Wie nachhaltig ist die Digitalisierung? – Vier Praxisbeispiele

Unsere Lebenswelt wird immer technisierter, muss hierbei aber hohen Umweltstandards genügen. Nur so ist es möglich, dass die Menschheit die Vorteile der Digitalisierung nutzt, ohne sich selbst ihrer Lebensgrundlage zu berauben. Studierende der Universität Freiburg haben Ideen entwickelt, um in der Schwarzwaldregion die Digitalisierung mit der Nachhaltigkeit zu verknüpfen. Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt und mit den Projektpaten und Interessierten diskutiert.

Wie gut gehen Digitalisierung und Nachhaltigkeit Hand in Hand?

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Gesellschaften sehen sich einer Vielzahl an Fragen zur Nachhaltigkeit gegenüber, die es unbedingt zu beantworten gilt. Wie gehen wir mit den wachsenden Müllbergen um? Was können wir gegen Mikroplastik in unserer Lebenswelt tun? Wie sieht eine nachhaltige Landwirtschaft aus? Und vieles mehr. Bei all diesen Fragen kann die Digitalisierung Hilfe und Hemmnis zugleich sein. Viele Technologien ermöglichen es uns, nachhaltig zu leben und Ressourcen bestmöglich zu sparen. Gleichzeitig fällt durch immer neue Geräte sehr viel Abfall an und es werden für deren Herstellung zahlreiche Ressourcen benötigt. Deswegen ist es wichtig, das Thema Nachhaltigkeit in Wirtschaftsfragen auf die Agenda zu setzen. Das Ziel muss es sein, eine harmonische Balance aus Nachhaltigkeit und Digitalisierung hinzubekommen. Hierfür haben Studierende der Universität Freiburg verschiedene Projekte entwickelt.

Die Idee der Universität Freiburg

Die Universität Freiburg hat mit der Lehrveranstaltung „Nachhaltige Entwicklung der Nationalparkregion 4.0“ ein sehr aktuelles Thema aufgegriffen, schreibt der Schwarzwälder Bote. 15 Studierende haben sich drei Monate lang mit Projekten rund um nachhaltiges Wirtschaften in der Region beschäftigt. Hierbei standen digitale Technologien mit auf der Agenda. Diese sind nämlich eine wichtige Voraussetzung für nachhaltiges Wirtschaften. Praxispartner haben den Studierenden durch Impulsreferate einen ersten Einblick in die Thematik gegeben. Anschließend haben sich vier Projektgruppen gebildet, die sich mit verschiedenen Aspekten nachhaltigen Wirtschaftens im Zeitalter der Digitalisierung beschäftigt haben. Die Ergebnisse der Projektgruppen wurden im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt und mit den Projekt- und Praxispartnern diskutiert. Diese enge Zusammenarbeit von Studierenden und regionalen Partnern ist ein Aspekt, der dieses Format besonders macht.

Die vier Projekte der Studierenden

In einem der vier Projekte beschäftigten sich die Studierenden mit der Frage, ob Bauernhöfe das Potenzial besitzen und ein Interesse daran haben, neue Vermarktungsstrategien zu entwickeln. Das Ziel hierbei ist es, Menschen für das Leben in der Region und das nachhaltige Wirtschaften in der Landwirtschaft zu interessieren. Unter anderem wurde geklärt, wie familienfreundlich die Region bereits ist und welche digitalen Strategien für eine optimale Vermarktung genutzt werden könnten.

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Ein zweites Projekt entwickelte eine sogenannte Sharing-App. Hierdurch ist es möglich, vorhandene Ressourcen zu teilen und somit Einsparpotenziale auszuschöpfen.

Ein drittes Team ging der Frage nach, wie sich der Müll im Nationalpark reduzieren lassen könnte. Zu diesem Zweck erstellten die Projektteilnehmer einen Informationsfilm, der über die Möglichkeiten zur Müllvermeidung informiert.

Das vierte Projekt nahm sich die im Nationalpark praktizierte „Ethik der Zurückhaltung“ zum Thema. Es ging darum, zu klären, inwieweit sich diese Philosophie auf die Wirtschaft, ihre Interessen und ihre Arbeitsweise übertragen ließe.

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