Digitalisierung studieren – die FOM Hochschule Karlsruhe bietet einen neuen Studiengang

Digitalisierung studieren
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„Business Consulting & Digital Management“ lautet der Name des neuen Studiengangs, den die FOM Hochschule Karlsruhe ab dem kommenden Wintersemester anbietet. Mit diesem Angebot richtet sich die Hochschule an alle, die sich den digitalen Veränderungen der Arbeitswelt aktiv stellen möchten. Hierdurch reiht sich die Hochschule in die Gruppe der vielen Karlsruher Universitäten ein, die der Digitalisierung in ihren Kursen und Vorlesungen bereits ein großes Gewicht beimessen.

Darum ist ein Studiengang zur Digitalisierung wichtig

In den großen Konzernen ist die Digitalisierung in den meisten Fällen bereits angekommen. Das zeigt sich zum Beispiel daran, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Schulungen und Workshops auf die sich verändernden Anforderungen ihres Arbeitsplatzes vorbereitet werden. Sie lernen digitale Zusammenhänge kennen und verstehen somit, welche Bedeutung der digitale Wandel für den Betrieb allgemein und ihre Stelle im Speziellen hat. Gerade in KMU (kleinen und mittelständischen Unternehmen) ist das allerdings noch nicht der Fall. Hier wird die Digitalisierung häufig nach dem Prinzip „Learning by doing“ irgendwie nebenher erlernt und umgesetzt.

Der Studiengang „Business Consulting & Digital Management“ richtet sich an alle, denen ein „irgendwie“ bei der Digitalisierung nicht ausreicht. Denn ein Erlernen digitaler Techniken aus dem eigenen Arbeitsumfeld heraus bleibt meist stark an der Oberfläche. Die Betroffenen beschäftigen sich ausschließlich mit den digitalen Themen, die ihre eigene Tätigkeit betreffen und für die täglichen Abläufe und Prozesse ihrer Arbeit relevant sind. Der Studiengang erweitert jedoch den Blick auf die Digitalisierung. Er zeigt größere Zusammenhänge auf und vermittelt Kompetenzen, die nicht auf einen speziellen Arbeitsplatz begrenzt sind. Somit können die studierten Frauen und Männer diese Fähigkeiten auch dann anwenden, wenn sie einmal die Arbeitsstelle wechseln oder einer neuen Abteilung zugewiesen werden. Der Studiengang ergänzt die praktischen Erfahrungswerte aus der Arbeitswelt somit durch wissenschaftliches Fachwissen und methodische Kompetenzen.

Diese Voraussetzungen müssen Studentinnen und Studenten mitbringen

Wer diszipliniert ist, schafft es durchaus, Beruf und Studium miteinander zu kombinieren. Das liegt daran, dass die Präsenzkurse des Studiengangs in der Regel an Donnerstagen, Freitagen und am Wochenende stattfinden. Für den viersemestrigen Studiengang sind ein Bachelor oder ein entsprechender Abschluss aus dem Bereich BWL erforderlich, berichtet techtag.de. Es ist aber ebenso möglich, sich die notwendigen Kenntnisse im Vorfeld des Studiums in einem BWL-Basiskurs anzueignen. Der Grund für diese Vorgabe ist, dass alle Studentinnen und Studenten bei Studienbeginn wissenstechnisch etwa auf einem Niveau sein sollen. Die Inhalte sind so konzipiert, dass sie sich leicht am eigenen Arbeitsplatz anwenden und für die täglichen Aufgaben im Beruf nutzbar machen lassen. Nachdem sich die Interessierten vier Semester lang Fachwissen und Kompetenzen angeeignet haben, entsteht im fünften Semester dann die Master-Thesis. Der Studiengang insgesamt kostet 12.430 Euro, was einer monatlichen Gebühr von 350 Euro entspricht.

Diese Inhalte vermittelt der Studiengang zur Digitalisierung

Zu Beginn des Studiengangs geht es zunächst um die Grundlagen, die für das Arbeiten in einer digitalisierten Welt unverzichtbar sind. Deswegen stehen im ersten Semester unter anderem technische und strategische Grundlagen, die die digitalisierte Arbeitswelt betreffen, auf dem Plan. In den folgenden drei Semestern geht es dann darum, diese Grundlagen zu erweitern und zu vertiefen und somit ein breites und fundiertes Wissen zu digitalen Zusammenhängen zu gewinnen. Unter anderem erfahren die Studentinnen und Studenten, wie sie einen Businessplan erstellen, welche Organisationstechniken es gibt, welche ethischen Faktoren bei der Digitalisierung eine Rolle spielen und wie sich Digitalisierung und Nachhaltigkeit miteinander verbinden lassen. Ein wichtiges Thema ist hierbei „Design Thinking“, das bei der Organisation der digitalen Prozesse in einem Betrieb und bei der Wahl der passenden Entscheidungen in der digitalisierten Welt hilft.

Andere Universitäten setzen ebenfalls auf die Digitalisierung

Die FOM Hochschule Karlsruhe ist nicht die einzige Universität in Karlsruhe, die digitale Angebote an Interessierte richtet. Unter anderem bieten die Karlshochschule International University, die Pädagogische Hochschule Karlsruhe, das Karlsruher Institut für Technologie und einige mehr Studiengänge an, bei denen die Digitalisierung einen hohen Stellenwert genießt. Die einzelnen Studiengänge unterscheiden sich jedoch zumeist in ihrer Schwerpunktsetzung. Während einige vor allem das Marketing in den Blick nehmen, konzentrieren sich andere auf die IT und die mit der digitalen Transformation verbundenen Technologien. Viele Masterstudiengänge sind berufsbegleitend, um auch Menschen, die bereits aktiv in der Arbeitswelt involviert sind, die Möglichkeit zu geben, ihre Kompetenzen zu erweitern.

Dieses große Angebot zeigt, dass die Bedeutung der Digitalisierung erkannt wurde. Sie ist jetzt nicht mehr ein Zukunftsphänomen, sondern hat direkte Auswirkungen auf die heutigen Unternehmensprozesse und den wirtschaftlichen Erfolg von Betrieben. Das Ziel solcher Studiengänge ist es, der Digitalisierung ein fundiertes, wissenschaftliches Fundament zu geben und der stückweisen Nutzung einzelner Facetten des digitalen Wandels entgegen zu wirken. Die Studentinnen und Studenten werden in die Lage versetzt, bei ihrer Arbeit das große Ganze zu sehen und die Digitalisierung proaktiv in ihrem Arbeitsumfeld zu nutzen. Hierdurch sind sie ein Gewinn für ihren Betrieb und steigern dessen Produktivität und Leistungsfähigkeit spürbar.

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