Digital Workspaces – Fachkräfte fordern moderne Arbeitsumgebung ein

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Eine aktuelle Studie zeigt, dass die digitale Transformation in deutschen Unternehmen nur sehr schleppend vorankommt. Häufig fehlt es bereits an grundlegenden Technologien wie Cloud-Diensten. Das führt häufig zu einer unzufriedenen Belegschaft und zu bedenklichen Individuallösungen. Angesichts des Fachkräftemangels und der wachsenden Konkurrenz können sich Unternehmen einen Aufschub der Digitalisierung nicht leisten. Deswegen ist es an der Zeit, auf umfassende Lösungen wie den Digital Workspace zu setzen.

Das kam bei der Studie heraus

Bei einer aktuellen Citrix-Studie wurden 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Unternehmen mit mindestens 250 Angestellten befragt, die vorrangig am Computer arbeiten. Hierbei zeigte sich, dass die Betriebe die Bedeutung der Arbeit 4.0 durchaus erkennen, dass es aber häufig an der technischen Ausstattung und der praktischen Realisierung dieses Konzepts mangelt. So geben zum Beispiel 60% der Befragten an, dass sie grundsätzlich gern mit Cloud-Diensten arbeiten, aber 38% der Unternehmen bieten hierfür keine technischen Möglichkeiten. Insgesamt nutzen 34% der Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer cloudbasierte Dienste privat, 43% sind davon überzeugt, dass sie durch solche Dienste flexibler arbeiten könnten und 50% versprechen sich von solchen Diensten eine höhere Effizienz. Trotzdem bieten lediglich 24% der untersuchten Unternehmen einen cloudbasierten Messengerdienst an. Die Kluft zwischen dem digitalen Anspruch von Firmen und Belegschaft und der tatsächlichen Digitalisierung ist also enorm.

Gefährliche Individuallösungen vermeiden

Das Fehlen von cloudbasierten Diensten und Lösungen führt häufig dazu, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens eigenständig entsprechende Programme auf ihren Arbeitsrechner laden. Das kann aber nicht im Sinne der Firmen sein. Denn einerseits passen solche Individuallösungen meist nicht in das IT-Konzept des Betriebes, sodass es zu Compliance-Problemen kommt. Außerdem sind solche Dienste in vielen Fällen ungeprüft und stellen somit ein Risiko für die Sicherheit der Unternehmensprozesse und den Datenschutz innerhalb des Betriebs dar. Hinzu kommt, dass die individuelle Einzelnutzung solcher Dienste meist ineffizient ist. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kochen ihr eigenes Süppchen und eine Vernetzung findet nicht statt. Hierdurch gehen meist wertvolle Ressourcen verloren und Synergieeffekte bleiben ungenutzt. Unternehmen haben also ein Interesse daran, die Kontrolle über die von ihrer Belegschaft genutzten Tools zu behalten. Das gelingt am besten, indem eigene digitale Lösungen angeboten werden, sodass Ausweichlösungen nicht mehr nötig sind.

Der Digital Workspace für moderne Unternehmen

Immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Betrieben fordern einen sogenannten Digital Workspace ein. Hierbei handelt es sich nicht um eine einzelne Lösung, sondern um ein Digitalkonzept. In einem solchen Digital Workspace sind viele digitale Lösungen vereint, die für die tägliche Arbeit in einem Betrieb nützlich und teilweise sogar unverzichtbar sind. Unter anderem gehören hierzu Cloud-Dienste, Messenger, Datenverarbeitungstools, Plattformen, Geräte und vieles mehr. Virtuelle Desktops helfen bei der Nutzung der verschiedenen Tools. Die Belegschaft gewinnt hierdurch an Flexibilität und kann nahezu immer und überall arbeiten. Die Unternehmensdaten stehen allen Befugten zur Verfügung, was insbesondere im Außendienst und im Umgang mit Kunden ein Vorteil ist. Hierfür ist Single-Sign-On (SSO) wichtig, damit der Anmeldeprozess für die einzelnen Tools möglichst einfach und schnell gelingt.

Vernetzung und Zusammenarbeit sind gefragt

Moderne Unternehmen setzen auf eine Vernetzung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Inseldenken einzelner Abteilungen soll aufgebrochen werden. Nur so erkennen die einzelnen Beschäftigten das große Ganze hinter ihrer Arbeit und können sich effizienter und zielgerichteter einbringen. Häufig geht diese Vernetzung mit dem Einsatz eines Saas-Tools (System as a service) einher. Diese Lösungen bieten eine hohe Flexibilität, da sie nicht statisch, sondern wandelbar sind. Das bedeutet, dass sich neue Technologien leicht in das bestehende System integrieren lassen, ohne dass es von Grund auf neu gedacht und aufgebaut werden muss. Das ist in einer Zeit des rasanten Wandels, in der permanent neue Tools und Technologien entwickelt und angeboten werden, von entscheidender Bedeutung.

Es ist wichtig, dass die Unternehmen die Zeichen der Zeit endlich erkennen und ihre digitale Transformation verstärkt vorantreiben. Das liegt zum einen am hohen Konkurrenzdruck. Kein Betrieb kann es sich leisten, mit veralteten Technologien zu arbeiten oder neue Errungenschaften anderen zu überlassen. Es kommt darauf an, sich kontinuierlich mit neuen Angeboten zu beschäftigen, zu prüfen, ob sie in das eigene Digitalkonzept passen, und sie gegebenenfalls zu implementieren und der Belegschaft verfügbar zu machen. Zum anderen macht der Fachkräftemangel den Einsatz von Digital Workspaces nötig. Vor allem IT-Spezialistinnen und -Spezialisten sind es gewohnt, mit moderner Ausstattung zu arbeiten und bei ihrer Tätigkeit möglichst flexibel zu sein. Sie suchen sich daher Firmen aus, die ihnen genau das bieten. Wer also im Kampf um die besten Leute nicht das Nachsehen haben möchte, muss in moderne Technologien investieren und diese aktuell halten.

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