In Zukunft werden die Deutschen anders einkaufen

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Übersicht:

Die Corona-Krise verändert schon jetzt unsere Art einzukaufen. Während einige sich Hamsterkäufen hingeben, entdecken andere die Vorteile regionaler Produkte für sich. Je länger die Kontaktsperren gelten, desto nachhaltiger dürfte diese Veränderung werden. Vor allem digitale Angebote gewinnen hierdurch an Relevanz. Für die Händler ist es an der Zeit, sich auf diese neue Entwicklung einzustellen.

Aktuelle Umfrage zum Einkaufsverhalten

Die Strategieberatung Oliver Wyman hat eine Umfrage durchgeführt, um herauszufinden, ob und wie sich das Einkaufsverhalten der Menschen durch die Corona-Krise verändert hat. An der Umfrage nahmen 9.000 Menschen aus neun Ländern teil. Eine klare Erkenntnis ist, dass die Menschen durch die Krise anders einkaufen als zuvor. Das gilt sowohl für den stationären Handel als auch für den E-Commerce. Das Tragen von Masken gehört für viele beim Einkaufen bereits zum Alltag dazu. Andere ziehen sich ganz in ihre eigenen vier Wände zurück und bestellen Waren des täglichen Bedarfs nur noch online.

Experten gehen davon aus, dass einige der Veränderungen im Einkaufsverhalten nachhaltig sein könnten. Ein Beispiel hierfür ist, dass sich die Menschen an das Shoppen in der digitalen Welt gewöhnen könnten. Das bedeutet, dass sich der Handel auf diese veränderten Voraussetzungen anpassen muss. Insbesondere ein Ausbau der digitalen Infrastruktur tut Not. Sonst sind vor allem regionale Anbieter schnell überfordert und werden von großen Dienstleistern wie Amazon überrollt.

So verändert sich das Einkaufsverhalten der Deutschen

In der Umfrage, die der „Süddeutschen Zeitung“ vorliegt, gaben 14 % der Deutschen an, dass sie ihr neues Einkaufsverhalten noch mindestens 12 Monate nach dem Ende der Corona-Krise beibehalten wollen. Weitere 36 % sind sich sicher, dass sie mindestens noch 5 Monate nach der Krise anders einkaufen werden als zuvor. Außerdem gewinnen regionale Produkte immer mehr an Ansehen. Lebensmittelproduzenten der Region sollen unterstützt und die kurzen Lieferwege genutzt werden. Hierfür sind 25 % der Befragten sogar bereit, mehr Geld auszugeben. Das gilt sogar für Haushalte mit einem niedrigeren Einkommen als der Durchschnitt. Nicht zuletzt freunden sich immer mehr Menschen mit der Vorstellung an, auch nach der Krise vermehrt zu Hause zu kochen.

Je länger die Corona-Krise anhält, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass eintretende Veränderungen nachhaltig sind. Das gilt insbesondere für die Nutzung des Onlinehandels. Standen die meisten Deutschen dem E-Commerce vor der Krise noch skeptisch gegenüber, so nutzen inzwischen immer mehr von ihnen die vorhandenen Angebote. Vor allem Risikogruppen profitieren davon, nicht das Haus verlassen zu müssen, sondern sich alles an die Haustür liefern lassen zu können. Diese Mischung aus Komfort und individuellem Service dürfte auch nach der Krise noch sehr gut ankommen.

Digitale Angebote müssen ausgebaut werden

Damit die veränderten Einkaufsbedingungen nachhaltig werden, müssen die Geschäfte und Anbieter jedoch einiges tun. Eine Hauptaufgabe besteht darin, die digitale Infrastruktur in Deutschland weiter auszubauen. Bisher haben sich zu viele Unternehmen auf altbewährte Prozesse verlassen und sind davon ausgegangen, dass es auch ohne Digitalisierung schon irgendwie weitergehen wird. Diese Einschätzung erweist sich in der aktuellen Krise als fatal, weswegen immer mehr Betriebe dazu übergehen, sich digitale Standbeine zu verschaffen.

Unter anderem muss der Handel dafür sorgen, dass Produkte, die online stark nachgefragt sind, in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen. Aktuell geben alle großen Supermärkte an, dass es in einigen Bereichen Lieferschwierigkeiten und Produktengpässe gibt. Zudem gibt es Komplikationen bei den Lieferungen. Einige Unternehmen können Waren gar nicht mehr zuschicken, andere brauchen hierfür bis zu acht Wochen. Ein Grund hierfür ist die aktuelle Personalknappheit im Einzelhandel. Es fehlt einfach an genügend Leuten, um die Digitalisierung mit Nachdruck voranzutreiben.

Hiervon profitiert nicht zuletzt Amazon. Der Onlineriese hat sich von jeher auf die Digitalisierung spezialisiert und hat somit gegenüber den Mitbewerbern zahlreiche Wettbewerbsvorteile. Zudem besitzt der Konzern eine immense Expertise in Sachen Amazon deutlich kürzer als bei der Konkurrenz sind. Andere Unternehmen müssen aufpassen, nicht noch weiter ins Hintertreffen zu geraten. Ansonsten kann es passieren, dass sie von Konkurrenten wie Amazon überrollt und aus dem Markt gedrängt werden.

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