Schock für Affiliates: Amazon stellt Partnerprogramm ein und verteilt Affiliate-Guthaben an die Mitarbeiter

Amazon hat beschlossen sein beliebtes Partnerprogramm ab dem ersten Mai diesen Jahres einzustellen. Hunderttausende Affiliate-Seitenbetreiber müssen nun um ihre Existenz fürchten. Grund dafür sollen Sparzwänge des E-Commerce-Riesen sein, die durch den seit über zweieinhalb Jahren andauernden Arbeitskampf und steigende Versand- und Logistik-Kosten entstanden sein sollen.

Amazon stellt Partnerprogramm ein

Laut einer Pressemitteilung vom 31.03.2016, die dem ECB vorliegt, wird Amazon sein Partnerprogramm ab dem 01.05.2016 einstellen. Amazon kann sich die Ausgaben, die durch das Partnerprogramm entstehen, schlicht nicht mehr leisten. Der hohe Druck beim Arbeitskampf und die damit verbundene höheren Lohnkosten, kann das Unternehmen nicht mehr tragen, wenn es lang- und mittelfristig erfolgreich bleiben will, so Amazon. Auch ständig steigende Versand- und Logistikkosten möchte Amazon so ausgleichen.

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Der Amazon sehr nahe stehende US-Online-Marketer, Marco Moeschter, hat es als einer der ersten Externen erfahren, dass Amazon sein Partnerprogramm einstellen will und auch gleich getwittert.

Noch interessanter ist die Aussage Moeschters, dass Amazon das Guthaben, das sich noch auf den Konten der Partnerprogramm-Teilnehmer befindet, einbehalten und an die Mitarbeiter verteilen will.

Amazon verteilt Affiliate-Guthaben an die Mitarbeiter

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Wer die Auszahlung seines bereits erwirtschafteten Guthabens auf dem Partnerprogramm-Konto nicht bis zum 15.04.2016 beantragt, hat Pech gehabt. Amazon plant, dass alle erwirtschafteten Guthaben auf den Konten der Affiliate-Partner eingefroren und zu jeweils gleichen Teilen an die Mitarbeiter verteilt werden. Ausgenommen ist hierbei das mittlere und obere management des Online-Shopping-Pioniers. Ob Leiharbeiter aus Zeitarbeitsfirmen mit berücksichtigt werden bleibt unklar, ist aber eher unwahrscheinlich. Die Mitarbeiter, die etwas aus dem unerwarteten Geldtopf erhalten, können sich sicher kurzzeitig glücklich schätzen. Online-Marketer, die ihre Existenz auf dem Aufbau von Amazon-Affiliate-Seiten begründeten, schauen nun einer eher düsteren Zukunft in die Augen und müssen nun dringend handeln!

Amazon möchte mit dieser Maßnahme dem Mitarbeiterfrust, der aus den seit über zweieinhalb Jahren andauernden Arbeitskampf in Deutschland um höhere Löhne entstanden ist, entgegenwirken. „Wir möchten glückliche Mitarbeiter und unseren Ruf als Arbeitgeber verbessern“, sagte ein Pressesprecher.

„We want happy employees and we want to enhance our reputation as an employer.“

– Pressesprecher –

Weitere Gründe für das Einstellen des Partnerprogramms bei Amazon

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Ein weiterer möglicher Grund für den Stop des Amazon Partnerprogramms könnte die bald Landesweit eingeführte „Internet-Verkaufssteuer“ in den USA sein. Bereits vor sechs Jahren stoppte Amazon sein bei tausenden Internet-Marketern beliebtes Affiliate-Programm im US-Bundesstaat Colorado. Der Online Discounter Overstock.com zum Beispiel hatte aus diesem Grund schon vor einigen Jahren in den Bundesstaaten Kalifornien, Hawaii, North Carolina und Rhode Island die Kooperation mit Affiliate-Partnern spontan beendet. Allein im Bundesstaat New York wurde damals 3.400 Marketing-Partnern die Zusammenarbeit gekündigt.

Zu hohe Logistik- und Versandkosten bei Amazon

Eher nebenbei erwähnt Amazon in seiner Pressemitteilung, wie das Unternehmen in Zukunft Kosten in der logistik und beim Versand einsparen, aber gleichzeitig die Lieferzeiten enorm verkürzen will. Dabei klingt die Ankündigung, Pakete bald mit Drohnen auszuliefern, fast schon altertümlich. Amazon hat nach eigenen Aussagen eine Art Kanone entwickelt, die die bestellten Pakete der Kunden mit dem so genannten „Paketenwerfer“ direkt vor die Haustür des Kunden schießen will. Die Lieferkanone soll eine Reichweite von 300 Kilometern haben und bis zu 100 Pakete pro Minute verschick … ähm … verschießen können.

Einen Bericht des NDR über diese Liefermethode können sie hier sehen:

Quelle: klicke hier

Wir wünschen einen amüsanten 1. April 🙂

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