Neue Ära der Digitalisierung in der Verwaltung: Hamburg und Schleswig-Holstein bringen UX-Standard auf den Weg

Die Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein haben sich zusammengeschlossen, um mit dem Projekt KERN einen neuen UX-Standard für Online-Dienste der Verwaltung zu etablieren. Dieser Schritt markiert einen wichtigen Meilenstein in der Digitalisierung öffentlicher Dienste in Deutschland, mit dem Ziel, diese nutzerfreundlicher, sicherer und barrierefrei zu gestalten.

Einheitliche Standards für eine verbesserte Nutzererfahrung

Die Initiative KERN steht für ein kooperatives Bestreben, die Online-Dienste der öffentlichen Verwaltung deutschlandweit zu vereinheitlichen und zu verbessern. Durch die Einführung eines UX-Standards (User-Experience-Standard) soll die Entwicklung von Online-Diensten effizienter, qualitativ hochwertiger und für alle Nutzer zugänglich gemacht werden. Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist ein Design-System, das als Baukasten für digitale Verwaltungslösungen dient und stetig weiterentwickelt wird. Bereits jetzt ist eine erste Version auf www.kern-ux.de verfügbar, mit einer offiziellen Vorstellung, die für den 27. Februar geplant ist.

Verwaltungsdigitalisierung im Zeichen des Föderalismus

Die Digitalisierung der deutschen Verwaltung steht vor der Herausforderung, dass unterschiedliche Betreiber und Plattformen oft zu Insellösungen führen. Dies macht das Nutzungserlebnis uneinheitlich und erschwert die Übertragbarkeit auf andere Anwendungsfälle. KERN zielt darauf ab, diesen Zustand zu überwinden, indem es als UX-Standard für digitale Verwaltungslösungen von der Kommunal- bis zur Bundesebene dient. Das Projekt verfolgt das Prinzip „Public Money – Public Code“ und bietet sein Design-System als Open Source an, um Entwicklungskosten zu reduzieren und die Wiederverwendung von Komponenten zu fördern.

Beratung, Methodenwissen und Gemeinschaft

Neben dem Design-System bietet KERN Beratung, Methodenwissen und Anwendungsbeispiele, um aus guten Komponenten effektive Verwaltungslösungen zu schaffen. Ein geplanter UX-Check soll zudem die Einhaltung von Nutzerzentrierung und Barrierefreiheit in der Vergabe erleichtern. Der Erfolg von KERN hängt maßgeblich von der Einbindung einer bundesweiten, interdisziplinären Community ab. Entwickler, Designer und Produktverantwortliche sind eingeladen, sich am Austausch zu beteiligen und das Projekt gemeinsam voranzutreiben.

Ausblick und Kooperationsmöglichkeiten

Die offizielle Vorstellung von KERN und die damit verbundene Einladung zum Austausch stellen den Beginn einer kontinuierlichen Weiterentwicklung und Verbesserung dar. Durch das Feedback der ersten Nutzenden und die Einbindung in bestehende Initiativen wie die Komponentenbibliothek Kolibri oder den Service Standard strebt KERN nach weiteren Kooperationspartnerschaften, um die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in Deutschland voranzutreiben.

Rückfragen der Medien

Für weitere Informationen stehen die Senatskanzlei Hamburg und das Presse- und Informationsstelle der Landesregierung Schleswig-Holstein zur Verfügung.

Senatskanzlei, Amt für IT und Digitalisierung

Dr. Svenja Zell
Telefon: 040 428 23 2717
E-Mail: svenja.zell@sk.hamburg.de
Internet: www.digital.hamburg.de/

Schleswig-Holstein

Presse- und Informationsstelle der Landesregierung
Daniel Müller
Telefon: 0431 988 1888
E-Mail: daniel.mueller@stk.landsh.de
Internet: www.schleswig-holstein.de

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