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    PostID vor dem Aus – digitale Transformation der Post geht aber weiter

    4 Jahre nach Einführung von PostID stellt die Post ihren Dienst wieder ein. Gründe sind eine zu geringe Akzeptanz und eine starke Konkurrenz. Der digitalen Transformation des Unternehmens tut das aber keinen Abbruch. In den kommenden Jahren sollen zwei Milliarden Euro in digitale Projekte investiert werden. Dass PostID nicht mehr dazu gehört, spricht für eine klare Digitalstrategie der Post.

    Die Idee hinter PostID

    Unter dem Titel „Ausweis für das digitale Leben“ war die Post im Jahr 2015 mit ihrem Digital-Service PostID angetreten. Die Idee bestand darin, Nutzerinnen und Nutzern die Möglichkeit zu geben, sich auf verschiedenen Marktplätzen und Webseiten identifizieren zu können. Somit wäre es leicht möglich gewesen, Carsharing Services zu nutzen, Handyverträge abzuschließen oder sich auf Streaming-Seiten anzumelden, erklärt chip.de. Hierdurch wäre die Anmeldung vereinheitlicht worden, was den Anwenderinnen und Anwendern zahlreiche Vorteile bringen sollte. Außerdem zielte das Verfahren darauf ab, für mehr Sicherheit und Zuverlässigkeit bei digitalen Dienstleistungen zu sorgen.

    Gründe für das Aus

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    Nun kündigt die Post an, den digital Service zum 30. November zu beenden. Hierbei wird allerdings betont, dass Legitimierungen mittels POSTIDENT hiervon nicht betroffen seien. Grund für die Einstellung ist die fehlende Akzeptanz des Services bei den Anbieterinnen und Anbietern. So gab es bis zuletzt nur sehr wenige Websites, auf denen PostID als Identifizierung genutzt werden konnte. Somit wurde das Verfahren auch bei den Endverbraucherinnen und Endverbrauchern wenig bekannt und entsprechend kaum genutzt.

    Hinzu kommt, dass sich die Post einer Vielzahl von Konkurrenten gegenüber sah. So gab es mit NetID und WebID ähnliche Verfahren, die auf bessere Akzeptanz stießen. Aufgrund dieses Wettbewerbes sah sich die Post einem enormen Druck ausgesetzt, dem sie nun nachgibt. PostID wird eingestellt und das Feld somit anderen Anbieterinnen und Anbietern überlassen.

    Die Digitalisierung der Post schreitet mit großen Schritten voran

    Dass der Digital-Service PostID eingestellt wird, ändert jedoch nichts an dem Bestreben der Post, stärker in die Digitalisierung zu investieren. So hat das Unternehmen erst kürzlich bekannt gemacht, dass bis ins Jahr 2025 etwa zwei Milliarden Euro in die digitale Transformation investiert werden sollen. Hierbei wird verstärkt auf Tools wie automatisierte Abläufe, verbesserte Routen und künstliche Intelligenz gesetzt.

    Quelle: Youtube/FAZ

    Das Ziel dieser Digitalmaßnahmen ist es, wettbewerbsfähig zu sein und die eigene Relevanz am Markt zu stärken. Dass dies ein lukrativer Ansatz sein könnte, zeigt sich vor allem am Onlinehandel. Das Paketgeschäft ist aufgrund der zahlreichen Online-Bestellungen so lukrativ wie nie. Zudem hat die Deutsche Post durch Retour-Aufträge sehr viel Arbeit. Hier für Effizienz und Wirtschaftlichkeit zu sorgen, ist daher ein sinnvoller Ansatz.

    Dass PostID nun eingestellt wird, zeigt, dass die Post ein klares Digitalisierungskonzept verfolgt. Es wird nicht jedes digitale Projekt um jeden Preis fortgeführt und am Leben erhalten. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen genau auf die Bereiche, in denen es erfolgreich ist und in denen die Digitalisierung einen tatsächlichen Nutzen bietet.

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    Alexander Noack
    Online-Marketer, ausgebildeter Fachmann für Online-Kommunikation und Experte für Content-Marketing am Zentrum für innovatives Marketing Berlin/Brandenburg, ZIM-BB. Außerdem Mitbegründer der Online-Marketing-Agentur CLICKHERO GmbH und der Audiostruct GmbH aus Eberswalde bei Berlin.
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