Influencer-Programm – Amazon startet in die Beta-Phase

Das Influencer-Programm von Amazon richtet sich an Social-Media-Nutzer mit großer Reichweite. Sie können Amazon-Produkte bewerben und bekommen bei erfolgreichem Verkauf eine Provision. Das Konzept ist deutlich individueller als das bereits bewährte Affiliate-Programm von Amazon. Mit dem Influencer-Programm will der Onlineriese neue Verkaufswege testen und ist aktuell auf der Suche nach Teilnehmern.

Die Idee hinter dem Amazon Influencer-Programm

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Das Influencer-Programm (engl.: to influence = beeinflussen) steht für ein neues Vertriebskonzept von Amazon. Es richtet sich an Nutzer von Social-Media-Kanälen, die eine hohe Reichweite besitzen. Diese Nutzer können sich über das Programm eine eigene Seite einrichten und über diese individuell ausgewählte Produkte des Amazon-Katalogs bewerben. Sobald über diese Seite eingekauft wird, erhalten die Nutzer einen Teil der Verkaufssumme als Provision.

Aktuell startet Amazon in den USA in die Beta-Phase des Programms. Es werden somit die Abläufe untersucht, um festzustellen, wie effizient das Projekt läuft, wie es bei den Nutzern ankommt und ob derzeit noch Fehler vorliegen, die ausgemerzt werden müssen. Sollte sich das Influencer-Programm in den USA als tragfähig und erfolgreich erweisen, wird es sicherlich auch in den anderen Märkten zum Einsatz kommen, in denen Amazon aktiv ist.

Die Unterschiede zum Affiliate-Programm von Amazon

Ein großer Unterschied zum Affiliate-Programm von Amazon besteht beim Influencer-Programm darin, dass die Teilnehmer an dem Programm nicht in erster Linie als Verkäufer auftreten. Sie sind somit nicht vorrangig Onlinehändler, deren oberstes Ziel es ist, Produkte zu verkaufen. Vielmehr haben sie eine große Fangemeinde hinter sich, die sie durch Inhalte begeistern und dazu bringen, sich selbstständig zu engagieren.

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Für die angebotenen Produkte machen sie somit nicht ausdrücklich Werbung, sondern empfehlen sie ihren Freunden und Followern. Hierdurch sind sie besonders authentisch und glaubwürdig und erreichen somit ganz andere Zielgruppen als Affiliate-Partner. Hinzu kommt, dass die Teilnehmer am Influencer-Programm sich die Produkte, die sie auf ihre Website stellen, ganz individuell zusammenstellen können.

Außerdem kann die erstellte Website mit einem eigenen Logo versehen werden. Hierdurch wird es möglich, die Angebote den eigenen Followern und dem persönlichen Social-Media-Kanal anzupassen. Glaubwürdigkeit spielt hierbei eine immense Rolle, weil Follower sich nur von Menschen beeinflussen (daher der Name) lassen, denen sie vertrauen.

Diese Kriterien müssen Teilnehmer am Amazon Influencer-Programm mitbringen

Ein wichtiges Kriterium für Amazon, um einen Nutzer in das Influencer-Programm aufzunehmen, ist die Reichweite. Nur wenn eine bestimmte, jedoch nicht eindeutig festgelegte Menge an Freunden und Followern vorgewiesen werden kann, lohnt es sich für den Onlineriesen, in einen Nutzer zu investieren. Immerhin soll eine möglichst große Zielgruppe erreicht werden.

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Ebenso achtet Amazon jedoch auf guten Content und Nutzerengagement. Die Follower des Nutzers müssen mit gutem Content versorgt und dazu gebracht werden, sich auf dem jeweiligen Social-Media-Kanal zu engagieren. Das zeigt, dass ein reger Austausch zwischen Nutzer und Freunden beziehungsweise Followern stattfindet und dass sich letztere gegebenenfalls beim Kaufen beeinflussen lassen. Nicht zuletzt achtet Amazon darauf, dass ein bestimmter Social-Media-Kanal Relevanz für das eigene Unternehmen hat. Aktuell können sich Interessierte für das Programm bewerben. Ob sich die Vergütung in irgendeiner Weise von Amazons Affiliate-Programm unterscheidet, ist allerdings nicht bekannt.

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