Umfrage: Schweizer Kunden finden Digitalisierung im Kleingewerbe gut

kontaktloses bezahlen Schweiz
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Übersicht:

Die Corona-Krise hat zu einigen digitalen Veränderungen im Handel geführt. Die Mehrzahl der Kunden ist von diesen neuen Möglichkeiten angetan und möchte sie gerne nach der Krise beibehalten. Insbesondere das kontaktlose Bezahlen hat viele Fans. Zudem wünschen sich viele, dass die Hauslieferdienste weiter angeboten werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung, für die 705 Personen in der Deutsch- und Westschweiz befragt wurden.

Umfrage zu digitalen Technologien im Kleingewerbe

In der Schweiz hat die Corona-Krise wie in vielen anderen Ländern zu einem Digitalisierungsschub geführt. Insbesondere Kleingewerbe mussten digitale Wege beschreiten, um während der bisherigen Hochphase der Krise überhaupt Umsätze generieren zu können. Viele von ihnen haben für sie völlig neue Technologien benutzt, zu denen etwa das kontaktlose Bezahlen gehört. Andere haben neue Services wie Hauslieferdienste entwickelt, um Kunden während der schwierigen Zeit beistehen zu können.

Eine aktuelle Umfrage, die Localsearch in der Deutsch- und Westschweiz durchführte, zeigt nun, dass die Kunden von diesen Neuerungen durchaus angetan sind. An der Befragung nahmen 705 Menschen teil, die ihre Erfahrungen und Meinungen zu den Veränderungen in der Geschäftswelt und im Handel bekannt gaben. Die meisten empfinden die digitalen Möglichkeiten nicht als Notlösung, sondern als ein angenehmes Zusatzangebot.

Digitale Technologien erleben Höhenflug

Das kontaktlose Bezahlen hat in den letzten Wochen und Monaten die Herzen der Konsumenten im Sturm erobert. Denn im Rahmen der Krise war es selbst bei Kleinstbeträgen möglich, dieses Verfahren zu nutzen. 52 % der Befragten setzen das kontaktlose Bezahlen deutlich häufiger als vor der Krise ein. 59 % geben zudem an, dass es ihnen lieb wäre, auch nach der Krise noch kontaktlos bezahlen zu können – in großen Ketten ebenso wie in kleinen Läden um die Ecke. Vor allem die jüngeren Umfrageteilnehmer (16-29 Jahre) geben an, dass sie von einer Fortführung des kontaktlosen Bezahlens angetan wären.

in Geschäften kontaktlos bezahlen
59 Prozent der Umfrageteilnehmer wünschen sich, in kleinen Geschäften auch weiterhin kontaktlos bezahlen zu können. Nur jeder Fünfte (20 Prozent) sagt, er könne gut darauf verzichten. (Quelle: localsearch.ch)

Ebenso haben Onlinekäufe im Rahmen der Krise an Popularität gewonnen. Vor Corona haben rund 13 % der Befragten mindestens einmal wöchentlich ihre Einkäufe online erledigt. Demgegenüber waren 33 % nur einmal monatlich in Onlinegeschäften unterwegs und 54 % selten oder nie. 25 % der Umfrageteilnehmer geben nun an, regelmäßig im Onlinehandel einzukaufen. Das entspricht einer knappen Verdoppelung des Vorkrisenwertes.

Vor und nach (während) der Corona-Krise

Umfrage vor nach Corona-Krise
In einer früheren Umfrage, die localsearch im Januar 2020 durchgeführt hat, gaben lediglich 23 Prozent aller befragter Kleinunternehmer an, ihre Ware auch online anzubieten. (Quelle: loacalsearch.ch)

Zusätzliche Serviceleistungen kommen gut an

Die Geschäfte mussten sich während der Krise einiges einfallen lassen, um sich über Wasser halten zu können. Eine Maßnahme vieler Betriebe bestand darin, Hauslieferdienste anzubieten. Die Kunden mussten für ihre Einkäufe nicht mehr das Haus verlassen und sich dem Risiko einer potenziellen Ansteckung in den Geschäften aussetzen, sondern konnten sich ihre Waren bis an die Haustür liefern lassen. Vor allem für Mitglieder der Risikogruppen war dies ein angenehmer Service, den sie gerne annahmen.

Rund ein Drittel der Umfrageteilnehmer gibt an, dass sie Hauslieferdienste auch in Zukunft gerne nutzen würden. 46 % sagen zudem, dass eine Lehre der Krise sein müsse, die lokalen Geschäfte zu stärken. Allerdings geben nur 27 % der Befragten an, dass sie aktuell häufiger in regionalen Läden vor Ort einkaufen würden als vor der Krise. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft somit noch ein großes Loch.

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