Quittungsblock ade – Digitalisierung der Buchführung nimmt zu

Das Rechnungswesen und die Finanzbuchhaltung setzen zunehmend auf digitale Technologien. Allerdings stecken viele Projekte noch in den Kinderschuhen, weswegen in vielen Betrieben noch ein immenser Handlungsbedarf herrscht. Eine aktuelle Studie hat nun den Status Quo bei der Nutzung der Digitalisierung bei der Buchführung untersucht. Hierbei zeigten sich zahlreiche Defizite bei den Betrieben. Eine akute Aufgabe besteht darin, den eigenen digitalen Reifegrad zu erhöhen.

Die Digitalisierung der Buchführung nimmt langsam Formen an

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Eine aktuelle Studie der Hochschule Hannover zeigt, dass die Digitalisierung zunehmend Einzug in die Buchführung deutscher Unternehmen hält. So nutzen 68% der Befragten digitale Belege in alltäglichen Unternehmensprozessen, berichten Prof. Dr. Fabian Lang und Sabrina Funk von der Hochschule Hannover auf it-finanzmagazin.de. Das ist allerdings der einzige Bereich, in dem die Digitalisierung sich durchgesetzt hat. Über digitale Schnittstellen zu Partnern verfügen gerade einmal 34% der Befragten. Eine Automatisierung von Prozessen haben immerhin 39% vorgenommen.

Homogene Systeme kommen lediglich in 27% der befragten Betriebe aus dem Finanz- und Rechnungswesen vor und innovative Technologien sind lediglich bei 30% von ihnen zu finden. Die deutschen Unternehmen bleiben also deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Was sich jetzt noch als funktional erweist, dürfte sich in einigen Jahren zu einem echten Problem entwickeln. Denn spätestens seit der Corona-Krise ist deutlich, dass ein Unternehmen ohne Digitalkonzept quasi keine Zukunft mehr hat.

In vielen Betrieben liegen noch digitale Defizite vor

Die Defizite bei der digitalen Transformation der Finanzbranche zeigen sich an allen Ecken und Enden. So wäre es für viele Betriebe von Vorteil, digitale Schnittstellen zu Lieferanten und Banken herzustellen. Hierdurch könnten Daten leichter verarbeitet und ausgewertet werden. Zudem ließen sich durch die Automatisierung von Routineprozessen zahlreiche Ressourcen einsparen. Dennoch setzt nur ein Bruchteil der Firmen solche digitalen Möglichkeiten ein. Die Folge ist, dass immer wieder Menschen in Prozesse eingreifen und Daten verarbeiten müssen, was höchst ineffizient ist.

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Homogene Systeme werden lediglich von 27% der befragten Unternehmen eingesetzt und auch Memory-Datenbanken zur Durchführung von Echtzeitanalysen sind noch eine Seltenheit. Die bisher ergriffenen Maßnahmen sind lediglich erste Schritte in die richtige Richtung. Wer jedoch langfristig erfolgreich sein möchte, kommt um ein gut ausgearbeitetes Digitalkonzept, das professionell eingesetzt und von der gesamten Belegschaft mitgetragen wird, nicht herum.

Den eigenen digitalen Reifegrad erhöhen

Der digitale Reifegrad gibt an, wie weit die digitale Transformation eines Unternehmens bereits vorangeschritten ist. Die deutschen Betriebe kommen auf einen Wert von etwa 62%. Das bedeutet, dass sie bei ihrer Digitalisierung schon ein gutes Stück vorangekommen sind, dass aber eine umfassende Effizienz noch nicht annähernd erreicht ist. Dies ließe sich der Studie zufolge vor allem durch Investitionen in die Digitalisierung, harmonisierte Systeme sowie eine hohe Datenqualität ändern.

Um einen höheren digitalen Reifegrad zu erreichen, muss eine optimale Kombination aus Technologie und Wissen erreicht werden. Es genügt nicht, moderne Geräte anzuschaffen, um die digitale Transformation zum Erfolg zu führen. Ebenso wichtig ist es, die Belegschaft aus- und weiterzubilden, damit sie mit diesen Technologien umgehen kann. Außerdem muss sich das Management der Bedeutung der Digitalisierung bewusst werden. Wer aus Sorge vor hohen Investitionskosten das Digitalkonzept schleifen lässt, zahlt in der Zukunft mit Reichweite und Relevanz am Markt.

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Es ist an der Zeit, dass deutsche Unternehmen das Inseldenken hinter sich lassen. Einzelmaßnahmen stellen noch keine erfolgreiche Digitalisierung dar. Viel besser ist es, ein einheitliches Konzept zu entwickeln und umzusetzen, bei dem alle Rädchen optimal ineinander greifen. Hierbei müssen Innovationen, die IT und ausreichende Finanzmittel gleichermaßen berücksichtigt und in den Plan integriert werden. Nur dann werden die Betriebe den digitalen Wandel nicht nur überstehen, sondern aktiv mitgestalten.

 

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