Wertvollste Marke der Welt: Amazon belegt Platz 1

Die unabhängige Unternehmensberatung Brand Finance vergibt alljährlich den Titel „Wertvollste Marke der Welt“. Bereits zum dritten Mal in Folge belegt der Onlineriese amazon den ersten Platz. Im vergangenen Jahr konnte Amazon seinen Wert noch einmal deutlich steigern und liegt somit weit vor der Konkurrenz. Dennoch scheinen die Zeiten rauer und unsicherer zu werden. Denn mit Alibaba gibt es einen neuen, einflussreichen Player auf dem Markt und auch der Einzelhandel wehrt sich gegen Amazons Dominanz.

Amazon ist unangefochten auf Platz 1

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Mit einem Wert von 220 Milliarden US-Dollar ist Amazon die wertvollste Marke der Welt. Zu dieser Erkenntnis kommt die unabhängige Unternehmensberatung Brand Finance und verleiht diesen Titel an den Onlineriesen. Schon dreimal in Folge hat sich Amazon gegen die Konkurrenz durchgesetzt und sich den Spitzenplatz gesichert. Im vergangenen Jahr stieg der Wert des Unternehmens laut einem Bericht von Brand Value um beachtliche 17,5 %, wodurch Amazon seine Position am Markt festigte.

Der Vorsprung gegenüber anderen Unternehmen aus der Digitalbranche ist ausgesprochen groß. So hat zum Beispiel Google einen Marktwert von 160 Milliarden US-Dollar und Apple liegt bei 140 Milliarden US-Dollar. Amazon hat also einen Vorsprung von teilweise 50 % gegenüber anderen Playern und muss sich in nächster Zeit daher wohl kaum Sorgen um seine Spitzenplatzierung machen.

Gründe für Amazons Erfolg

Brand Finance sieht vor allem in der Einfachheit des Amazon-Services einen Grund für den Erfolg des Konzerns. Die Anwenderinnen und Anwender ziehen einen großen Nutzen aus dem Service, ohne selbst sonderlich aktiv werden zu müssen. Die einzelnen Produkte können immer und überall bestellt werden und sind innerhalb kürzester Zeit bei den Verbrauchern. Der Gang in die Geschäfte fällt weg und die Waren werden bis an die Haustür geliefert.

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Hinzu kommt, dass Amazon eine deutlich größere Auswahl bereitstellen kann, als dies jedem Einzelhändler möglich ist. Die Onlinepräsenz macht es möglich, Waren an jedem Ort der Welt anzubieten, ohne diese dort griffbereit halten zu müssen. Nicht zuletzt ist die Individualität des Angebots für den Erfolg entscheidend. Amazon bietet neben Standarddienstleistungen auch Premiumservices an. Die Kundinnen und Kunden können somit gezielt entscheiden, welche Leistungen sie in Anspruch nehmen wollen und für welche Sonderleistungen sie bereit sind, zu bezahlen.

Die Konkurrenz schläft nicht

Stand jetzt könnte es für Amazon kaum besser aussehen. Dennoch sehen Experten für den Onlineriesen bedrohliche Wolken am Horizont aufziehen. Eine dieser Bedrohungen ist der asiatische Onlineriese Alibaba. Dieser macht Amazon zunehmend seine Anteile am Weltmarkt streitig und hat selbst Ambitionen, zum Spitzenreiter in der Onlinewelt aufzusteigen. Aufgrund dieses Konkurrenzdrucks könnte es im kommenden Jahr zum ersten Mal dazu kommen, dass Amazon nicht weiter wächst, sondern stagniert.

Hinzu kommt, dass sich der Einzelhandel nicht so einfach damit zufriedengibt, dass Amazon am Markt den Ton angibt. Immer mehr Unternehmen streben an, unabhängig von der E-Commerce-Plattform zu werden und sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist Nike. Die Marke ist in Zukunft nicht mehr bei Amazon verfügbar, sondern beschreitet neue Wege. Und auch andere Unternehmen streben an, sich kontinuierlich von Amazon zu lösen. Ob der aktuelle Erfolg also auch in den 20er Jahren Bestand haben wird, muss sich erst noch zeigen.

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