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WhatsApp-Anruf per Link: Gäste ohne Konto, bis zu 32 Personen, ohne Zeitlimit

WhatsApp hat am Mittwoch, 14. Oktober, Gastanrufe angekündigt: Laut WhatsApp können Gäste ohne Konto per Link im Browser am Computer an Anrufen mit bis zu 32 Personen teilnehmen, kostenlos und ohne Zeitlimit. Wir erklären die drei Schritte, die Rechte von Gästen und Hosts und was offen bleibt.

WhatsApp-Gruppenanruf im Browser: Großmutter am Laptop mit vielen FamiliengesichternDieses Bild wurde komplett mit KI generiertProviderhiggsfieldModellgpt_image_2PromptGrandmother at a laptop in a cozy living room joining a group video call from the browser, the laptop screen shows an abstract grid of many smiling family faces, grandchild waving from a smartphone in the foreground, warm evening light. Photorealistic editorial magazine photo, 16:9. Absolutely no text, no letters, no numbers, no logos, no brand marks.
Gäste kommen per Link in den Anruf (Symbolbild)

Stellen Sie sich vor: Ein Verein plant die Jahresplanung per Videoanruf. Fast alle sind in der WhatsApp-Gruppe, nur eine Person nicht. Bisher hieß das: Alle wechseln zu einer anderen App, oder jemand wird per Telefon dazugeschaltet. Laut WhatsApp soll genau dieser Moment einfacher werden.

Am Mittwoch, 14. Oktober, hat WhatsApp im eigenen Blog sogenannte Gastanrufe angekündigt. Die Kernaussage: Wer ein WhatsApp-Konto hat, kann per Link zu einem Anruf einladen. Gäste brauchen dafür laut WhatsApp kein Konto. Sie öffnen den Link im Browser am Computer, geben ihren Namen ein und warten, bis der Host sie hereinlässt. Der Anruf ist laut WhatsApp kostenlos, Ende-zu-Ende-verschlüsselt und hat kein Zeitlimit. Bis zu 32 Personen können teilnehmen.

Klingt ziemlich praktisch. Aber was genau steckt dahinter, und wo liegen die Grenzen? Genau das sortieren wir hier, so nah wie möglich an dem, was WhatsApp selbst schreibt.

Was WhatsApp angekündigt hat

Die Ankündigung steht im WhatsApp-Blog. Der Titel sagt schon viel: kein Konto nötig, keine Kosten, kein Zeitlimit. Im Text heißt es sinngemäß, man mache WhatsApp-Anrufe offener als je zuvor (eigene Übersetzung).

Der Kern heißt Gastanruf, englisch „guest calling“. Sie laden jemanden zu einem WhatsApp-Anruf ein, auch wenn diese Person gar kein WhatsApp-Konto hat. Das Ganze läuft über einen Link.

Dazu verspricht WhatsApp Anrufe ohne Zeitlimit. Es soll also keine abrupten Abbrüche geben, kein hektisches Neustarten und kein Warten, bis alle wieder drin sind. Wer schon einmal mitten im Satz aus einem Gratis-Call geflogen ist, weiß, warum das auffällt.

Zum Zeitpunkt: WhatsApp kündigt den Start im Beitrag vom 14. Oktober an. Die Funktion wird laut WhatsApp ausgerollt; ob sie bei Ihnen schon sichtbar ist, kann variieren. Länder oder Regionen nennt die Quelle nicht, also versprechen wir dazu nichts.

Was ist ein Gastanruf überhaupt?

Ein Gastanruf ist ein WhatsApp-Anruf, bei dem mindestens eine Person ohne WhatsApp-Konto dabei ist. Sie kommt nicht über die App, sondern über einen Link in den Anruf.

Die Rollen sind klar verteilt. Es gibt den Host, also die Person mit WhatsApp-Konto, die den Link erstellt. Und es gibt Gäste, die per Link dazukommen. Laut WhatsApp können nur Menschen mit einem WhatsApp-Konto einen Anruflink erstellen. Gäste können also keine eigenen Links bauen.

Gedacht ist das Ganze laut WhatsApp für Kolleginnen und Kollegen, Mitschülerinnen und Mitschüler oder eine Nachhilfekraft. Gemeint sind Menschen, bei denen Sie sich nicht fragen wollen, welche Apps sie installiert haben.

Meiner Einschätzung nach liegt genau darin der Reiz: Die Hürde wandert vom Gast zum Host. Wer einlädt, braucht WhatsApp. Wer eingeladen wird, braucht einen Link und einen Computer mit Browser.

