Zukunftszentren sollen digitale Potenziale fördern

Ausblick Digitalisierung in 2019
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Die Bundesregierung plant, fünf Zukunftszentren in den neuen Bundesländern zu eröffnen. Diese sollen Unternehmen unterschiedlichster Größen bei der Bewältigung der digitalen Transformation helfen. Gerade den Themen Weiterbildung und soziale Absicherung kommt hierbei besondere Aufmerksamkeit zu. Die Ergebnisse der Zentren sollen bundesweit genutzt werden, um die Digitalisierung erfolgreich und gezielt umzusetzen.

Fünf neue Zukunftszentren geplant

Die digitale Transformation ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Sie kann aber nur dann erfolgreich verlaufen, wenn sie planvoll durchgeführt und nicht auf Schnellschüsse und Einzelaktionen gesetzt wird. Deswegen ist es wichtig, zunächst die Funktionsmechanismen der Digitalisierung zu untersuchen und anzuwenden. So ist zum Beispiel zu klären, wie die Digitalisierung unsere Arbeitswelt und unsere Arbeitsweise verändert. Um solche und ähnliche Fragen zu klären, will die Bundesregierung fünf Zukunftszentren in Ostdeutschland ins Leben rufen. Diese haben das Ziel, KMU sowie Selbstständige in ihrer Arbeit zu unterstützen und ihnen die Möglichkeit zu geben, die Vorteile eines digitalen Arbeitsumfelds zu nutzen. Die so gewonnenen Erkenntnisse bleiben aber nicht auf die neuen Bundesländer beschränkt, sondern werden in ganz Deutschland ausgewertet und verwendet.

Diese Ziele verfolgen die Zukunftszentren

Ein Hauptziel der Zukunftszentren besteht darin, neue Denkansätze für die Digitalisierung zu finden. Hierbei kommt den Themen Weiterbildung und Qualifizierung großes Gewicht zu. Digitale Technologien und Möglichkeiten führen nur dann zum Erfolg, wenn sie richtig genutzt und eingesetzt werden. Hierfür ist es notwendig, dass sich die einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den neuen Möglichkeiten auskennen und wissen, wie sie diese für ihre Arbeit nutzbar machen können. Die beste Technik bringt nämlich nichts, wenn die Anwenderinnen und Anwender damit überfordert sind oder deren Vorteile nicht erkennen.

Ebenfalls wichtig ist es, den sozialen Charakter des Arbeitens im Blick zu behalten. Trotz Automatisierung und Einsparungen muss die Arbeitswelt sozial sein und Menschen die Möglichkeit geben, von ihrer Arbeit zu leben. Zudem spielt das Thema Altersabsicherung eine große Rolle. Gerade Solo-Selbstständige sehen sich mit der Gefahr der Altersarmut konfrontiert. Hier sollen die Zukunftszentren darauf hinarbeiten, die Vergütungssituation in der digitalisierten Welt zu verbessern und für mehr Sicherheit in allen Bereichen zu sorgen. Hierfür werden in einzelnen Unternehmen neue Konzepte und Ansätze erprobt, um so deren digitales Potenzial zu fördern und nutzbar zu machen.

Für die Zukunftszentren stehen 36 Millionen Euro bereit

Die Pläne der Bundesregierung umfassen neben regionalen Zukunftszentren ein sogenanntes „Zentrum digitale Arbeit“. Dieses ist überregional tätig und sorgt dafür, dass hinter den Digitalisierungsmaßnahmen ein übergeordnetes Konzept steht. Denn Einzelaktionen führen im Idealfall in einzelnen Betrieben zum Erfolg, bringen die Digitalisierung insgesamt aber kaum voran. Deswegen ist es wichtig, dass die einzelnen Maßnahmen ineinander greifen und aufeinander abgestimmt sind. Für die Aufgaben der Zukunftszentren stehen bis 2022 36 Millionen Euro zur Verfügung, schreibt Rasmus Buchsteiner auf maz-online.de. Diese stammen einerseits aus dem Bundeshaushalt und andererseits aus dem Europäischen Sozialfond (ESF). Bewerbungen können bis zum 25. April eingereicht werden. Hierbei stehen vor allem ostdeutsche Unternehmen im Fokus, da diese von den Auswirkungen des digitalen Wandels besonders massiv und unmittelbar betroffen sind.

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