerung bei ersten Nutzenden schon vor der offiziellen Ankündigung an.
Das ist die Beobachtung eines Redakteurs, keine Zusage von Google. Sie zeigt, dass es hierzulande auftaucht, sagt aber nichts darüber, ob es bei allen gleichzeitig ankommt.
dm-Einordnung: Solche Rollouts verlaufen meist gestaffelt. Nicht jede App und nicht jedes Gerät bekommt die Funktion im selben Moment. Dass es bei einer Person schon da ist, heißt deshalb nicht, dass es bei Ihnen schon sichtbar sein muss.
So prüfen Sie es selbst
Mit diesen Schritten finden Sie heraus, ob Gemini bei Ihnen schon bereitsteht.
- Starten Sie in Google Maps auf CarPlay eine Navigation und achten Sie auf das Gemini-Symbol am rechten Rand.
- Ist es nicht zu sehen, prüfen Sie später erneut, denn der Rollout läuft noch.
- Sehen Sie sich die Datenschutz-Einstellungen von Gemini an. Als Anhaltspunkt dient, welche Daten Gemini in Android Auto sammelt und wie sich das einstellen lässt. Eigene Angaben zur Datenverarbeitung auf CarPlay macht Google nicht.
Laut mobiflip ist die Integration optisch auf CarPlay „nicht sonderlich ansprechend“. Funktional mache Gemini aber „bereits einen guten Eindruck“. Das ist die Meinung des Autors. Lassen Sie sich vom Aussehen nicht abhalten. Starten Sie bei Ihrer nächsten Fahrt die Navigation, suchen Sie das Symbol am rechten Rand und stellen Sie eine mehrstufige Frage, etwa nach einem Ausflugsziel. Danach entscheiden Sie, ob Gemini für Sie im Auto bleibt.