Und der Unterschied zum klassischen Gruppenanruf? Der setzt bislang voraus, dass alle in derselben App zu Hause sind. Beim Gastanruf reicht für die eingeladene Person der Browser am Computer. Mehr Vergleiche ziehen wir bewusst nicht, denn die Quelle liefert dafür keine Grundlage.

Stellen Sie sich vor, eine Familie plant ein Wiedersehen. Drei Haushalte nutzen WhatsApp, ein Großonkel besitzt nur einen alten Laptop. Früher hätte jemand stundenlang am Telefon erklärt, welche App er installieren soll. Mit dem Link-Prinzip bekäme er eine Nachricht, klickt darauf und gibt seinen Namen ein. Das ist ein Gedankenspiel, kein Praxisbericht, aber es zeigt, worum es bei der Ankündigung geht.

Die Anleitung ist kurz. WhatsApp nennt im Blog drei Schritte, mehr nicht.

Erstens: Öffnen Sie in WhatsApp den Tab Anrufe. Zweitens: Tippen Sie auf das „+“-Symbol. Drittens: Erstellen Sie den Anruflink und senden Sie ihn an die Personen, mit denen Sie sprechen möchten.

Das war es schon. Weitere Menünamen oder Einstellungen nennt die Quelle nicht, und wir erfinden keine dazu. Falls die Optionen bei Ihnen anders aussehen oder noch fehlen, hilft der WhatsApp-Hilfebereich weiter.

Wie Sie den Link verteilen, bleibt Ihnen überlassen. Die Quelle legt keinen bestimmten Weg fest.

Der Ablauf für Gäste ist ebenfalls knapp. Sie öffnen den Link im Browser am Computer, tippen ihren Namen ein und treten dem Anruf bei, sobald der Host sie zugelassen hat.

Unsere Einordnung: Drei Schritte sind wenig. Das spricht dafür, dass WhatsApp die Einstiegshürde bewusst niedrig halten will. Ob das im Alltag so glatt klappt, können wir erst beurteilen, wenn die Funktion bei uns sichtbar ist.

Und wie läuft es für die Gäste?

Stellen Sie sich vor, eine Nachhilfelehrerin hat nur ihren Laptop, aber kein WhatsApp. Sie bekommt den Link, klickt ihn im Browser an und trägt ihren Namen ein. Dann landet sie im Warteraum.

Dort bleibt sie, bis der Host sie hereinlässt. Das ist keine Option, sondern Pflicht: Laut WhatsApp braucht jeder Gast immer die Zustimmung des Hosts.

Ist sie drin, kann sie bei 1:1-Anrufen und bei Gruppenanrufen mitmachen. Bis zu 32 Personen sind laut WhatsApp möglich. Wie viele davon Gäste sein dürfen, nennt WhatsApp nicht.

Dass Gäste ausdrücklich den Computer-Browser nutzen, ist ein Detail, das man leicht überliest. Die Quelle spricht vom Browser am Computer. Zu anderen Geräten oder zu bestimmten Browsern sagt sie nichts. Das lassen wir offen.

Stellen Sie sich außerdem vor, ein Schüler soll an einer Lernrunde teilnehmen, zuhause steht aber nur der Familien-PC. Der Link genügt, ein Konto braucht er laut WhatsApp nicht. Wichtig bleibt: Er wartet, bis die Gastgeberin ihn zulässt. Ein Beitritt ohne Zustimmung ist nicht vorgesehen.

Was Gäste dürfen – und was nicht

Gäste sind keine Zuschauenden. WhatsApp nennt ausdrücklich ein paar Funktionen, die sie im Anruf nutzen können: den eigenen Computerbildschirm teilen, um zusammen etwas durchzugehen oder Material zu besprechen, mit einem Daumen-hoch- oder Herz-Emoji reagieren und die Hand heben, um sich zu Wort zu melden.

Mehr nennt die Quelle nicht. Wir listen deshalb auch nicht mehr auf.

Dann die Grenzen. Gäste sehen laut WhatsApp die Telefonnummern der anderen Teilnehmenden nicht. Sie können keine Nachrichten senden. Und sie können niemanden direkt zum Anruf hinzufügen.

Meiner Einschätzung nach ist besonders der Punkt mit den Telefonnummern wichtig. Wer in einer größeren Runde einen Link teilt, möchte nicht, dass fremde Gäste plötzlich Nummern sehen. WhatsApp sagt, dass das nicht passiert.

