Digital Kindergarten – der Digitalisierung neugierig wie ein Kind begegnen

Digital Kindergarten
Montage: digital-magazin.de, Originalbild: denisismagilov –stock.adobe.com

Der Digital Kindergarten hat wieder digital interessierte Menschen aus ganz Deutschland angelockt. Unternehmen haben neue Technologien präsentiert und Gelegenheit zum Anfassen, Ausprobieren und Kennenlernen geboten. Hierbei wurde deutlich: Die digitale Zukunft lässt sich nur mit kindlicher Neugier sinnvoll gestalten. Hierfür ist es manchmal notwendig, liebgewonnene Gewohnheiten aufzugeben und sich neuen Technologien und Möglichkeiten zuzuwenden.

Der Digital Kindergarten 2019

Mit 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, 50 Speakern, 60 Austellerinnen und Ausstellern und 13 Workshops war der Digital Kindergarten, der in diesem Jahr im Hamburger Millerntor-Stadion stattfand, für die Veranstalterinnen und Veranstalter ein voller Erfolg. Die Idee hinter dem Event ist es, die Zukunft greifbar zu machen und bei Interessierten die Neugier darauf zu wecken. Welche aktuellen Trends und Entwicklungen gibt es derzeit schon und an welchen Zukunftstechnologien wird aktuell gefeilt? Unter anderem standen in diesem Jahr die Virtual Reality (VR), Robotik, Big Data, Influencer Marketing und vieles mehr auf dem Programm. Die Besucherinnen und Besucher waren ausdrücklich eingeladen, aktiv teilzunehmen und die verschiedenen Technologien einmal auszuprobieren. Was in der Zukunft zum Alltag gehören wird, war für die am Digital Kindergarten teilnehmenden Menschen eine aufregende Spielwiese voller Neuerungen und Besonderheiten.

Neugier auf die Zukunft wecken

Die Unternehmen beim Digital Kindergarten wissen: Nur mit kindlicher Neugier lässt sich die Digitalisierung effizient gestalten. Denn die digitale Transformation ist nichts, was man einmal erledigt und was dann abgeschlossen ist. Sie läuft permanent weiter und muss immer wieder neu gedacht werden. Das funktioniert nur, wenn sich die Betriebe eine vorbehaltlose Neugier gegenüber der digitalen Welt bewahren. Sie müssen es schaffen, jeden Tag neu voller Begeisterung vor den digitalen Möglichkeiten zu stehen und sich von ihnen in den Bann schlagen zu lassen. Der Wunsch, Dinge zu verstehen, zu verbessern und zu verbreiten, muss das gesamte Verhalten prägen.

Dieser Ansatz setzt voraus, dass Fehler erlaubt sein müssen. Gerade Kinder im Grundschulalter machen nicht immer alles richtig, aber sie lernen aus ihren Fehlern und werden immer besser. Jeder Sturz bringt neue Erkenntnisse und hilft dabei, beim nächsten Mal sicherer zu stehen und erfolgreicher zu laufen. Deswegen müssen sich Unternehmen von der Vorstellung verabschieden, immer gleich alles richtig machen zu müssen. Viel wichtiger ist es, digitale Möglichkeiten zu testen und auszuloten, was mit dem eigenen Unternehmenskonzept alles möglich ist. Eine spielerische Herangehensweise und die Lust und Freude am ausprobieren sind für diesen Ansatz besonders entscheidend.

Alte Technologien verabschieden

Um neuen Möglichkeiten offen gegenüberzustehen, ist die Bereitschaft notwendig, sich von alten Gewohnheiten und liebgewonnenen Technologien zu verabschieden. Das zeigte beim Digital Kindergarten in diesem Jahr die Autoindustrie. Bosch sprach sogar von „The Funeral by Bosch“ und beerdigte den klassischen Autoschlüssel, schreibt Thomas Kiefer auf www.car-it.com. In Zukunft werden Fahrzeuge nicht länger mittels eines traditionellen Autoschlüssels geöffnet und geschlossen, sondern über das Smartphone. Dieses als „Perfectly Keyless“ vorgestellte System sorgt dafür, dass ein Fahrzeug das Smartphone der Nutzer erkennt und ausschließlich für dieses öffnet. Auf diese Weise wird die Gefahr reduziert, dass das Auto gestohlen wird. Diese Technologie ist sowohl für Privatfahrzeuge als auch für Dienstwagen und Autoflotten verfügbar.

Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, den Geist für neue Wege offen zu halten. Wer an bewährten Technologien hängt, verliert schnell den Anschluss und muss kostbare Marktanteile an die Konkurrenz abgeben. Die digitale Transformation setzt die Bereitschaft zu einem permanenten Wandel voraus. Nur so entstehen Neuheiten und Technologien, von denen die Menschen früher nicht einmal träumen konnten und die ihnen heute das Leben erleichtern. Für die Industrie bedeutet das, in die unvoreingenommene und weltoffene Rolle junger Kinder zu schlüpfen und ebenso neugierig wie diese zu werden, um die Welt zu verändern.

Hinterlassen Sie einen Kommentar und starten Sie eine Diskussion!

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei