Bauwirtschaft digital gedacht – die Hochschule Luzern bietet neuen Studiengang

Die Digitalisierung der Baubranche ist in vollem Gange. Wer heute in der Bauwirtschaft tätig werden möchte, braucht deutlich andere Kompetenzen, als noch vor 10 oder 15 Jahren. Das zeigt sich beispielsweise am nachhaltigen Bauen oder dem wachsenden Interesse an Smart Homes. Die Hochschule Luzern wird diesem neuen Bedarf gerecht und bietet ab diesem Jahr einen neuen Studiengang an. Dieser beschäftigt sich mit digitalen Inhalten und bereitet Studierende auf die neue Art des Arbeitens vor. Vor allem junge Menschen, die sich für neue Arten zu bauen und zu wohnen interessieren, werden von dem Studiengang angesprochen.

Die Bauwirtschaft durchläuft eine digitale Transformation

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Nachhaltiges Bauen, Smart Homes, virtuelle Gebäudeplanung… Der Einfluss der Digitalisierung auf die Bauwirtschaft nimmt spürbar zu. Das bedeutet, dass sich Menschen, die in der Baubranche arbeiten wollen, mit digitalen Technologien und Inhalten sehr gut auskennen müssen. Derzeit sind in der Praxis jedoch nur wenige Menschen aktiv, die die benötigten Qualifikationen besitzen. Damit die digitale Transformation der Bauwirtschaft erfolgreich weiterlaufen kann und nicht irgendwann aufgrund fehlender Kenntnisse ins Leere läuft, werden neue Qualifikationen und Kompetenzen benötigt.

Mit diesen Inhalten beschäftigt sich der Studiengang „Digital Construction“

Um Interessierten genau diese Qualifikationen und Kompetenzen vermitteln zu können, hat die Hochschule Luzern den Studiengang „Digital Construction“ ins Leben gerufen. Dieser beginnt im Herbst 2020 und stellt die drei Studienrichtungen Architektur, Bauingenieurwesen und Gebäudetechnik zur Auswahl, berichtet holzmagazin.com. Die einzelnen Studiengänge nehmen vor allem digitale Technologien in der Baubranche in den Blick und wenden diese auf ihren jeweiligen Themenbereich an. Hierdurch sollen bereits bestehende Studiengänge wie Innenarchitektur, Gebäudetechnik oder Energie im Fachbereich Bau ergänzt werden.

Die neuen Studiengänge fokussieren sich ausdrücklich auf die digitale Seite des Bauwesens, um den Einfluss der Digitalisierung zu verstehen und den Studierenden Methoden an die Hand zu geben, um sie bei ihrer Arbeit im Bau nutzbar zu machen. Hierbei kommen ganz unterschiedliche Themen zur Sprache. So beschäftigen sich die Studierenden unter anderem mit dem Internet of Things, dem parametrischen modellieren sowie der Virtual und Augmented Reality im Bauwesen. Hierbei wird der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes in den Blick genommen, um ein umfassendes Verständnis für digitale Technologien im Bau und deren Funktionsweise zu gewinnen.

An wen richtet sich der neue Studiengang?

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Der Studiengang richtet sich an junge Menschen, die die Bauwirtschaft nicht nur so interessant finden, wie sie ist, sondern wie sie sein könnte und wird. Mit Hilfe der digitalen Technologien sollen die Studierenden in die Lage versetzt werden, die Art des Arbeitens im Bauwesen grundlegend zu verändern und zu optimieren. Sie bekommen alle Fähigkeiten an die Hand, um innovativ zu arbeiten und Häuser zu entwickeln, wie es sie heute noch gar nicht gibt. Hierbei ist wichtig, dass sie ein ganzheitliches Denken mitbringen, da die digitale Bauwirtschaft eng mit anderen Disziplinen verzahnt ist. Spätere Berufsbilder können in der Gebäudetechnik von Unternehmen angesiedelt sein, die Studierenden können aber auch Bauingenieure oder Architekten werden. Ebenso sei es möglich, in der Immobilienentwicklung tätig zu werden oder sich im Immobilienmanagement zu versuchen. Der Studiengang ist bewusst breit aufgestellt, um dieses große Spektrum an späteren Arbeitsfeldern abdecken zu können.

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