Auch die fehlende Nachrichtenfunktion hat Folgen. Wer als Gast etwas beitragen will, muss sprechen, reagieren oder die Hand heben. Das ist unsere Einordnung: Für eine Lerngruppe oder eine Besprechung reicht das vermutlich, für das schnelle Weiterreichen eines Dokuments eher nicht. Dafür bliebe das Bildschirmteilen.

Ob WhatsApp Gastnamen speichert oder ob Anrufe aufgezeichnet werden können, steht nicht in der Ankündigung. Dazu bleibt die Quelle stumm.

Stellen Sie sich vor, in einer Projektrunde zeigt ein externer Berater seine Folien. Er teilt seinen Computerbildschirm, die anderen reagieren mit einem Daumen hoch. Will jemand eine Zwischenfrage stellen, hebt er die Hand. Dass der Berater dabei die Nummern der Runde nicht sieht, ist nach Angabe von WhatsApp Absicht.

Warteraum und Host-Rechte

WhatsApp-Anruflink teilen: Smartphone mit Link-Schaltfläche, dahinter Laptop mit BrowserDieses Bild wurde komplett mit KI generiertProviderhiggsfieldModellgpt_image_2PromptClose-up of a hand tapping a share-link button icon on a plain smartphone screen with abstract chat bubbles, a laptop with an open browser window in soft focus behind, bright kitchen table. Photorealistic editorial magazine photo, 16:9. Absolutely no text, no letters, no numbers, no logos, no brand marks.
Ein Link genügt (Symbolbild)

Kommen wir zu der Frage, die Hosts am meisten beschäftigen dürfte: Wer entscheidet eigentlich, wer im Anruf landet?

Sie. Als Host lassen Sie Gäste aus dem Warteraum herein. Ohne Ihre Zustimmung kommt niemand durch. Das gilt für alle, die als Gast beitreten.

Und auch danach geben Sie die Kontrolle nicht ab. Laut WhatsApp können Gäste jederzeit aus dem Anruf entfernt werden. Wenn also jemand stört oder der Link an die falsche Stelle gelangt ist, greifen Sie ein.

Moment mal: Heißt das, ein weitergeleiteter Link ist ein Risiko? Ein offener Zugang ist es nicht, weil der Warteraum dazwischensteht. Wer den Link hat, kommt nur bis zur Tür. Hereingelassen wird erst nach Ihrer Entscheidung.

Das ist unsere Einordnung, keine Aussage von WhatsApp. Praktisch lohnt es sich vermutlich, im Warteraum auf die angezeigten Namen zu achten und nur bekannte Personen zuzulassen. Die Quelle sagt dazu nichts Konkretes, es ist ein naheliegender Gedanke.

Eine Host-Checkliste in Fließtext

Aus den Angaben von WhatsApp lässt sich eine kleine Routine ableiten. Das ist unsere Einordnung, keine Vorgabe der Quelle.

Vorab: Prüfen Sie, ob die Funktion bei Ihnen sichtbar ist, denn sie wird laut WhatsApp ausgerollt und das kann variieren. Dann erstellen Sie den Link über Tab Anrufe und „+“ und senden ihn nur an Personen, die Sie einladen wollen. Sagen Sie Ihren Gästen vorher, dass sie den Link im Browser am Computer öffnen sollen und dass ein Name verlangt wird.

Im Anruf: Schauen Sie in den Warteraum und lassen Sie nur Personen herein, die Sie erkennen. Fragen Sie im Zweifel kurz nach. Behalten Sie im Kopf, dass Sie Gäste jederzeit entfernen können. Und erinnern Sie Gäste daran, dass sie keine Nachrichten senden können, damit niemand vergeblich nach einem Chat sucht.

Vorher bedenken: Planen Sie mit höchstens 32 Personen. Mehr geht laut WhatsApp nicht, und wie viele davon Gäste sein dürfen, bleibt offen. Wenn Ihre Runde größer ist, lohnt sich ein Blick auf die Hilfe von WhatsApp, bevor es hakt.

Verschlüsselt, kostenlos, ohne Zeitlimit?

Drei Versprechen stehen im Titel des Blogbeitrags, und alle drei kommen von WhatsApp selbst. Gehen wir sie einzeln durch.

Kostenlos: Laut WhatsApp sind die Anrufe kostenlos („free“). Mehr sagt die Quelle dazu nicht.

