Grundsatzpapier zur Digitalisierung in der Pflege

Grundsatzpapier zur Digitalisierung in der Pflege
Montage: digital-magazin.de, Originalbild: Robert Kneschke – stock.adobe.com
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Übersicht:

Für eine moderne und individuelle Pflege ist die Digitalisierung unverzichtbarer. Aktuell fehlen jedoch noch viele Grundvoraussetzungen, um digitale Technologien im Pflegebereich einzusetzen. Das Bündnis „Digitalisierung in der Pflege“ hat deswegen ein Grundsatzpapier mit Forderungen für die digitale Transformation des Pflegeberufs entwickelt. Hierin stehen konkrete Forderungen, deren Umsetzung notwendig ist, um die Digitalisierung der Pflege voranzutreiben und erfolgreich zu gestalten.

Digitale Technologien würden den Pflegeberuf erleichtern

Der Pflegeberuf ist aktuell großen Veränderungen unterworfen. Beispielsweise ist seit Jahren ein steigender Pflegebedarf zu verzeichnen. Eine wachsende Zahl älterer Menschen steht immer weniger jungen Menschen gegenüber. Hinzu kommt, dass in der Pflegebranche ein massiver Fachkräftemangel herrscht. Es gibt somit in vielen Regionen zu wenige Pflegekräfte, die sich professionell und individuell um die einzelnen Patienten kümmern können.

Die Digitalisierung könnte hier in Teilen Abhilfe schaffen. Mit ihr wäre es möglich, den Pflegeberuf zu optimieren und viele Arbeitsschritte für die Pflegefachkräfte zu vereinfachen. Aktuell fehlen jedoch viele Grundvoraussetzungen, um dieses Ziel zu erreichen. So gibt es beispielsweise rechtliche, technische und ökonomische Hindernisse, die verhindern, dass die digitale Transformation der Pflegebranche gelingt.

Das Grundsatzpapier des Bündnisses „Digitalisierung in der Pflege“

Das Bündnis „Digitalisierung in der Pflege“ stellt sich den Herausforderungen, die die digitale Transformation der Pflegebranche mit sich bringt. Es möchte einen Beitrag dazu leisten, die Digitalisierung in der Pflege voranzutreiben und den Beschäftigten in dieser Branche ihre Arbeit zu erleichtern. Zu dem Bündnis gehören unter anderem Mitglieder des Bundesverbands Gesundheits-IT und des deutschen Pflegerats.

Das Bündnis hat ein Grundsatzpapier entwickelt, das als Diskussionsgrundlage für die digitale Transformation der Pflegebranche dienen kann. Mit diesem Papier soll erreicht werden, das ein Strategieplan bis zum Jahr 2022 erarbeitet wird. So würden nicht mehr einzelne Bereiche ihr eigenes Süppchen kochen und lauter Insellösungen für digitale Herausforderungen gefunden werden. Stattdessen könnte ein großes, einheitliches Konzept verfolgt werden, bei dem verschiedene Bereiche ineinandergreifen und harmonisch kooperieren. Um dieses Ziel zu erreichen, soll innerhalb des Gesundheitsministeriums ein Kompetenzzentrum errichtet werden, das sich gezielt mit der Digitalisierung beschäftigt

Diese Forderungen stehen in dem Grundsatzpapier

In dem Grundsatzpapier werden ganz unterschiedliche Themen behandelt und Forderungen aufgestellt. Unter anderem wird die Wichtigkeit einer digitalen Infrastruktur betont. Nur mit einer ausreichend guten Internetleistung und modernen digitalen Technologien in den verschiedenen Einrichtungen sei es möglich, die digitale Transformation zu einem Erfolgsprojekt zu machen. Ein vorrangiges Ziel müsse daher sein, Gelder bereitzustellen, die einen Ausbau dieser Infrastruktur und eine Anschaffung notwendiger Geräte möglich machen.

Das Bündnis schlägt vor, dies über einen Innovationsfonds zu finanzieren. Außerdem sollten klare Regeln zur Refinanzierung von Pflegeeinrichtungen erarbeitet und auf die modernen Gegebenheiten angepasst werden. Mit der Ausstattung der verschiedenen Einrichtungen mit moderner Technologie könne nur ein erster Schritt gegangen werden. Viel wichtiger sei es, sicherzustellen, dass alle Beteiligten in der Branche an dem Erfolg teilhaben, der sich aus der Digitalisierung ergibt. Aus diesem Grund sei es dringend angeraten, die Ausbildung auf das digitale Zeitalter auszurichten und regelmäßige Fort- und Weiterbildungen zu Digitalthemen anzubieten.

Zum ganzen Grundsatzpapier geht es HIER.

 

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