Was macht ein Product Owner und warum wird agiles Produktmanagement immer wichtiger?

Was macht ein Product Owner
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Übersicht:

Scrum ist ein Begriff aus dem Projekt- sowie Produktmanagement, der branchenübergreifend an Popularität gewinnt. Wörtlich aus dem Englischen übersetzt bedeutet „scrum“ soviel wie „Gedränge“, was sinnbildlich für die vielschichtige Komplexität eines bestimmten Projekts oder Produkts steht. Gerade im Bereich des Projektmanagements steht der Begriff Scrum für die Umsetzung von Lean Development mit all seinen Optimierungsprozessen und Prinzipien. Damit nun ein gewisses Ziel erreicht werden kann, wird der Product Owner benötigt, der sich ebenfalls um eine Wertsteigerung des jeweiligen Produkts kümmert. 

Üblicherweise arbeitet ein Product Owner mit einem ganzen Team an Entwicklern zusammen, kann aber auch als externe Expertise nützliche Dienste leisten. Ein Product Owner liefert erforderliche Informationen, auf die im Team dann sofort reagiert werden kann. Das verhilft, selbst in Projekten mit viel Chaos zu der nötigen Klarheit über die einzelnen Rollen und individuellen Verantwortungen. Wer sich als interessierter Leser in die Thematik vertiefen möchte, findet hier weiterführende Informationen: Product Owner – die Scrum Rolle im Detail.

Agile Prozesse bereits ab der Gründung von Interesse

Design Thinking, Design Sprint und Lean Startup sind keine neuen Ideen. Bereits in den 1960er war erfolgsorientierten Unternehmern klar, dass nicht nur ein Produkt selbst eine zentrale Rolle spielt, sondern vor allem auch der Kundennutzen herausgearbeitet werden sollte. Bei modernen agilen Prozessen geht es um einen Mehrwert für den Kunden, der im Team von fähigen Köpfen herausgearbeitet wird, was zu einer zielorientierten Umsetzung führt. Die klassische Führungskraft kann daher bereits in wenigen Jahren deutlich in den Hintergrund treten, vielmehr werden eine gute Teamfähigkeit und ein Arbeiten auf Augenhöhe stetig an Bedeutung gewinnen. Nicht nur der Kunde rückt bei agilen Prozessen in den Mittelpunkt, auch alle Menschen, die an einer Weiterentwicklung des jeweiligen Produkts beteiligt sind, gewinnen an Interesse. In dem Bereich „viable product“ geht es um das Eruieren und Auswerten von Feedback, wobei echte Kundenmeinungen von besonderem Interesse sind, um die Absätze in der Zukunft steigern zu können.

Bei der Analyse geht es sowohl darum, welche Faktoren gut angenommen wurden und sich in der Praxis als funktional erwiesen haben, als auch darum, in welchen Punkten, Produktionsphasen oder Prozessen sich ein Optimierungsbedarf ergibt. Je diverser ein Team aufgebaut ist, umso mehr unterschiedliche Ideen lassen sich gezielt vereinen, was schlussendlich zum Erfolg und der Erfüllung der Ziele und Visionen beitragen kann. Gerade die digitale Arbeitswelt ermöglicht es Fachleuten aus der ganzen Welt zusammenzuarbeiten, sich jederzeit online zügig abzusprechen und über aktuelle Trends auszutauschen. Beherzigen Gründer und Start-ups die innovativen Arbeitsprozesse direkt von Anfang an, werden später keine umständlichen Umstrukturierungsmaßnahmen erforderlich, es kann sofort mit größtmöglicher Effizienz, hoher Transparenz und einem Arbeiten auf Augenhöhe durchgestartet werden.

Vernetzung zählt bei agilen Arbeitsprozessen weit mehr als die Kompetenz des Einzelnen

Wirtschaftlich gesehen wird auch in naher und ferner Zukunft ein solides Fachwissen benötigt. Dennoch sind auf der ganzen Welt Trends zu beobachten, die flache Hierarchien mit einer verbesserten Vernetzung der einzelnen Abteilungen und externer Profis erkennen lassen. So wird es in Betrieben zum Beispiel durch ein Intranet, auf das alle Angestellten Zugriff haben, ermöglicht, Ideen und Lösungskonzepte für jeden zugänglich zu machen. Gleichwohl kann auf einen reichhaltigen Ideenpool zugegriffen werden, wenn nicht nur die Führungsetage Konzepte für Projekte vorlegt, sondern alle Beteiligten ihre konstruktive Meinung einbringen können. Nicht zu unterschätzen sind bei agilen Arbeitsprozessen außerdem Fachkräfte, die nicht im eigenen Betrieb angestellt sind.

Gerade im Bereich IT wird es immer besser möglich, auch von einem anderen Standort aus auf die Firmenrechner zuzugreifen, was die Wartung und Aktualisierung der Systeme beschleunigt und somit zur Effizienzsteigerung beiträgt. Fähige IT-Profis gibt es nicht nur in Deutschland, durch eine globale Vernetzung können zum Einen zeitliche Barrieren umgangen werden, sodass die Systeme auch über Nacht in Echtzeit gewartet werden können. Zum Anderen sind die Stundenlöhne im Ausland meist deutlich niedriger als in der Bundesrepublik, wodurch sich durch ein agiles Miteinander weitere Vorteile für das eigene Unternehmen ergeben. In Belangen des Datenschutzes ist das europaweite Recht der Datenschutzgrundverordnung vom Mai 2018 anzuwenden, auch wenn externe IT-Dienstleister etwa in Asien oder anderen Wirtschaftsregionen ansässig sind, in denen die Regelungen vielleicht nicht so streng wie in der EU sind.

Weiterbildung, Studium und Erlernen von agilen Denk- und Arbeitsprozessen

Bereits im Schulalter werden Lernende immer besser auf die Arbeitswelt von morgen vorbereitet. Digitale Lehrmittel gehören in vielen deutschen Schulen zum festen Ausbildungsmaterial dazu, neuartige Technologien wie der 3D-Druck werden in den Unterricht implementiert. Kinder lernen dadurch spielerisch, mit Medien und Technik sinnvoll umzugehen, wodurch sich auch für den Freizeitbereich interessante Alternativen zu Videospielen und Co. ergeben. In Berufsfachschulen und deutschen Hochschulen werden agile Denk- und Arbeitsprozesse vermittelt, zusätzlich werden in ganz Deutschland derzeit im Rahmen der „Society 5.0“ außerdem etliche komplett neue Studiengänge geschaffen. Junge Menschen können so in die digital vernetzte Welt von morgen ganz einfach hineinwachsen und bezeichnen sich bereits jetzt voller Stolz als „digital natives“.

Durch den Ausstieg aus der Kohleindustrie ergeben sich in den kommenden Jahren gewaltige Umwälzungen in Deutschland, was vor allem der produzierende Sektor deutlich auf dem Arbeitsmarkt zu spüren bekommt. Für eine Aus- und Weiterbildung oder eine Umschulung im Bereich agiler Lösungsansätze ist es auch nach einigen Jahren Berufserfahrung in keinem Fall zu spät. In jeder Branche werden zunehmend effektive Methoden gesucht, welche stark kundenorientiert ausgeprägt sind und ferner unter Berücksichtigung der Kundenwünsche eine individuell zutreffende Einschätzung ermöglichen von Wirtschaftlichkeit, Aktionsradius und Handlungsspielraum im Projekt- und Produktmanagement.