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    Mietshops, Kaufshops oder Open-Source Shopsysteme?

    Möchte man als Händler in den E-Commerce-Bereich einsteigen, so stellen sich zu Beginn dieses Prozesses einige Fragen. Eine davon ist, auf welches Shopsystem gesetzt werden soll.

    Diese Auswahl ist nicht immer einfach zu treffen und sollte nicht unterschätzt werden. Zudem sind die Anforderungen an einen Onlineshop im Laufe der letzten Jahre gestiegen. Auf dem Markt gibt es die Auswahl zwischen sogenannten Mietshops, Kaufshops und den Open Source-Shopsystemen.
    Letztendlich beeinflusst nicht zuletzt auch das Budget die Wahl des Systems. Wir haben die wichtigsten Shopsysteme und -modelle im Überblick.

    Mietshops

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    Bei einem Mietshop handelt es sich um ein System, das wie der Name schon sagt, bei einem Anbieter gemietet wird. Meistens wird dieses Shopmodell als sogenanntes „Software as a Service“-Modell als Baukastenmodell angeboten.

    Da es sich dabei um quasi fertige Shopsysteme handelt, ist man hier sehr schnell und komfortabel, den ersten eigenen Shop erstellen zu können. Es sind keine Erfahrungen oder Programmierkenntnisse nötig. Deshalb ist ein Mietshop vor allen für kleinere oder mittelständische Unternehmen interessant, da sie dafür nicht zuerst eine große Summe Geld für eine Eigenentwicklung investieren müssen.

    Allerdings sind gemietete Shops zu keiner Zeit Eigentum des Shopbetreibers. Somit sind auch individuelle Anpassungen nicht oder nur sehr schwer umsetzbar.

    Kosten und Anbieter für Mietshops

    Mietshops gibt es oft mit kostenlosen Testlaufzeiten. Meistens gibt es verschiedene Preismodelle. Diese unterscheiden sich beispielsweise in der Anzahl der verkaufbaren Produkte, der Schnelligkeit des Shops oder anderen Zusatzleistungen. Die günstigsten Modelle bekommt man schon für ca. 19 EUR monatlich, während die professionellen Upgrades durchaus um ca. 200 EUR monatlich liegen können. Beispiele für Anbieter von Mietshops sind unter anderem Shopify, OmecoCloud, plentymarkets, 1&1, MONDO MEDIA oder Lightspeed.

    Kaufshops

    Bei diesem Modell handelt es sich um ein klassisches Kauf-Modell. Shopbetreiber erwerben hierbei die Software für das Shopsystem selbst. Danach kann das Shopsystem an die eigenen Bedürfnisse und an die der potentiellen Kunden angepasst und individuell erweitert werden. Deshalb sind entsprechende Vorkenntnisse und Programmiererfahrung sehr von Vorteil oder gar erforderlich.

    Bei gekauften Shops unterstütz den Shopbetreiber darum in der Regel eine spezialisierte Agentur bei Installation, Einrichtung und Anpassung des Shops auf seine Bedürfnisse. So kann der künftige Shop passgenau auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten werden.

    Man bekommt hier also ein komplettes Shopsystem mit vielen möglichen Schnittstellen und zukaufbaren Erweiterungen. Außerdem ist man voll flexibel bei der Anpassung.

    Kosten und Anbieter für Kaufshops

    Anbieter solcher Kaufshops sind beispielsweise Gambio, Shopware (ab Professional Edition) oder JTL-Shop. Preislich erhalten Shopbetreiber dieses Modell je nach Anbieter und Ausbaustufe zwischen mehreren hundert bis mehrere tausend Euro. Webshop-Anbieter.de bietet dazu einen ausführlichen Webshop Vergleich und Aufstellung der verschiedenen Anbieter und Modelle aufgeschlüsselt.

    Open Source-Shopsoftware

    Diese Shops basieren auf Software, die Open Source verfügbar ist. Dies bedeutet, die Softwarebasis ist kostenfrei vom Anbieter erhältlich. Viele Anbieter bieten zudem ein sogenanntes Dual-License-Modell an, bei dem das kostenfreie Basismodell kostenpflichtig um weitere Funktionen und Serviceleistungen erweitert werden kann.

    Auf dem Markt gibt es verschiedene Open Source-Shopsoftwares, die auf verschiedene Zielgruppen zugeschnitten sind und deshalb auch verschiedene Schnittstellen oder Add-Ons besitzen.

    Auch bei diesem Modell ist man ähnlich wie bei Kaufshops zu 100% in der Lage, den Shop an seine eigenen Bedürfnisse und Anforderungen anzupassen und einzurichten. Dementsprechend sind bei diesem Modell Vorkenntnisse im E-Commerce und Programmiererfahrung von Nöten. Selbstverständlich eine Agentur unterstützend tätig sein.

    Kosten und Anbieter für Open Source-Shopsoftware

    Kosten fallen bei diesem Shopmodell nur an, wenn man die kostenlose Version erweitern möchte oder auf eine komplette Eigenentwicklung bzw. Anpassung durch eine E-Commerce Agentur setzt. Open Source-Shops sind wohl die am häufigsten verwendete Shopart.

    Bekannte Anbieter sind beispielsweise der deutsche Marktführer Shopware, Magento, PrestaShop oder OXID eShop. Rund um die Basisform der Webshopsysteme hat sich besonders bei Shopware und Magento eine große Community aufgebaut, die bei Problemen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

    Außerdem hat hier jeder Entwickler die Möglichkeit, eigene Add-Ons zu entwickeln und anderen zu Verfügung zu stellen. Somit findest sich mittlerweile auch nahezu für jeden Anwendungsfall eine (teilweise kostenpflichtiges) Erweiterung.

    Zusammenfassung

    Unternehmer müssen im Vorfeld ganz genau entscheiden, welche Anforderungen sie an den Shop haben und für welche Zielgruppe er eingesetzt werden soll. Zudem muss je nach Budget entschieden werden, welches Modell am sinnvollsten ist.

    Für kleine Firmen eignet sich wohl das Mietsystem am besten, während für große Firmen und spezielle Wünsche definitiv ein individuell angepasster Kaufshop oder ein durch eine Agentur individualisierter Open Source-Shop die Wahl sein sollte.

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    Alexander Noack
    Online-Marketer, ausgebildeter Fachmann für Online-Kommunikation und Experte für Content-Marketing am Zentrum für innovatives Marketing Berlin/Brandenburg, ZIM-BB. Außerdem Mitbegründer der Online-Marketing-Agentur CLICKHERO GmbH und der Audiostruct GmbH aus Eberswalde bei Berlin.
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