Online-Verträge sicher abschließen – B2B-Geschäfte im Internet

Verträge zwischen Unternehmen kommen immer häufiger online zustande. Damit beide Seiten mehr Sicherheit haben, sollten bestimmte Vorkehrungen getroffen werden. Eine digitale Signatur ist schon einmal ein guter Anfang. Außerdem sollte stets die Seriosität des Geschäftspartners überprüft werden.

Die digitale Signatur gibt Rechtssicherheit

Durch eine Unterschrift wird ein Vertrag in der Regel rechtsgültig. Die muss nur noch in seltenen Fällen auf Papier erfolgen. Für zahlreiche Geschäfte wie zum Abschluss eines Kredites genügt jedoch die digitale Signatur. Diese kann mithilfe eines geeigneten Anbieters den möglichen Kunden zur Verfügung gestellt werden. Wichtig ist, dass dabei europäisches Recht eingehalten wird. Zudem sollte eine möglichst sichere Form der digitalen Signatur wie die fortgeschrittene elektronische Signatur (FES) oder die qualifizierte elektronische Signatur (QES) gewählt werden. Am sichersten ist die letzte Variante. Unternehmen sollten sich vorab informieren, welche Verträge auf jeden Fall eine QES erfordern. Das ist unter anderem bei Jahresabschlüssen oder Mietverträgen der Fall.

Verträge nur mit seriösen Firmen eingehen

Unternehmen, die im B2B-Bereich tätig sind, geraten oft an ganz unterschiedliche Kunden. Bei Anfragen von bisher unbekannten Firmen lohnt es sich, diese einem kurzen Check zu unterziehen. Oft genügt schon ein Blick auf die Webseite des Unternehmens, um einen Eindruck von dessen Seriosität zu gewinnen. Unbedingt sollte ein Impressum auf der Webseite vorhanden sein. Auch Kontaktmöglichkeiten gehören auf die Firmen-Homepage oder in den Online-Shop. Fehlende Angaben sind oft ein Zeichen, dass mit dem Unternehmen etwas nicht stimmt. In diesem Fall kann es besser sein, auf den Vertragsabschluss zu verzichten.

Rechtskonform mit den Kundendaten umgehen

Der Datenschutz ist in Europa eng gefasst und folgt strengen Vorgaben. Diese müssen beide Unternehmen erfüllen. Die Speicherung von Kundendaten kann zwar zulässig sein, allerdings dürfen diese Daten nicht einfach ohne Zustimmung weitergegeben werden. Um möglichen Kunden mehr Sicherheit zu geben, sollte eine Datenschutzerklärung verfasst werden. Darin wird genau festgehalten, was mit den Daten passiert. Zum Beispiel muss angegeben werden, was wie gespeichert und auf welche Weise es weitergegeben wird.

Rechtliche Unterstützung durch einen Anwalt

Um Fallstricke zu vermeiden und keine ungültigen Verträge abzuschließen, können sich Unternehmen auch von einem Anwalt für Online-Recht beraten lassen. Er kann wasserdichte Verträge aufsetzen und zu allen anderen Besonderheiten wichtige Informationen liefern. Das gibt nicht nur mehr Sicherheit beim Abschluss von Verträgen mit anderen Firmen, sondern schützt auch vor Bußgeldern, die etwa bei Verstößen gegen die Datenschutz-Verordnung der EU oder gegen die Impressumspflicht fällig werden. Außerdem kann er Unternehmen zur Seite stehen, wenn es zu einem späteren Zeitpunkt zu Streitigkeiten mit einem Vertragspartner kommt. Gegebenenfalls ist auch der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung für Unternehmen sinnvoll.

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