Ohne Zeitlimit: Laut WhatsApp gibt es keine Zeitbegrenzung. Es soll also keine abrupten Abbrüche geben. Für Nachhilfestunden, Vereinssitzungen oder lange Familienrunden ist das genau das, was zählt.

Verschlüsselt: WhatsApp schreibt von Ende-zu-Ende-verschlüsselten Anrufen für alle Beteiligten. Wie die Verschlüsselung technisch aufgebaut ist, erklärt der Blogbeitrag nicht. Einen allgemeinen Überblick bietet WhatsApp auf der Seite zum Thema Sicherheit.

Ehrlich gesagt: Alle drei Punkte sind Herstellerangaben. Eine unabhängige Prüfung liegt uns dazu nicht vor, und die Ankündigung liefert auch keine.

Meiner Einschätzung nach sollte man Herstellerversprechen nicht kleinreden, aber auch nicht abnicken. Solange die Funktion nicht breit verfügbar ist, bleibt vieles Behauptung. Wir bei digital-magazin.de schauen deshalb genau darauf, was in einer Ankündigung tatsächlich steht und was nur mitgedacht wird.

Wofür das im Alltag taugen könnte

Wir bleiben im Bereich dessen, was WhatsApp selbst nennt: Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen, Lernen mit Mitschülerinnen und Mitschülern, Gespräche mit einer Nachhilfekraft.

Stellen Sie sich vor, eine Lerngruppe trifft sich abends. Eine Person nutzt WhatsApp nicht, hat aber einen Laptop. Die Gruppe schickt einen Link, die Person tritt bei, teilt ihren Bildschirm und geht Aufgaben mit den anderen durch. Mit dem Handzeichen meldet sie sich, wenn sie etwas fragen will.

Oder ein Verein. Der Vorstand ist in einer WhatsApp-Gruppe, die Kassenprüferin nicht. Statt zu überlegen, wer was installieren muss, reicht ein Link. Die Prüferin sieht nur, was im Anruf passiert, nicht die Nummern der anderen.

Noch ein Szenario: Stellen Sie sich vor, ein kleines Team arbeitet mit einer freien Grafikerin zusammen. Sie nutzt WhatsApp privat nicht. Das Team verschickt vor dem Termin einen Link, sie tritt über den Computer-Browser bei und zeigt ihren Entwurf per Bildschirmfreigabe. Das Zeitlimit spielt keine Rolle, falls die Besprechung länger dauert, sofern WhatsApp sein Versprechen hält.

Und ein viertes: Stellen Sie sich vor, ein Chor probt über Distanz. Die Leitung hostet, einige Mitglieder haben WhatsApp, andere nicht. Wer als Gast kommt, wartet im Warteraum und wird erst nach Erkennen des Namens zugelassen. Hier zeigt sich, wie wichtig die Namenseingabe ist.

Das sind Beispiele, keine Tests. Wir haben die Funktion nicht ausprobiert. Sie zeigen aber, wo der Nutzen liegen könnte: Wer ein Gespräch organisiert, muss niemanden mehr zum Appwechsel überreden.

Wer sich allgemein für Videokonferenzen interessiert, findet in unserem Überblick zu den wichtigsten Videokonferenz-Tools weitere Hintergründe. Zahlen daraus sollten Sie nicht mit den WhatsApp-Angaben vergleichen, die Grundlagen sind verschieden.

Auch das Thema Videotelefonie an sich entwickelt sich weiter. Ein Beispiel aus einer ganz anderen Richtung beschreiben wir in unserem Beitrag zu Google Beam.

Dass Gastanrufe laut WhatsApp kostenlos sind, ist auch deshalb bemerkenswert, weil Meta parallel bezahlte Extras rund um WhatsApp anbietet. Welche Funktionen dort Geld kosten und wann die Gratis-Version reicht, steht in unserem Text zu Meta One und WhatsApp Plus.

Was später im Jahr kommen soll

WhatsApp kündigt noch mehr an. Später im Jahr sollen Kalender-Integrationen folgen. Das ist eine Ankündigung, noch keine verfügbare Funktion.

Geplant ist laut WhatsApp, dass Sie einen WhatsApp-Anruf direkt aus Ihrem Google- oder Outlook-Kalender erstellen können. Der Ablauf: ein WhatsApp-Plugin installieren, das Konto verbinden und der Einladung einen WhatsApp-Anruflink hinzufügen.

Eingeladene können laut WhatsApp mit oder ohne WhatsApp-Konto teilnehmen. Das passt zum Gastprinzip, das jetzt eingeführt wird.

