Personalmanagement zu wenig digitalisiert – administrative Aufgaben überwiegen

Die Digitalisierung des Personalwesens kommt nur schleppend voran. Entsprechend ist die Arbeit von HR-Managern wenig effizient. Sie müssen sich häufig mit administrativen Aufgaben herumschlagen, statt sich auf ihre Kernkompetenzen fokussieren zu können. Hierdurch bleiben wichtige Themen auf der Strecke, die für die Effizienz und das Vorankommen eines Betriebs von großer Bedeutung wären. Eine verstärkte digitale Transformation in diesem Bereich tut also Not.

Die Digitalisierung ist im HR-Management kaum anzutreffen

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Im HR-Management spielt die Digitalisierung bis heute nur eine sehr untergeordnete Rolle. Das hat zur Folge, dass viele Aufgaben mühsam analog erledigt werden müssen, die in einem digitalen Arbeitsumfeld nur wenige Minuten in Anspruch nehmen würden. Entsprechend frustriert sind viele HR-Manager mit der Situation. Sie beklagen, dass sie sich viel zu wenig um ihre eigentlichen Aufgaben kümmern könnten und stattdessen jeden Tag sehr lange mit Nebenbaustellen beschäftigt wären.

In einer aktuellen Umfrage unter HR-Verantwortlichen gaben laut springerprofessional.de 89% der 500 Befragten an, dass sie mit der aktuellen Arbeitssituation unzufrieden seien. Sie sagen, dass die Digitalisierung für sie kaum eine Rolle spiele und dass es nur wenige digitale HR-Management-Tools gebe, mit denen sich alltägliche Arbeitsprozesse optimieren ließen. Solange es solche Hilfsmittel nicht gibt, wird sich am bestehenden Status Quo vermutlich nichts ändern.

Personalmanager sehen sich verehrt mit administrativen Aufgaben konfrontiert

Es sind vor allem administrative Aufgaben, mit denen sich die HR-Verantwortlichen herumschlagen müssen. In der Umfrage zeigte sich, dass die HR-Manager wöchentlich rund 17 Stunden (das entspricht 42% ihrer gesamten Arbeitszeit) mit solchen Verwaltungsaufgaben verbringen würden. Für die Betroffenen selbst ist diese Zahl viel zu hoch und sie würden sich Möglichkeiten zu einer Optimierung der Arbeitsprozesse wünschen.

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Besonders in kleineren Unternehmen mit 50-99 Mitarbeitern ist der Anteil an administrativen Aufgaben bei den HR-Verantwortlichen besonders hoch. Hier investieren sie 44% ihrer Arbeitszeit in solche Aufgaben. Bei Unternehmen mit 100-199 Mitarbeitern sind es 42% und in Betrieben mit 200-499 Mitarbeitern 39%. Das bedeutet, dass HR-Verantwortliche in kleineren Firmen jährlich etwa 13 Tage mehr mit administrativen Tätigkeiten verbringen als Kollegen in größeren Firmen.

Wichtige Themen bleiben auf der Strecke

All dies wirkt sich auf die Zufriedenheit der HR-Manager aus. So geben 28% der Befragten an, dass sie sich ihren Beruf anders vorgestellt hätten, als er in der Praxis sei. Sie beklagen insbesondere, dass sie zu wenig Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben hätten. So würde der hohe analoge Verwaltungsaufwand dazu führen, dass die Personalentwicklung auf der Strecke bliebe und dass auch eine strategische Ausrichtung des Unternehmens im Personalbereich unter diesen Bedingungen extrem schwer sei.

Eine digitale Transformation der Betriebe wäre wichtig, um solche Probleme zu lösen. Bisher haben aber gerade einmal 2% der Unternehmen ihre Prozesse komplett und 6% immerhin teilweise digitalisiert. Vor allem die kleinen Firmen hinken hier mit 0,4% hinterher. In den mittleren Betrieben sind es immerhin 8% und in den großen Unternehmen ist der Anteil mit 30% deutlich höher. Aber auch hier ist noch reichlich Luft nach oben.

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