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    New Work – Arbeiten im Zeitalter der Digitalisierung

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    Im Rahmen der digitalen Transformation verändert sich auch unsere Art zu arbeiten. Klassische Hierarchien, Arbeitszeiten und Arbeitsumfelder lösen sich zugunsten kreativer und flexibler Arbeitsmethoden auf. Der Sozialphilosoph Frithjof Bergmann prägte für diese Entwicklung den Begriff „New Work“ und erarbeitete mehrere Merkmale, die diese neue Art zu arbeiten prägen. Für Unternehmen ist es sinnvoll, sich auf das New Work Konzept einzulassen, um flexibel zu bleiben und für Fachkräfte attraktiv zu sein.

    Die Veränderung der Arbeit durch die Digitalisierung

    Durch die Digitalisierung verändert sich der Markt sehr stark. Kunden stellen neue Ansprüche an Unternehmen, die sich deutlich von Kundenwünschen von vor 20 Jahren unterscheiden. Bestes Beispiel hierfür sind Onlineshops. Immer mehr Menschen shoppen lieber vom heimischen Sofa aus, als sich auf den Weg in die Kaufhäuser zu machen. Unternehmen müssen daher solche Shops einrichten, pflegen und immer auf dem neuesten Stand halten. Außerdem verändern sich die Unternehmensprozesse eines Betriebs. Viele Aufgaben werden automatisiert und die Arbeit der Belegschaft wird durch neue Technologien unterstützt. Insgesamt verändert sich unsere Wirtschaft von einer Industrie- hin zu einer Wissensgesellschaft. Das bedeutet, dass Daten und Informationen immer mehr an Bedeutung gewinnen.

    All diese Wandlungen in der Arbeitswelt verlangen nach neuen Arbeitsmethoden. Unternehmen können nicht mehr wie zu Beginn des Jahrtausends arbeiten, als die Digitalisierung noch nicht alle unsere Lebensbereiche erobert hatte. Angestellte müssen sich mit neuen Technologien auskennen und kontinuierlich bereit sein, sich fortzubilden und die eigenen Handlungs- und Arbeitsweisen zu hinterfragen und bei Bedarf anzupassen. Außerdem verlangen die Betriebe von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern immer mehr Eigeninitiative und Selbstständigkeit. All diese Elemente und noch viele mehr, spielen im Begiff New Work eine entscheidende Rolle.

    Definition: Diese Merkmale zeichnen New Work aus

    Der Begriff New Work beschreibt die Veränderungen in der Arbeitswelt, die sich im Rahmen der Digitalisierung ergeben haben und noch immer ergeben. So lösen sich althergebrachte Strukturen und Hierarchien immer mehr auf. Ein sehr gutes Beispiel hierfür sind die Arbeitsorte und Arbeitszeiten. Durch die digitalen Technologien ist es Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern grundsätzlich möglich, von jedem Ort der Welt aus zu arbeiten. Hierdurch haben sich diverse neue Arbeitsumfelder etabliert. Hierzu gehört das Home Office ebenso wie sogenannte Coworking Spaces. Auch im Kundendienst und unterwegs haben die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Zugriff auf alle Unternehmensdaten und können diese nutzen.

    Ebenso lösen sich die traditionellen Hierarchien in Unternehmen immer weiter auf. Die Belegschaft empfängt längst schon nicht mehr nur Befehle von der Führungsebene, die sie dann auszuführen hat. Das flexible und selbstbestimmte Arbeiten an unterschiedlichen Orten setzt eine hohe Eigenverantwortlichkeit voraus. Die Unternehmensführung muss ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zutrauen, kluge Entscheidungen im Sinne des Unternehmens zu treffen und diese umzusetzen. Eine hohe Flexibilität beim Arbeiten und die Möglichkeit, eigene Ideen und Vorstellungen einzubringen und umzusetzen, zeichnen das New Work Konzept daher aus.

    Das zentrale Merkmal von New Work ist somit die Selbstständigkeit. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können ihre Arbeitsweise weitestgehend selbst bestimmen und sich eigene Arbeits- und Lernziele stecken. Das setzt allerdings ein Höchstmaß an Flexibilität und Agilität voraus. Hieraus ergibt sich, dass im Rahmen von New Work die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit immer mehr verwischen. Das gilt insbesondere für Kreative und Selbstständige, aber auch Angestellte müssen sich bewusst darum bemühen, eine ausgeglichene Balance zwischen Beruf und Privatleben hinzubekommen.

    Durch New Work werden Unternehmen für Fachkräfte interessant

    Durch die Digitalisierung und New Work verändert sich auch das Selbstverständnis der Arbeitnehmerschaft immer weiter. Die Wenigsten sind daran interessiert, in einem Büro lediglich Routinearbeiten zu erledigen. Viele möchten gerade ihr kreatives Potenzial bei der Arbeit einbringen und dem Betrieb von Nutzen sein. Kreativität und Eigeninitiative sind daher nicht nur von der Führungsebene erwünscht, sondern stellen auch für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer das Arbeitsideal dar. Sie wollen in gleichberechtigten, kreativen Teams arbeiten und mit den Führungskräften auf Augenhöhe kommunizieren. Hier zeigt sich klar, dass sich die klassischen Kommandostrukturen in Unternehmen immer weiter auflösen.

    Des Weiteren gewinnt die Work-Life-Balance für viele Menschen immer mehr an Bedeutung. Sie haben den Anspruch, dass ihre Arbeit zu ihrem Leben passt und nicht umgekehrt. Gerade deswegen ist es nötig, dass sich in den Betrieben die Arbeitsweisen massiv ändern. New Work ermöglicht zum Beispiel die Arbeitsteilung innerhalb einer Stelle. Zwei Fachkräfte können sich einen Posten teilen und durch ihre Zusammenarbeit Synergien freisetzen. Hierdurch geht auch kein Fachwissen verloren und muss kein Projekt von Grund auf neu gestartet werden, wenn ein Projektleiter oder eine Projektleiterin den Betrieb verlässt oder einmal für längere Zeit krank ist.

    Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wissen heutzutage sehr genau, was sie wollen, und suchen nach Unternehmen, die ihnen diese Vorstellungen weitestgehend erfüllen. Deswegen werden vor allem Betriebe langfristig am Markt Erfolg haben, die ihrer Belegschaft ein angenehmes, kreatives und modernes Arbeitsumfeld zur Verfügung stellen. Fachkräfte suchen sich schon heute gezielt diejenigen Firmen aus, die auf ihre Belegschaft eingehen und ihnen ein möglichst kreatives und flexibles Arbeiten erlauben.

    Patrick Tarkowski
    Patrick Tarkowski
    Patrick Tarkowski ist studierter Germanist und Anglist und arbeitet bereits seit 2008 als Autor für Onlineshops und Unternehmen. Er ist in ganz unterschiedlichen Themengebieten beheimatet, kennt sich aber speziell in den Bereichen E-Commerce, Online Marketing, Familie und Erziehung sowie SEO aus. Neben Fachtexten schreibt er eigene E-Books, Theaterstücke und Romane und entwickelt Unterrichtsmaterialien.

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