Ausbildungsangebote zu wenig genutzt – Unternehmen investieren kaum in digitales Know-how

Wissen und Daten sind die Währungen der digitalen Welt. Dennoch investieren nur wenige Unternehmen gezielt in die digitale Aus- und Weiterbildung ihrer Belegschaft. Ein Grund hierfür ist, dass sich die digitale Welt sehr schnell wandelt. Sinnvolle Ausbildungen von heute können morgen schon wieder veraltet sein. Gerade deshalb ist es aber wichtig, auf dem neuesten Stand zu bleiben und sich neuen Erkenntnissen und Möglichkeiten nicht zu verschließen.

Fehlendes digitales Fachwissen wird zur Bedrohung

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Am besten sind diejenigen Unternehmen aufgestellt, die frühzeitig Zeit und Geld in den Aufbau eines Digitalkonzepts investiert haben. Sie haben den Grundstein für digitales Arbeiten gelegt und können durch Fort- und Weiterbildungen darauf aufbauen. Allerdings kümmert sich gerade einmal die Hälfte der Betriebe darum, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut ausgebildet sind. Entsprechend könnten fehlendes Fachwissen und veraltete Technologien schnell zu einer echten Gefahr für die Unternehmen und die Wirtschaftsstandorte sein, an denen sie tätig werden. Denn ohne professionelles Fachwissen fällt eine erfolgreiche digitale Transformation sehr schwer.

Vorhandene Angebote werden zu wenig genutzt

In einer aktuellen Umfrage klagen 42 % von 467 befragten Aus- und Weiterbildungsexperten von Firmen aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien, dass die Unternehmen zu wenig in die Aus- und Weiterbildung ihrer Belegschaft investieren würden. Gerade einmal 20 % der deutschen Firmen sind demnach digital gut aufgestellt und bei 57 % besteht ein dringender Handlungsbedarf. 20 % gehen nicht aktiv gegen den vorherrschenden Fachkräftemangel vor und bieten keinerlei Schulungsangebote an. Das ist angesichts der wachsenden Bedeutung digitaler Prozesse ein echtes Problem. Denn eine erfolgreiche digitale Transformation kann nur gelingen, wenn die Belegschaft gut ausgebildet ist und keine Hemmungen hat, neue Technologien auszuprobieren und einzusetzen.

Diese Hemmnisse verhindern digitale Ausbildungsangebote

Die Unternehmen geben eine Vielzahl von Gründen an, aus denen sie nicht in Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen investieren. Ein Hauptargument ist jedoch, dass sich Geschäftsprozesse aufgrund der Digitalisierung immer wieder verändern. Deshalb ist es recht schwierig, Bildungsangebote so auszuwählen, dass sie einen möglichst nachhaltigen Effekt erzielen. Denn es ist wenig sinnvoll, in eine Fortbildung zu investieren, die schon in einem halben Jahr veraltet ist. Da es also an einem nachhaltigen Weiterbildungskonzept fehlt, werden entsprechende Angebote gar nicht genutzt.

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Hinzu kommt, dass viele Unternehmen im Rahmen ihrer digitalen Transformation meist mehrere Baustellen gleichzeitig zu bewältigen haben. So geben 26 % der Befragten an, dass es für sie eine wirklich große Herausforderung ist, dass sich die Anforderungen der IT-Abteilung so rasant verändern. Weitere 24 % sehen eine Schwierigkeit darin, die Bedürfnisse von Mitarbeitern unterschiedlicher Generationen miteinander in Einklang zu bringen. Hinzu kommt, dass bei 23 % der Befragten einfach nicht genügend Budget zur Verfügung steht, um regelmäßig in Weiterbildungsmaßnahmen zu investieren. Die Mischung all dieser Schwierigkeiten führt dazu, dass die Digitalisierung in vielen Betrieben nicht so recht von der Stelle kommt.

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