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    Die Bedeutung von Transformation und Disruption bei der Digitalisierung

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    Die Digitalisierung ist immer mit Veränderungen verbunden. Ob diese aber transformativ oder disruptiv sind, hängt vom jeweiligen Unternehmen und der Kundennachfrage ab. Zumeist ist die Disruption in der Wirtschaft jedoch weniger präsent als die Transformation. Denn die Betriebe wollen sich verändern, bevor sie überflüssig und von der Konkurrenz ersetzt werden. Ein stetiger Prozess wie die Transformation ist daher häufiger anzutreffen als ein radikaler Schnitt wie die Disruption. Dennoch sollten sich Unternehmen mit beiden Begriffen auskennen, um die Digitalisierung aktiv und gezielt steuern zu können.

    Die Disruption bringt radikale Veränderungen mit sich

    Das Beispiel „Kodak“ gehört zu den Klassikern, wenn es um das Thema Disruption geht. Das Unternehmen hat das Aufkommen der Digitalkameras unterschätzt und weiter auf analoge Geräte gesetzt. Entsprechend konnte es sich am Markt nicht halten und ging unter. In diesem Fall wurde ein bestehendes Produkt nahezu vollständig (wenn man von den wenigen leidenschaftlichen Anhängern analoger Kameras absieht) durch ein anderes ersetzt. Es hat kein kontinuierlicher Wandel eines Produktes stattgefunden, sondern eine neue Technologie hat eine alte ersetzt. Bei der Disruption findet ein radikaler Umbruch statt, der dazu führt, dass in einem wirtschaftlichen Umfeld nichts mehr so ist wie früher.

    Disruptive Technologien haben somit eine enorme Macht. Sie sind in der Lage, unser Denken und Handeln komplett umzustürzen und die Welt zu verändern. Wer es schafft, eine disruptive Technologie zu entwickeln, zu produzieren und am Markt zu platzieren, hat für sein Leben ausgesorgt. Allerdings sind solche Fälle selten. Das Auto hat die Kutsche komplett ersetzt. Ebenso ist das Waschbrett vollständig durch die Waschmaschine ersetzt worden. Aber in letzter Zeit? Da hat man eher den Eindruck, dass die Wirtschaft einen Transformationsprozess und keine Disruption durchläuft.

    Denn hat das Smartphone die Handys tatsächlich verdrängt oder bloß auf eine neue Stufe gehoben? Brechen die erneuerbaren Energien wirklich mit den traditionellen Energiequellen oder stellen sie nicht vielmehr eine Ergänzung und Erweiterung dar? Ist der Onlinehandel im Stil von Amazon wirklich das Ende des althergebrachten Handels oder wollen die Menschen eben doch nicht auf den Tante-Emma-Laden um die Ecke verzichten? Sind selbst fahrende Autos wirklich eine grundlegend neue Technologie oder lediglich eine Verbesserung der bisherigen Fahrzeuge? Tendenziell spielt die Disruption für Unternehmen meist nur eine untergeordnete Rolle. Wenn sie aber zum Tragen kommt, ist sie umso mehr von Bedeutung.

    Die Transformation als stetiger Wandlungsprozess

    Im Unterschied zur Disruption handelt es sich bei der Transformation um einen stetigen Prozess. Technologien werden hierbei nicht von heute auf morgen komplett ersetzt, sondern kontinuierlich erweitert und verändert. Bei der digitalen Transformation werden zum Beispiel analoge Prozesse durch digitale ersetzt. Hierbei gehen die Prozesse allerdings nicht verloren, sondern werden lediglich mit Hilfe einer neuen Technologie durchgeführt. Schritt für Schritt werden zum Beispiel Daten, die früher per Hand erhoben wurden, nun in den Laptop oder das Tablet eingegeben. Der Wandel weg vom Papier hin zu digitalen Daten erfolgt aber nicht plötzlich, sondern schrittweise.

    Bei der Transformation passen die Unternehmen ihre Prozesse kontinuierlich an. Hierbei orientieren sie sich an den Kundenwünschen, ökonomischen Gegebenheiten und dem Verhalten der Konkurrenz. Das Ziel ist es stets, die Kundenwünsche bestmöglich zu erfüllen, hierbei einen größtmöglichen Gewinn bei kleinstmöglichen Investitionen zu erreichen und gleichzeitig der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Wenn sich eine neue Technologie als zweckmäßig erweist, um diese Ziele zu erreichen, wird sie schrittweise in die Unternehmensprozesse implementiert und genutzt. Erfüllt eine alte Technologie ihren Zweck nicht mehr, wird sie ebenfalls kontinuierlich ausgetauscht. Das kann schneller oder langsamer vonstatten gehen, erfolgt aber niemals disruptiv, sondern nach und nach.

    Das Ziel der Transformation ist es gerade, nicht zum Opfer disruptiver Prozesse zu werden. Betriebe fürchten sich davor, einen wichtigen Trend zu verschlafen und von der Konkurrenz ausgebootet zu werden. Deswegen passen sie ihre Unternehmensprozesse kontinuierlich an und versuchen, auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben. Sie konzentrieren sich auf die Optimierung des Kleinen und verändern hierdurch schrittweise das Große. Es ist durchaus möglich, dass sich ein Wirtschaftsbereich nach zehn oder zwanzig Jahren radikal verändert hat. Diese Veränderung wurde dann aber nicht durch eine revolutionäre Disruption, sondern durch eine kontinuierliche Transformation herbeigeführt.

    Vorteile von Transformation und Disruption für Unternehmen

    Für Unternehmen ist es wichtig, klar zwischen digitaler Transformation und Disruption zu unterscheiden. Nur durch klare Trennschärfe können die beiden Verfahren punktgenau genutzt und für das Vorankommen des Betriebs zum Einsatz gebracht werden. Im Alltagsgeschäft spielt vor allem die Transformation eine wichtige Rolle, erläutert Rolf Stephan, COO der AXON Ivy AG, auf Presseportal.de. Die Unternehmen müssen ihre Geschäftsprozesse digitalisieren, um effizient arbeiten und einen modernen Kundenservice anbieten zu können. Eine stetige Anpassung der innerbetrieblichen Arbeitsweisen an neue Erkenntnisse und Gegebenheiten am Markt sind wichtig, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben und von der Konkurrenz nicht überrollt zu werden.

    Die Disruption ist eher ein Bonus. Wenn es Unternehmen gelingt, ihren eigenen Geschäftsbereich aufzubrechen und etwas komplett Neues zu etablieren, dann ist das ein enormer Wettbewerbsvorteil. Es ist aber wenig effizient, in regelmäßigen Abständen das eigene Unternehmenskonzept über den Haufen zu werfen und immer wieder komplett neu anzufangen. Sinnvoller ist es, bestehende Prozesse zu optimieren und ihr volles Wertschöpfungspotenzial auszunutzen. Die Disruption ist immer ein extremer Prozess, bei dem alles Bisherige über den Haufen geworfen wird. Das kann in einigen Fällen sinnvoll sein, in den meisten Fällen ist aber eine stetige Transformation wirkungsvoller.

    Patrick Tarkowski
    Patrick Tarkowski
    Patrick Tarkowski ist studierter Germanist und Anglist und arbeitet bereits seit 2008 als Autor für Onlineshops und Unternehmen. Er ist in ganz unterschiedlichen Themengebieten beheimatet, kennt sich aber speziell in den Bereichen E-Commerce, Online Marketing, Familie und Erziehung sowie SEO aus. Neben Fachtexten schreibt er eigene E-Books, Theaterstücke und Romane und entwickelt Unterrichtsmaterialien.

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