Digitalisierung des Fernsehverhaltens schreitet nur langsam voran

Der Fernseher ist nach wie vor das liebste Gerät der Deutschen, um Bewegtbilder anzuschauen. Erst auf Platz zwei landet das Smartphone. Zu dieser Erkenntnis kommt eine aktuelle Umfrage der Marktforschungsplattform Appinio. Zwar sind die Zahlen bei der jüngeren Generation etwas anders, doch mittelfristig ist der Fernseher wohl noch nicht in Gefahr. Auf lange Sicht dürfte die Nutzung digitaler Medien für den TV-Konsum jedoch zunehmen. Das gilt zumindest dann, wenn der vorherrschende Unmut gegenüber Werbung während TV-Inhalten überwunden werden kann.

Der Fernseher ist aktuell noch ungeschlagen

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Beim Konsum von Bewegtbildern führt aktuell noch kein Weg am Fernseher vorbei. Zu dieser Erkenntnis kommt eine national-repräsentative Umfrage, die die Marktforschungsplattform Appinio in Zusammenarbeit mit dem Online-Marketing-Magazin Adzine durchgeführt hat. Im Rahmen dieser Umfrage wurden 501 Deutsche mit einem Hang für digitale Medien befragt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zwischen 16 und 54 Jahren alt und die Befragung fand im Oktober 2019 statt.

Dieser Umfrage zufolge nutzen 68,5% der Befragten den Fernseher täglich oder mehrmals in der Woche. Für das Smartphone gilt das lediglich bei 41,3%. Weitere digitale Medien sind deutlich weiter abgeschieden. Das Tablet wird nur von 16% täglich oder mehrmals genutzt, der PC von 15,4% und der Laptop von 15%. Somit ist bei den Deutschen aktuell der Fernseher das beliebteste Medium, um sich beispielsweise Filme oder Serien anzuschauen.

Digitalisierung des Fernsehverhaltens schreitet nur langsam voran
Grafik 1: Der Fernseher wird immer noch am häufigsten für den Konsum von TV-Inhalten wie Serien oder Filme genutzt, gefolgt vom Smartphone.

Digitale Medien holen langsam auf

Es zeigt sich jedoch, dass digitale Medien schrittweise aufholen. So wird beispielsweise bei den 16-24 Jährigen das Smartphone mit 61,5 % am häufigsten für den Konsum von Bewegtbildern genutzt. Diese Altersgruppe nutzt den Fernseher hingegen nur noch zu 51%. Aber schon ab einem Alter von 25 Jahren kehrt sich dieses Bild wieder um. Am häufigsten wird der Fernseher von der Altersgruppe der 45-54 Jährigen genutzt. Hier kommt er bei 74,5% täglich oder mehrmals pro Woche zum Einsatz.

Aber auch Tablets, PCs und Laptops erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Tablets kommen vor allem bei der Altersgruppe der 35-44 Jährigen sehr gut an. Hier nutzen 18,2% dieses Gerät täglich oder mehrmals in der Woche, um sich Filme oder Serien anzusehen. Der Laptop wird am häufigsten von den 25-34 Jährigen genutzt. Diesen setzen 20,7% der Befragten ein. Die besten Zustimmungswerte hat der PC bei den 16-24 Jährigen. Hier kommt er auf Zustimmungswerte von 18,8 %.

Das Problem mit der Werbung

Wer sich Bewegtbilder anschaut, kommt nahezu immer mit Werbung in Kontakt. So geben 64% der Untersuchungsteilnehmerinnen und -teilnehmer an, dass sie immer oder oft mit Werbung in Kontakt kommen, wenn Sie Filme oder Serien schauen. Für das Smartphone gilt das nur für 41%. Diese Werbung empfinden die meisten als sehr lästig. Das gilt insbesondere für den Fernseher, aber auch 31% der Smartphone Nutzerinnen und Nutzer finden Werbung sehr störend. Werbung auf dem Laptop, dem PC oder dem Tablet wird hingegen eher akzeptiert. Das liegt allerdings auch an der Nutzungshäufigkeit. So zeigt sich deutlich, dass eine Verbindung zwischen der Nutzungshäufigkeit und der Werbeverdrossenheit besteht.

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Digitalisierung des Fernsehverhaltens schreitet nur langsam voran
Grafik 2: Die Hälfte der Befragten (52 Prozent) ist am meisten genervt von Werbung auf dem Fernseher während des Konsums von TV-Inhalten, gefolgt von Werbung auf dem Smartphone (31 Prozent).

Am häufigsten geben die Befragten an, dass Sie Werbung stört, weil hierdurch das Film- oder Serienerlebnis getrübt wird. Es gibt teilweise sehr häufig Werbung, sodass ein wirklicher Filmgenuss nicht auftreten kann. Auch sind viele von der Länge der Werbepausen genervt. Eine Alternative ist die Strategie, Werbung innerhalb der Filme oder Serien einzublenden, jedoch nicht. Auch diese wird als störend empfunden. Beim Smartphone sind die Unterbrechungen das größte Problem. Das liegt daran, dass das Gerät während der Werbepause für nichts anderes verwendet werden kann.

Erkenntnisse der Untersuchung im Überblick

Die Untersuchung zeigt deutlich, dass beim Konsum von Filmen und Serien einiges im Wandel ist, dass der Fernseher aber nach wie vor unangefochten an der Spitze steht. Kein anderes Medium wird aktuell häufiger zum Anschauen von Filmen und Serien genutzt. Lediglich in der jungen Generation steht das Smartphone an erster Stelle. Es ist davon auszugehen, dass in den kommenden Jahren und Jahrzehnten die Beliebtheit digitaler Endgeräte für den Konsum von Bewegtbildern weiter zunehmen wird.

Anbieterinnen und Anbieter sollten sich daher auf die Bereitstellung von Bewegtbildern über vielfältige Kanäle einstellen. Hiermit sind nämlich eine Vielzahl von Fragen verbunden. So muss zum Beispiel eine Möglichkeit geschaffen werden, die eigenen Angebote zu monetarisieren, ohne die Zielgruppe durch intensive Werbung zu verschrecken. Eine weitere Aufgabe besteht darin, die Angebote flexibler zu gestalten. Nutzerinnen und Nutzer haben ein Interesse an Entscheidungsfreiheit und fordern, Inhalte immer genau dann sehen zu können, wenn das gerade in ihren Lebensrhythmus passt. Aus all diesen Gründen ist es wichtig, das Medienverhalten der Nutzerinnen und Nutzer und speziell der Zielgruppe immer wieder zu analysieren. Nur so besteht die Möglichkeit, auf neue Ideen und Formate zu kommen und diese gezielt auszuprobieren.

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