Einen Starttermin nennt die Quelle nicht, nur „später in diesem Jahr“. Bis dahin bleibt der Weg über Anrufe-Tab, „+“ und Link.

WhatsApp ordnet beides als Teil einer Reihe von Anruf-Neuerungen ein. Man wolle, dass Anrufe überall und mit allen funktionieren, mit der Privatsphäre, auf die man sich verlassen könne (sinngemäß, eigene Übersetzung). Das ist die Selbstbeschreibung des Anbieters.

Unsere Einordnung: Für Menschen, die viele Termine planen, wäre der Kalenderweg bequem, weil der Link direkt in der Einladung steckt. Aber das ist ein Ausblick. Solange nichts verfügbar ist, planen Sie besser mit dem manuellen Weg.

Was noch offen ist

Zeit für eine Bestandsaufnahme. Was wissen wir, und was nicht? Die folgende Einordnung stammt von uns, nicht von WhatsApp.

Offen ist erstens die Verfügbarkeit. Der Blogbeitrag vom 14. Oktober kündigt den Start an, nennt aber weder Länder noch Regionen. Die Funktion wird laut WhatsApp ausgerollt; ob sie bei Ihnen schon sichtbar ist, kann variieren. Wir behaupten deshalb nichts zu Deutschland oder der EU.

Offen ist zweitens das Gerät. Die Quelle nennt für Gäste den Browser am Computer. Wie es mit anderen Geräten aussieht, steht dort nicht, und wir spekulieren nicht darüber.

Offen ist drittens der Gastanteil. Bis zu 32 Personen insgesamt, aber wie viele davon Gäste sein dürfen, nennt WhatsApp nicht.

Offen sind viertens Details zu Gastnamen, Aufzeichnung und Browser-Kompatibilität. Auch dazu schweigt die Ankündigung.

Wir bei digital-magazin.de halten solche Lücken lieber fest, als sie mit Vermutungen zu füllen. Ähnlich gehen wir bei Funktionen vor, die erst nach und nach bei Nutzenden ankommen. Ein Beispiel dafür ist unser Beitrag zu Google Translate Live, wo ebenfalls die Frage im Raum stand, was wann bei wem funktioniert.

Meiner Einschätzung nach ist die Idee gut gedacht. Ob sie im Alltag so reibungslos läuft, wie der Blogbeitrag klingt, wird sich erst zeigen, wenn mehr Menschen die Funktion tatsächlich nutzen können.

Häufige Fragen

Brauchen Gäste ein WhatsApp-Konto?

Nein. Laut WhatsApp können Gäste auch ohne Konto beitreten. Sie öffnen den Anruflink im Browser am Computer, geben ihren Namen ein und warten, bis der Host sie zulässt. Einen Anruflink erstellen können nur Menschen mit WhatsApp-Konto.

Wie viele Personen können teilnehmen?

Laut WhatsApp sind 1:1-Anrufe und Gruppenanrufe mit bis zu 32 Personen möglich. Wie viele davon Gäste sein dürfen, nennt WhatsApp nicht. Ein Zeitlimit gibt es laut WhatsApp nicht.

Was können Gäste im Anruf tun?

Gäste können laut WhatsApp ihren Computerbildschirm teilen, mit einem Daumen-hoch- oder Herz-Emoji reagieren und die Hand heben. Sie sehen keine Telefonnummern anderer Teilnehmender, können keine Nachrichten senden und niemanden direkt zum Anruf hinzufügen.

Wer kontrolliert, wer im Anruf ist?

Der Host. Gäste warten laut WhatsApp in einem Warteraum, bis der Host sie hereinlässt, und können jederzeit aus dem Anruf entfernt werden.

Laut WhatsApp nur Menschen mit einem WhatsApp-Konto. Der Weg: Tab Anrufe, „+“-Symbol, Anruflink erstellen und senden.

Kommen Kalender-Integrationen auch?

WhatsApp kündigt sie für später im Jahr an. Sie sollen für Google- und Outlook-Kalender per WhatsApp-Plugin kommen. Es handelt sich um eine Ankündigung, verfügbar sind sie noch nicht.

Und jetzt? Wenn die Funktion bei Ihnen auftaucht, probieren Sie die drei Schritte einfach aus: Tab Anrufe, „+“, Link erstellen und senden. Dann wissen Sie schneller als jede Ankündigung, wie sich das anfühlt.