Whatsapp bekommt eine Bezahlfunktion

Für das Jahr 2019 ist eine Whatsapp-Bezahlfunktion angekündigt. Diese soll Mark Zuckerberg zufolge das Versenden von Geld so einfach machen wie das Versenden von Fotos. Für die Entwicklung und Umsetzung der Idee sucht das Unternehmen nun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in London. Vor allem der dort ansässige Finanzsektor dürfte zu dieser Entscheidung beigetragen haben. Ob sich eine solche Bezahlfunktion wird durchsetzen können, ist allerdings sehr fraglich.

Eine Bezahlfunktion nach chinesischem Vorbild

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In China kommt das Bezahlen per Messenger sehr gut an. Bereits seit Jahren nutzen Anwenderinnen und Anwender zum Beispiel die Bezahlfunktion von Wechat. Hierdurch sind inländische als auch Internationale Transfers möglich. Dadurch, dass die Chinesen diese Funktion nutzen können und wollen, hat sich ihre Art zu shoppen und damit auch der E-Commerce verändert. Whatsapp strebt nun ähnliche Ziele an. Die Bezahlfunktion per Messenger soll zu einer gängigen Variante im Handel werden, die den Nutzerinnen und Nutzern den Geldtransfer so einfach wie möglich macht. Wie genau das realisiert werden soll, ist allerdings noch nicht bekannt.

Whatsapp baut ein Kompetenzteam in London auf

Um seine Ziele zu erreichen, baut Whatsapp ein Kompetenzteam in London auf. Insgesamt sollen 100 Frauen und Männer in das Projekt involviert werden. Das entspricht etwa einem Viertel aller Beschäftigten, die aktuell für Whatsapp arbeiten. An dieser Dimension zeigt sich, welches Gewicht der Konzern diesem neuen Projekt beimisst. Das Team beschäftigt sich einerseits mit der technischen Realisierung der Bezahlfunktion und andererseits mit Fragen der Sicherheit und des Datenschutzes. So müssen unter anderem Themen wie die Zwei-Wege-Authentifizierung und die Sorgfaltspflichten bei Geldtransfers berücksichtigt werden.

Mit Sicherheit hat Mark Zuckerberg bewusst London als Ort für die Realisierung seines Projekts ausgewählt. Zum einen ist hier der Finanzstandort sehr stark und erleichtert die Etablierung einer Bezahlfunktion. Zum anderen wird Whatsapp in Großbritannien mit großer Vorliebe genutzt. In den USA ist die Konkurrenz durch Amazon, Apple und Google hingegen bereits so groß, dass es schwer ist, sich dagegen durchzusetzen. Hierfür nimmt Whatsapp sogar die mit dem Brexit verbundenen Unsicherheiten in Kauf. Andere Unternehmen sind da weniger mutig und haben sich bereits in Richtung Frankfurt und Paris umorientiert.

Wird sich die Whatsapp-Bezahlfunktion durchsetzen?

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Ob sich eine Messenger-Bezahlfunktion hierzulande durchsetzen kann, ist ungewiss. Immerhin ist die Zahl an Wegen, auf denen Dienste bezahlt werden können, bereits sehr groß. Um erfolgreich zu sein, muss die Whatsapp-Bezahlfunktion über ein Alleinstellungsmerkmal verfügen, das sie von allen anderen Anbietern unterscheidet. Ansonsten sehen die Anwenderinnen und Anwender vermutlich keinen Grund, von ihren bewährten Bezahlvarianten abzuweichen und sich mit Whatsapp auf neues Terrain zu begeben, hebt Tobias Weidemann auf www.t3n.de hervor. Außerdem haben sich bereits andere Anbieter in Messenger-Bezahlfunktionen versucht und sind kläglich gescheitert. Es bleibt abzuwarten, welche Schritte Whatsapp unternimmt, um seine Bezahlfunktion zu etablieren und nicht dasselbe Schicksal zu erleiden.

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