Foto-App für Paketzusteller – Digitalisierung macht kontaktlose Zustellungen möglich

Hermes Germany ergreift in Zeiten von Corona-Schutzmaßnahmen für seine Mitarbeiter und Kunden. Ab sofort werden von dem Paketdienstleister Zustellungen nur noch kontaktlos übergeben. Dennoch wird auf eine Unterschrift nicht verzichtet. Es kommen digitale Medien wie eine Kamera und eine Foto-App zum Einsatz, um die Zustell-Historie weiter aufzuzeichnen und transparent zu machen. Für den Paketzusteller zahlt sich nun aus, dass er frühzeitig in die Digitalisierung investiert hat.

Kontaktlose Paketzustellungen in Zeiten der Quarantäne

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Social distancing ist das Gebot der Stunde. In Zeiten von Corona müssen soziale Kontakte weitestgehend vermieden werden, um eine zu rasche Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Das gilt nicht zuletzt für Paketzusteller. Diese haben eine besondere Verantwortung, da sie täglich einer großen Zahl an Menschen begegnen. Sie müssen daher unbedingt gesund sein, um das Virus nicht von Haustür zu Haustür zu tragen und andere anzustecken.

Aus diesem Grund ergreift Hermes Germany nun Maßnahmen zum Schutz von Paketzustellern und Empfängern. Die Übergabe der Pakete muss ab sofort zwingen kontaktlos erfolgen. Das bedeutet beispielsweise, dass Paketzusteller lediglich klingeln und in das jeweilige Stockwerk kommen, das Paket jedoch auf der obersten Treppenstufe abstellen. Hierdurch soll ein direkter Kontakt vermieden werden. Die Paketzusteller gehen somit ein verringertes Risiko ein, sich selbst anzustecken, und infizieren nicht so leicht die Empfänger der Pakete.

Auf Unterschriften wird nicht verzichtet

Die Unterschrift der Kunden stellt für die Paketzusteller eine besonders große Gefahr dar. Diese wird nämlich üblicherweise mit dem Finger direkt auf dem Scanner geleistet. Wer sich nicht die Hände gewaschen hat oder aus anderen Gründen Viren an den Fingern hat, überträgt diese somit auf den Scanner. Deswegen besteht eine große Herausforderung in der aktuellen Situation darin, einen Kontakt mit den Kunden auch in diesem Bereich zu vermeiden. Einige Dienste verzichten auf die Unterschrift komplett und sagen ihren Mitarbeitern, dass diese eine Unterschrift leisten sollen, wenn sie ein Paket zugestellt haben. Hermes Germany geht einen etwas anderen Weg.

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Bei der Zustellung der Pakete leisten die Kunden ihre Unterschrift fortan nicht mehr auf dem Scanner, sondern auf dem Paketlabel der Lieferung. Die Zusteller fotografieren die Unterschrift ab und haben somit einen Beleg, dass sie das Paket beim Kunden abgegeben haben. Das Ziel dieser Maßnahme besteht darin, die Übergabedokumentation weiterführen zu können und bei Reklamationen Nachweise über eine korrekte Zustellung der Pakete zu haben. Das ist einerseits eine Serviceleistung für die Kunden und soll andererseits Hermes und seine Mitarbeiter schützen.

Zustellungen an Wunschablageort weiterhin möglich

Es besteht auch weiterhin die Möglichkeit, sich Pakete an einen Wunschablageort liefern zu lassen. Das bringt den Vorteil mit sich, dass überhaupt gar kein Kontakt zwischen den Zustellern und den Empfängern mehr stattfindet. Stattdessen wird das Paket an einer gewünschten Stelle deponiert und die Empfänger können es zu jeder gewünschten Zeit abholen.

Wer einen solchen Service wünscht, kann ihn ganz unbürokratisch bei Hermes Germany beantragen. Hier muss lediglich angegeben werden, wo das Paket exakt abgelegt werden soll. Das können beispielsweise verschiedene Orte auf dem eigenen Grundstück sein. Der Paketzusteller berücksichtigt diese Wünsche bei der Zustellung und bietet somit die Möglichkeit, jede Form von Kontakt zu vermeiden.

Kamera und Foto-App im Einsatz

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Damit diese Form der kontaktlosen Zustellung funktioniert, müssen die technischen Voraussetzungen gegeben sein. Bei Hermes Germany ist das der Fall. Insgesamt verwendet das Unternehmen 18.000 Scanner, die teils an den Logistikstandorten selbst zum Einsatz kommen und andererseits von den Zustellern genutzt werden. Sie alle sind mit einer Kamera versehen, mit denen die Unterschriften der Kunden schnell und zuverlässig abfotografiert werden können.

Die so geschossenen Fotos müssen allerdings verarbeitet und ausgewertet werden. Deswegen genügt es nicht mehr, lediglich eine Zustell-App auf den Scannern zu installieren. Stattdessen wird ein zusätzliches Fotoverarbeitungsprogramm benötigt, das die Organisation und Verwaltung der geschossenen Aufnahmen ermöglicht. Bereits jetzt sind viele der Scanner mit den entsprechenden Funktionen versehen.

Eine frühzeitige Digitalisierung zahlt sich nun aus

Hermes Germany hat in den letzten Monaten und Jahren seine digitale Transformation aktiv vorangetrieben. Das macht sich jetzt bezahlt. Das Unternehmen hatte hierdurch das technische Know-how, um sich auf die corona Krise optimal einstellen und passgenaue Lösungen entwickeln zu können. Es hat nur wenige Tage gedauert, bis aus der Idee für eine kontaktlose Paketzustellung eine Lösung für den operativen Betrieb entstanden ist. Diese Geschwindigkeit konnte nur erreicht werden, weil bereits eine digitale Infrastruktur vorhanden war und das Unternehmen auf bereits gelegte Grundlagen aufbauen konnte.

Bei digitalen Transformationsprozessen ist die Technologie allerdings immer nur die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite müssen auch die Mitarbeiter mit den neuen Funktionen vertraut gemacht werden, damit sie diese zielführend einsetzen und anwenden können. Deswegen führt Hermes Germany deutschlandweit Schulungen durch, um die rund 11.000 Zusteller mit den neuen Verfahren und Technologien vertraut zu machen, berichtet Johannes Reichel auf vision-mobility.de. Nur durch eine gut geschulte Belegschaft ist es möglich, die Vorteile der kontaktlosen Zustellung wirklich zu nutzen und einer Ausbreitung des Coronavirus mit besten Kräften entgegenzuwirken.

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