Neue Parkuhren für Oetwil – Bezahlen per Smartphone ab sofort möglich

Die Schweizer Gemeinde Oetwil hat neue, digitale Parkuhren installiert. Mit diesen ist es nun möglich, Parkgebühren mit dem Smartphone zu bezahlen. Hierfür ist das Kennzeichen relevant. Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Bezahlmodelle und drei unterschiedliche Apps, die genutzt werden können. In anderen Gemeinden wurden solche Uhren bereits erfolgreich getestet. Aktuelle Zahlen zur Nutzung stehen allerdings noch aus.

Gründe für den Austausch der Parkuhren

Seit dem 18. März 2020 sind im Gemeindegebiet von Oetwil neue Parkuhren zu finden. Mit diesen ist digitales Bezahlen per Smartphone problemlos möglich. Es war nötig, die alten Parkuhren auszutauschen, da sie über einen veralteten Kalender verfügten, berichtet limmattalerzeitung.ch. Hinzu kam, dass die Modelle schon deutlich älteren Baujahrs waren. Entsprechend war es häufig mit großem Aufwand verbunden, notwendige Ersatzteile zu bekommen. Auch neuere Modelle wurden ausgetauscht, damit die im Gemeindegebiet verwendeten Parkuhren einheitlich sind. Somit haben die Einheimischen und Besucher in den insgesamt 39 Parkfeldern ab sofort die Wahl, ob sie klassisch mit Münzen oder per App ihre Parkgebühren bezahlen.

Für das Parken ist das Kennzeichen relevant

Mit den neuen Parkuhren wird auch ein neues System getestet. So ist in Zukunft nicht mehr die Parkfeldnummer relevant, sondern die Parkgebühr wird speziell für ein bestimmtes Kennzeichen entrichtet. Nutzer müssen sich für eine der drei Apps Twint, Easypark oder Parkingpay entscheiden und ihr Autokennzeichen dann in dieser App hinterlegen. Anschließend kann ein Aufkleber an den Parkuhren genutzt werden, um den Bezahlvorgang mittels Smartphone durchzuführen.

Bei der Bezahlung mit Münzen ist es mittlerweile ebenfalls notwendig, das Kennzeichen anzugeben. Dieses wird in die Parkuhr eingegeben und anschließend kann die Parkgebühr mit Münzgeld bezahlt werden. Bei diesem Vorgehen wird – wie bisher auch – eine vorher festgelegte Parkzeit bezahlt. Die Nutzer können somit entscheiden, wie lange sie parken wollen und wie viel Zeit sie für ihre Aktivitäten vor Ort benötigen.

Zwei verschiedene Bezahlmodelle

Für das digitale Bezahlen per Smartphone gibt es zwei verschiedene Bezahlmodelle. So orientiert sich die App Twin beispielsweise an dem klassischen Bezahlen mit Münzen. Hier wird eine im Vorfeld festgelegte Zeitspanne bezahlt. Die Nutzer müssen entsprechend darauf achten, innerhalb dieser Zeitspanne zu ihrem Fahrzeug zurückzukehren, um die bezahlte Parkzeit nicht zu überschreiten. Dieses Modell ist den Menschen bekannt und wird daher problemlos genutzt.

Die beiden Apps Easypark und Parkingpay gehen einen etwas anderen Weg. Hier wird die App eingeschaltet, sobald der Parkvorgang beginnen soll. Von da an laufen kontinuierlich Parkgebühren an, je nachdem, wie lange das Auto an der bestimmten Position steht. Sobald die Anwender zu ihrem Auto zurückkehren und wegfahren, müssen sie die App ausschalten. Das bringt den Vorteil, dass ausschließlich für die Zeit gezahlt wird, die das Auto auch tatsächlich auf dem Parkplatz steht, und dass eine Überschreitung der Parkzeit nicht möglich ist. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, zu vergessen, die App auszuschalten. Deswegen müssen sich die Bürger erst an die Nutzung dieser neuen Methode gewöhnen.

Andere Gemeinden haben bereits positive Erfahrungen mit digitalen Parkuhren gemacht

In den Städten Dietikon und Schlieren werden solche digitalen Parkuhren bereits seit Längerem ausprobiert. Die Gemeinden haben bisher positive Erfahrungen mit den neuen Geräten gemacht. Die Bürger sind grundsätzlich dankbar dafür, nicht mehr zwingend nach Münzen suchen zu müssen, diese aber auch weiterhin nutzen zu dürfen. Diese größere Flexibilität beim Zahlen kommt sehr gut an. Die Kommunikationsbeauftragte der Stadt Schlieren, Astrid Romer, sagt daher, dass die Stadt kein negatives Feedback der Bevölkerung auf die neuen Parkuhren bekommen habe. Somit ist davon auszugehen, dass sie akzeptiert werden und dass die unterschiedlichen Bezahloptionen gut ankommen.

Aktuelle Zahlen stehen noch aus

Für konkrete Zahlen ist es aktuell noch etwas zu früh. Bisher konnte in Schlieren noch nicht ausgewertet werden, wie viel Bargeld in den Parkuhren zu finden ist. Es lässt sich somit nicht klar sagen, ob die Zahl der Bargeldzahlungen durch die neuen digitalen Möglichkeiten zurückgegangen ist. Allerdings lässt sich schon heute feststellen, dass die Bürger die Apps immer wieder nutzen und sich somit das Bezahlen per Münzen sparen.

In Dietikon ist man bereits einen Schritt weiter. Hier konnte der Polizeichef sagen, dass monatlich rund 6.000 Franken durch die App Parkingpay eingenommen werden. Allerdings kann diese Zahl auch hier noch nicht prozentual in Bezug zu den Bezahlungen mit Münzgeld gesetzt werden, da einfach noch konkrete Zahlen fehlen.

 

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