Durch die digitale Transformation gelingen Arbeitsprozesse einfacher und schneller und die Effizienz und Produktivität von Unternehmen steigt. Doch haben diese Entwicklungen positive Auswirkungen auf die Umsätze eines Betriebs? Dieser Frage geht eine aktuelle Studie von Horváth und Partners mit dem Titel „Digital Value 2018 – der Beitrag der Digitalisierung zur Wertschöpfung“ nach. Das Ergebnis: Nur durch die Erschließung neuer Märkte können die Umsatzphantasien der Unternehmen Wirklichkeit werden.

Die Digitalisierung wird aktuell zur Befriedigung von Kundenbedürfnissen genutzt

Aktuell ist die Erwartung vieler Unternehmensentscheider, dass die Digitalisierung dereinst hohe Umsätze generieren wird, nur eine vage Hoffnung. Wofür die digitale Transformation schon heute genutzt wird, ist die Optimierung von Arbeitsprozessen und die Befriedigung von Kundenbedürfnissen. So helfen digitale Prozesse dabei, die Kundenwünsche besser und schneller zu verstehen und zielgerichtete Lösungen anzubieten. Services und Dienstleistungen gelingen mit digitalen Techniken leichter, was zu schnelleren Lieferungen und zufriedenen Kunden führt.

Neben diesen angenehmen Entwicklungen zeigt sich, dass sich die Digitalisierung positiv auf die Gewinne eines Unternehmens auswirkt. Das liegt unter anderem an der sich aus der Digitalisierung ergebenden Dynamik für einen Betrieb. Es lässt sich klar zeigen, dass die Gewinne umso höher ausfallen, je digitaler die Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens sind. Digitale Erfolge lassen sich also eindeutig nachweisen. Doch trifft die Einschätzung wirklich zu, dass die Digitalisierung aktuell ein noch nahezu vollständig ungeborgenes Potenzial an Umsätzen bietet?

Das Produktportfolio von Unternehmen muss digitaler werden

Bis heute wirkt sich die Digitalisierung nahezu gar nicht auf die Angebote und Produkte der Unternehmen aus. Die meisten Betriebe arbeiten was das betrifft immer noch mit demselben Portfolio wie vor 30 Jahren. Nicht einmal jede zweite Firma hat im Verlauf der digitalen Transformation neue Märkte oder Kundenschichten erschlossen und auch die Entwicklung digitaler Produkte und Dienstleistungen steckt noch in den Kinderschuhen. Es ist also davon auszugehen, dass die Unternehmen deutlich mehr Umsätze erzielen könnten, wenn sie sich auf diese digitalen Aufgaben konzentrierten.

Diese Maßnahmen müssen Unternehmen ergreifen

Unternehmen müssen anfangen, sich von ihren eingefahrenen Denk- und Verhaltensmustern zu lösen. Die Digitalisierung verlangt ganz neue Formen des Wirtschaftens und der Kundenansprache. Diese völlig neuen Wege können aber die wenigsten Betriebe schon heute beschreiten. Hierfür fehlt es einfach an der nötigen digitalen Infrastruktur. Diese müssen sie erst aufbauen und nutzbar machen, bevor die Digitalisierung tatsächlich Umsätze generieren und für einen wachsenden Unternehmenserfolg sorgen kann. Das bedeutet vor allem, die Zuständigkeiten für den digitalen Wandel im Unternehmen klar zu regeln und beispielsweise einen Digitalisierungsbeauftragten einzusetzen.

Grundsätzlich sind Investitionen in die Digitalisierung zugleich Investitionen in die Gewinnsteigerung. Studien zeigen eindeutig, dass ein hoher Digitalisierungsgrad mit steigenden Gewinnzahlen einhergeht. Das funktioniert aber nur, wenn die Betriebe das Thema „Digital Leadership“ für sich entdecken und zu digitalen Vorreitern in ihrem Segment werden. Das Management muss mit Kunden- und Mitarbeiterdaten sinnvoll arbeiten, neue Geschäftsmodelle sind zu erschließen und das Einkaufserlebnis für den Kunden muss ein echtes Highlight sein. Mit diesen Maßnahmen haben die Firmen eine Chance, die Umsatzsteigerungen zu erreichen, die sie sich von der digitalen Transformation erhoffen.

Beitrag der Digitalisierung zur Wertschöpfung
Studie „Digital Value“ – Quelle: https://www.horvath-partners.com/de/media-center/studien/detail/digital-value-2018/
Erzeugt die Digitalisierung Umsätze? (Infografik)
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