Dicke Luft bei Amazon und Fedex

Der US-amerikanische Paketzusteller Fedex hat angekündigt, seinen Luftfrachtvertrag mit dem Onlineriesen amazon nicht verlängern zu wollen. Damit reagiert das Unternehmen vermutlich auf die wachsenden Bemühungen von Amazon, selbst einen umfassenden Paketzustelldienst zu entwickeln. Jeff Bezos kündigte unlängst an, in den USA Service- und Logistikzentren entstehen lassen zu wollen. Aktuell besteht aber noch ein Abhängigkeitsverhältnis zwischen Amazon und den Paketzustelldiensten.

Die Zusammenarbeit von Fedex und Amazon endet

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Der US-amerikanische Paketzusteller Fedex kündigt seine Zusammenarbeit mit dem Onlineriesen Amazon auf. Der bestehende Luftfrachtvertrag mit Amazon wird nicht mehr verlängert. Als Grund dafür gibt Fedex an, sich auf den „breiteren E-Commerce-Markt“ konzentrieren zu wollen, berichtet www.internetworld.de. Tatsächlich handelt es sich bei dem Schritt jedoch vermutlich um eine Abwehrmaßnahme des Konzerns gegenüber den wachsenden Bemühungen von Amazon, sich selbst als Paketzusteller zu profilieren. Aktuell mache laut Fedex die Zusammenarbeit mit Amazon lediglich 1,3% des Umsatzes des Konzerns aus. Fedex hält es folglich für verkraftbar, auf diese Einnahmen zu verzichten, um sich so breiter aufstellen und mit anderen Partnern besser kooperieren zu können.

Amazon entwickelt sich zum Konkurrenten der Paketzusteller

Die Ankündigung von Fedex kommt nicht aus heiterem Himmel. Schon lange arbeitet Amazon daran, selbst zu einem großen Paketzusteller zu werden, und entwickelt sich hierbei rasant zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz für etablierte Unternehmen wie Fedex, UPS und DHL. Schon heute besitzt Amazon eine eigene Flotte an Lieferwagen und Flugzeugen, mit denen Pakete innerhalb kurzer Zeit zugestellt werden können. Zudem betreibt der Konzern im US-Bundesstaat Kentucky einen eigenen Frachtflughafen. Für alle anderen Pakete und Zustellleistungen greift das Unternehmen jedoch nach wie vor auf die Dienste von Paketzustellern wie Fedex zurück.

Jeff Bezos hat große Pläne

In Bezug auf die Zustellung von Paketen denkt Amazon-Chef Jeff Bezos ganz groß. Wenn es nach ihm geht, existieren bald überall in den USA Service- und Logistikzentren seines Unternehmens. Diese sind dann unter anderem für den korrekten und schnellen Versand von Produkten und Paketen zuständig, sodass Amazon in keinem Punkt mehr auf die Unterstützung von Drittanbietern angewiesen sein wird. Alle anfallenden Aufgaben hätte der Konzern dann selbst in der Hand und müsste bei seinen Angeboten keinerlei Kompromisse mehr eingehen.

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Aktuell schwelt der Konflikt zwischen Amazon und den Zustelldiensten aber noch unter der Oberfläche. Nur an einigen Punkten wie den Verhandlungen um die Verlängerung des Luftfrachtvertrages bricht er hervor. Das liegt daran, dass aktuell noch ein Abhängigkeitsverhältnis zwischen den beiden Seiten besteht. Allerdings sind die Paketzusteller mit den Entwicklungen in diesem Bereich wenig zufrieden. Amazon macht nämlich einen enormen Druck in Bezug auf möglichst kurze Lieferzeiten. Immerhin ist das eines der Markenzeichen des Unternehmens, für das es bei den Nutzerinnen und Nutzern so beliebt ist. Dieser enorme Druck war vermutlich einer der Gründe für Fedex, von einer Verlängerung des Luftfrachtvertrages abzusehen und sich in Sachen e-commerce in eine neue Richtung zu orientieren.

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