Das digitale Brett – Informationen für Mieter auf einen Blick

digitales Brett
© Von Tiberius Gracchus – stock.adobe.com

In den Häusern der Wohnungsgenossenschaft Kleefeld-Buchholz aus Hannover hängen bis zum Ende dieses Jahres nur noch digitale Bretter. Diese ersetzen die bisher gängigen Papieraushänge im Treppenhaus. Solche digitalen Bretter sind ökonomischer, erleichtern die Kommunikation und sehen gut aus. Gleichzeitig sind sie vandalismussicher und ermöglichen eine leichte und direkte Kommunikation mit allen Mieterinnen und Mietern.

Diese Ziele verfolgt die Wohnungsgenossenschaft mit dem digitalen Brett

Individualität und Flexibilität sind laut www.haufe.de zwei der großen Ziele, die die Wohnungsgenossenschaft mit den digitalen Brettern, die sie nach und nach in ihre 4.200 Wohneinheiten einbaut, erreichen möchte. Die Informationen für die Mieterinnen und Mieter sollen schnell, gezielt und individuell an die einzelnen Häuser verschickbar sein. Zudem möchte die Genossenschaft die volle Kontrolle über das Design und das Aussehen der digitalen Bretter haben. Durch die digitalen Technologien besteht die Möglichkeit, die digitalen Bretter auf individuelle Besonderheiten hin anzupassen und somit maximal ansprechend für die Leserinnen und Leser zu machen.

Ein weiteres wichtiges Kriterium für die Genossenschaft ist die einfache Handhabung der digitalen Bretter. Niemand hat etwas von einer Technologie, die viel kann und gut aussieht, von den Menschen aber nicht akzeptiert und genutzt wird. Deswegen sollen die digitalen Bretter so einfach wie möglich zu bedienen sein und den Nutzerinnen und Nutzern einen möglichst großen Mehrwert bieten. Ebenfalls ein großer Vorteil ist, dass sämtliche Daten und Informationen in Echtzeit abrufbar sind. Sie sind somit stets aktuell und die Mieterinnen und Mieter sind über alle Themen, die ihr Wohnhaus im Allgemeinen und ihre Wohnungen im Speziellen betreffen, immer auf dem neuesten Stand.

Das erfahren Mieterinnen und Mieter vom digitalen Brett

Auf dem digitalen Brett können nahezu unbegrenzt viele Informationen hinterlegt werden. Das gilt sogar für die Hausordnung. Diese war bisher meist zu groß und umfangreich, um sie als Aushang im Treppenhaus bereitzustellen. Über das digitale Brett steht sie nun digital zur Verfügung und kann jederzeit abgerufen und genutzt werden. Außerdem hat die Hausverwaltung die Möglichkeit, den Mieterinnen und Mietern Tipps für das Energiesparen zu geben oder sie über die Verkehrssicherung aufzuklären. Ebenso ist auf einem solchen digitalen Brett genügend Platz für alle relevanten Notrufnummern. Die einzelnen Daten können ganz leicht verschiedenen Kategorien und Obergruppen zugeordnet werden. Hierdurch erreichen die digitalen Bretter eine Übersichtlichkeit, die mit einem klassischen Aushang niemals möglich gewesen wäre.

Zudem bietet sich ein digitales Brett für aktuelle Informationen an. Sollte sich zum Beispiel ein Ablesedienst ankündigen oder Renovierungsarbeiten am Haus nötig werden, erhält die Mieterschaft über das digitale Brett umgehend Kenntnis darüber. Sollte der Vermieter weitere Informationen teilen wollen, kann er das fortan zeitnah tun, ohne Briefe verschicken und Geld ausgeben zu müssen. Nicht zuletzt können Informationen Dritter leicht verbreitet und den Mieterinnen und Mietern zur Kenntnis gebracht werden. Hierzu gehören zum Beispiel Hinweise der Polizei, die die Bürgerinnen und Bürger einer bestimmten Region betreffen.

Die Kommunikation mit den Mieterinnen und Mietern wird leichter

Insgesamt wird die Kommunikation mit der Mieterschaft dank eines digitalen Brettes deutlich leichter. Schreiben und Dokumente müssen nicht mehr zwangsläufig jeder einzelnen Mietpartei geschickt werden, sondern es genügt, sie auf dem digitalen Brett zu hinterlegen. Somit kann sich auch niemand herausreden, er oder sie habe ein bestimmtes Schreiben nicht erhalten. Aus einem solchen digitalen Brett ergeben sich somit ökonomische Vorteile und eine hohe Effizienz. Zusätzlich kann das Brett als Serviceleistung eingesetzt werden, beispielsweise indem die Fahrpläne des öffentlichen Nahverkehrs bereitgestellt werden. Beim Verlassen des Hauses sehen die Mieterinnen und Mieter immer direkt, wann ein Bus oder eine Bahn kommt und ob sie es noch schaffen, diese zu erreichen.

Aber auch andersherum funktioniert die Kommunikation über ein solches digitales Brett. So können die Mieterinnen und Mieter dank dieser Technologie ihrer Hausverwaltung ganz leicht mitteilen, wenn ein Schaden in einer Wohnung auftritt oder eine Lampe im Treppenhaus ihren Geist aufgegeben hat. Oder aber sie nutzen das Brett, um mit ihren Nachbarn in Verbindung zu treten. So können die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses beispielsweise mitteilen, wenn ein Umzug oder eine Party ansteht. Sie warnen die anderen Bewohnerinnen und Bewohner also davor, dass es laut werden könnte, oder laden sie ein, mitzumachen. Drittanbieter wie die Reinigungskräfte können das digitale Brett ebenfalls nutzen, um zum Beispiel durchgeführte Treppenhausreinigungen zu dokumentieren.

Weitere Vorteile des digitalen Bretts im Überblick

Digitalisierung mit Sicherheit: bei den digitalen Brettern wird Sicherheit groß geschrieben. Unter anderem sind diese Geräte nicht brennbar und somit sehr gut vor Vandalismus geschützt. Aber auch andere Formen der Beschädigung sind in den Häusern, in denen die Technologie bereits zum Einsatz kommt, noch nicht aufgetreten. Das liegt unter anderem daran, dass bei der Herstellung der digitalen Bretter ein Edelstahl-Bildschirm mit Sicherheitsglas zum Einsatz kommt. Hinzu kommt, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wohnungsgenossenschaft Zugriff auf die digitalen, internetbasierten Bretter der einzelnen Wohneinheiten haben. Somit ist der Umgang mit den Daten koordinierter als bisher und für die Kommunikation mit den Mieterinnen und Mietern muss niemand extra zu den einzelnen Häusern fahren.

Zwischenzeitlich hatte die Wohnungsgenossenschaft mit dem Gedanken gespielt, statt der digitalen Bretter eine eigene App zu entwickeln und diese den Mieterinnen und Mietern zur Verfügung zu stellen. Hierdurch wären nur einmalige Entwicklungskosten entstanden und es gäbe keine Gebühren für das Monitoring und die Wartung der Bretter beziehungsweise die Nutzung der Software. Dieser Gedanke wurde allerdings relativ bald verworfen, da die Reichweite einer App deutlich geringer ist. Immerhin müssen Interessierte die App zunächst herunterladen und installieren und Nachrichten aktiv anfordern. Im Unterschied dazu sieht jede Person, die durch das Treppenhaus geht, die auf dem digitalen Brett enthaltenen Informationen. Folglich haben auch ältere Mieterinnen und Mieter, die eventuell kein Smartphone und keine Apps verwenden, Anteil an den Informationen. Und falls doch noch einmal eine App bereitgestellt werden sollte, ist eine Vernetzung mit den vorhandenen digitalen Brettern kein Problem.

4.2
05

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