Berlin ist Zentrum der Freelancer – Frankfurt ist Hauptstadt der Jobs

Die deutschlandweit größte Anzahl an verfügbaren Freelancern hat die Bundeshauptstadt Berlin zu bieten. Allerdings steht dieser großen Zahl an potentiellen Arbeitskräften die bundesweit geringste Anzahl verfügbarer Jobs gegenüber. Frankfurt belegt in Bezug auf die Freelancer lediglich Platz 4 in Deutschland, hat dafür aber die meisten Jobs zu bieten. Diese Diskrepanz zwischen Aufträgen und Freelancern hat Auswirkungen auf die Entwicklung im E-Commerce – oder sollte es zumindest.

Zahlen und Fakten rund um deutsche Freelancer und ihren Jobs

Laut registrierten Mitgliedern auf der Website Freelancer.de sind mittlerweile 1.600 Freiberufliche in der Bundeshauptstadt Berlin verfügbar. Das liegt vermutlich unter anderem daran, dass dort quasi stündlich neue Startups aus dem Boden schießen, die kreatives Potential und professionelles Know-how für ihre Projekte benötigen.

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Allerdings geht diese kreative Atmosphäre nicht automatisch mit einer großen Anzahl an Aufträgen einher. Im Gegenteil belegt Berlin mit aktuell 203 ausgeschriebenen Jobs das Schlusslicht dieser Liste. Ganz anders sieht es hingegen in Frankfurt aus, das mit rund 1.222 registrierten Freiberuflern gerade einmal Platz 4 im Deutschlandranking belegt. Hier können die Freiberufler aus einem Jobangebot von aktuell 563 Projekten wählen. Platz 2 und 3 bei beiden Werten belegen demgegenüber München und Köln.

Angebot und Nachfrage regeln auch im E-Commerce den Preis

Wie in der Marktwirtschaft üblich, bestimmen auch im Bereich E-Commerce und Informations-Technologie das Angebot und die Nachfrage den Preis. Das wird vor allem an den Stundensätzen von IT-Experten deutlich, die diese in den jeweiligen Metropolen der Republik erhalten. In Frankfurt, in denen eine vergleichsweise große Anzahl an Jobs einer relativ geringen Anzahl an Freelancern gegenübersteht, erhalten IT-Fachleute beispielsweise einen Stundenlohn von 72,18€. In München sind es immerhin noch 70,40€, während in Berlin der gleiche job gerade einmal 61€ pro Stunde bringt. Hieran wird deutlich, dass nicht die Qualifikation der Freelancer oder deren Arbeitseinsatz den Preis bestimmen, sondern lediglich das Verhältnis von Jobs und Interessenten.

Freelancer und Auftraggeber müssen besser zueinander finden

Die Zukunft des E-Commerce besteht vor allem für Freelancer somit in einer standortübergreifenden Vermittlung. Es ist zwingend erforderlich, dass Interessenten und Auftraggeber deutschlandweit miteinander in Kontakt kommen und sich gegenseitig unterstützen. Hierdurch können Diskrepanzen im Verhältnis zwischen angebotenen Jobs und verfügbaren Arbeitskräften ausgeglichen und Schwankungen bei der Bezahlung verhindert werden. Einen wichtigen Beitrag hierzu leisten Portale wie Freelancer.de, twago.de und viele weitere, weil sie die Jobvermittlung transparenter machen. Unter anderem bieten solche Plattformen die Möglichkeit, angebotene Jobs sowie angemeldete Auftraggeber und Freelancer zu bewerten. Auf diese Weise haben alle Beteiligten ein Interesse daran, eine harmonische und für beide Parteien zufriedenstellende Zusammenarbeit zu erreichen. Die Aufgabe solcher Onlineportale besteht nicht länger ausschließlich darin, dass sie Kontaktmöglichkeiten zwischen Auftraggebern und Freiberuflern anbieten. Vielmehr werden von ihnen heutzutage zahlreiche weitere Dienstleistungen wie die kostenlose Veröffentlichung von Projektangeboten und ein zuverlässiges QualitätsManagement verlangt. Dies scheint recht gut zu gelingen, da die Anzahl der registrierten Mitglieder auf solchen Plattformen kontinuierlich steigt.

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