Die Digitalisierung verändert das Arbeiten – diese Jobs sind gefährdet

Die Digitalisierung verändert das Arbeiten
© Von Robert Przybysz – stock.adobe.com

Die Digitalisierung wird auch als digitale Transformation bezeichnet. Dieser Begriff zeigt auf, dass es sich bei der Digitalisierung um einen aktiven Prozess handelt, bei dem sich Dinge wandeln und verändern. Das gilt insbesondere für unsere Art zu arbeiten. Durch digitale Technologien optimieren Unternehmen ihre Prozesse und arbeiten wirtschaftlicher. Das hat allerdings zur Folge, dass ehemals anerkannte Berufe aussterben und durch neue ersetzt werden. Eine aktuelle Untersuchung hat jetzt die Berufe ermittelt, die von der digitalen Transformation besonders betroffen sind.

In der digitalen Welt funktioniert Arbeit anders

Für die arbeitende Bevölkerung ist die Digitalisierung Versprechen und Bedrohung zugleich. Einerseits verspricht der digitale Wandel, dass Arbeit kreativer, abwechslungsreicher und spaßiger wird. Eintönige Routineaufgaben erledigen in Zukunft Maschinen, sodass sich die Menschen ganz auf den anspruchsvollen Teil ihrer Aufgabe konzentrieren können. Grundsätzlich haben Menschen nun die Möglichkeit, ihr volles Arbeitspotenzial auszuschöpfen und sich ganz auf die Realisierung ihrer Ideen zu konzentrieren. Die für die Verwaltung, Organisation und Ablage notwendigen Aufgaben kann künstliche Intelligenz (KI) meist schneller und besser erledigen und spart hierdurch eine Menge Zeit und Ressourcen.

Gerade dieser Wegfall von einfachen Routineaufgaben ist für viele Berufsgruppen aber auch eine Gefahr. Gerade geringqualifizierte Menschen haben es in Zukunft deutlich schwerer, passende Arbeit für sich zu finden. Aber auch gut ausgebildete Menschen sind beruflich bedroht, wenn ihre Arbeit grundsätzlich von einer Maschine übernommen werden könnte. Prinzipiell gilt: Je kreativer und vielschichtiger eine Arbeit ist, desto geringer ist sie durch die Digitalisierung bedroht.

Diese Jobs sind von der Digitalisierung besonders betroffen

CNBC hat in einem Ranking diejenigen Berufe aufgelistet, die in der nahen Zukunft durch die Digitalisierung weitestgehend wegfallen. Der Fokus liegt hierbei vor allem auf den Jobs in den USA. Hiernach sind vor allem Heizer in Zügen vom digitalen Wandel bedroht. Hier fallen bis zum Jahr 2026 etwa 79% aller Jobs weg, da die anfallenden Aufgaben entweder vom Lokomotivführer selbst oder automatisch von Maschinen erledigt werden. Außerdem sind klassische Handwerksberufe durch digitale Technologien gefährdet. Zum Beispiel fallen Berufe bei den Uhrmachern weg (30%) aber auch Werkstattmitarbeiter in Autowerkstätten (26%) sowie Schleifer und Polierer (20%) werden durch Maschinen ersetzt.

Der digitale Wandel beschränkt sich allerdings nicht auf körperlich anstrengende Berufe wie das Führen von Minenfahrzeugen (22%) oder Metallgießer (23%). Auch in der IT-Branche werden in Zukunft Aufgaben, die heute Menschen erledigen, von Maschinen bewältigt. Entsprechend geht die Untersuchung davon aus, dass von den heutigen Callcenter-Mitarbeitern etwa 23% ihren Hut nehmen müssen. Ähnliches gilt für Berufe bei der Dateneingabe (21%) und für Computer-Schreibkräfte (23%).

Qualifizierung ist der Schlüssel zu beruflichem Erfolg in einer digitalisierten Welt

Wie eine bereits 2018 veröffentlichte Studie ergab, sind von der Digitalisierung vor allem junge und geringqualifizierte Menschen gefährdet. Denn es sind gerade die einfachen Routineaufgaben, die Maschinen schon heute problemlos meistern. Außerdem ist die Höhe der wegfallenden Jobs vom Industrialisierungsgrad eines Landes abhängig. Je stärker der Fokus auf industriellen Tätigkeiten liegt, desto vermehrt kommen Maschinen zur Bewältigung von Aufgaben zum Einsatz. Wer sich also bestmöglich vor einem Jobverlust durch die Digitalisierung schützen möchte, setzt auf Fort- und Weiterbildungen. Je besser qualifiziert eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter ist, desto kostbarer ist sie oder er für einen Betrieb. Das ist zwar kein absoluter Schutz vor der Automatisierung, aber ein wesentlicher Schritt zu einem gesicherten Job.

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