Starkes Wachstum im M-Commerce – die Kundenzufriedenheit wächst aber nicht mit

Eine Studie des Portals RetailMeNot zufolge wird der deutsche M-Commerce in diesem Jahr um 45% wachsen. Das bedeutet hohe Umsätze für Onlineshops, doch auch der stationäre Handel profitiert von diesem Trend. Längst sind aber noch nicht alle Unternehmen auf diese Entwicklung eingestellt. So sind viele Kunden noch unzufrieden mit den Shopangeboten für Smartphones. Wird hier nicht nachgebessert, gehen den Shops kostbare Kunden und damit Umsätze verloren.

Der M-Commerce ist klar auf Wachstumskurs

Das Portal RetailMeNot hat in einer Studie ermittelt, dass der M-Commerce in diesem Jahr deutschlandweit um 45% wachsen wird. Hierbei spielen vor allem Onlineshops eine Rolle, doch über Local SEO wird das Smartphone auch zu Käufen im stationären Handel führen. Auffällig an der Studie ist, dass das Tablet mit 53,2% Wachstum deutlich stärker wächst als das Smartphone mit 39,5%. Doch nicht allein das Wachstum, sondern auch der Anteil des M-Commerce am Umsatz der Unternehmen ist interessant. So machen mobile Einkäufe mit 27,7% bereits ein Viertel des Gesamtumsatzes aus. Das bedeutet ein Plus von etwa 124 Millionen Euro.

Starke Unterschiede in der Kundenzufriedenheit bei Smartphone- und Desktop-Nutzern

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Leider bleibt zu konstatieren, dass die Kundenzufriedenheit nicht ebenso schnell wächst wie der M-Commerce. Das liegt vor allem daran, dass die Angebote der Onlineshops noch zu stark auf PC-Nutzer ausgerichtet sind. Eine Optimierung des eigenen Shopangebots für mobile Endgeräte hat bisher nur ein Bruchteil der deutschen E-Commerce Unternehmen vorgenommen. Entsprechend müssen viele Nutzer einen eingeschränkten Funktionsumfang hinnehmen, was die meisten von ihnen ärgert und von einem Kauf abhält. Die Studie zeigt klar, dass Desktop-Nutzer mit den Angeboten von Onlineshops deutlich zufriedener sind als Nutzer von Tablets und Smartphones. Diese Unzufriedenheit beschränkt sich nicht allein auf das Einkaufen. Auch Nutzer, die sich über das Smartphone informieren und dann im stationären Handel einkaufen wollen, beklagen eine mittelmäßige bis schlechte Benutzerfreundlichkeit im M-Commerce.

Unternehmen müssen ihr Smartphone-Angebot dringend aufbessern

Eine benutzerfreundliche Optimierung des eigenen Webangebots sollte ganz ober auf der Agenda aller Unternehmen im E-Commerce stehen. Zwingend erforderlich ist eine professionelle Nutzerführung, die dafür sorgt, dass das gesamte Produktsortiment gefunden und bestellt werden kann. Diese hochgesteckten Ziele sind nur mit einer geeigneten Technologie zu realisieren. Es ist daher unvermeidlich, Geld in Tools und Techniken zu stecken, die den eigenen Onlineshop M-Commerce tauglich machen. Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wird eine eigene mobile Website realisiert oder die bereits bestehende Seite wird so umgestaltet, dass sie auch für Smartphones und Tablets geeignet ist.

Ebenfalls möglich ist es, eine eigene App zu entwerfen, die im Shop erhältlich ist und den Nutzern das Einkaufen erleichtert. Wichtig beim Einsatz solcher Apps ist, dass sie einen Mehrwert für den Nutzer bieten und nicht einfach eine mobile Version der Website sind. Nicht zuletzt spielt die Bedienbarkeit eine große Rolle. Es genügt nicht, das Display einfach je nach Endgerät zu vergrößern oder zu verkleinern. Touchdisplays bringen eine ganz andere Art der Nutzung mit sich als Desktop-Geräte. Entsprechend müssen die verschiedenen Bedienkonzepte bei der Optimierung des eigenen Auftritts berücksichtigt werden.

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